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Test: Casebook Trilogy
Drei Kriminalfälle auf einen Streich. Die Casebook Reihe lockt mit Mittendrin-Gefühl und Interactive Movie Anleihen.
Die Casebook Trilogie fasst alle drei Episoden, der von 2008 bis Ende 2009 erschienenen Krimi-/ Forensikserie zusammen. Nicht mit dabei ist die seinerzeit kostenlos erhältliche Demoepisode. Im weitesten Sinne handelt es sich lediglich um eine Sammlung, jedoch wurden auch ein paar marginale Änderungen bei Minispielen und dem Spurenverknüpfungssystem vorgenommen.EpisodenübersichtWie man auch unserem Bericht zu „Episode I: Enführt“ entnehmen kann, schlüpft man in die Rolle eines namenlosen Forensikers, der an der Seite von Detective Burton die Aufgabe der Spurensicherung bei verschiedenen Tatorten übernimmt.Nachdem man in der ersten Episode, den Fall um 2 gekidnappte Kinder abgeschlossen hat, ruft auch schon der nächste Einsatz. „Episode II: Der Beobachter“ dreht sich um einen vermeintlichen Selbstmord und spielt zeitlich unmittelbar nach den Vorkommnissen aus der ersten Episode. Natürlich stellt sich der Sprung vom Dach als Mord heraus und die Ermittlungen führen immer tiefer in die Abgründe einer heruntergekommenen Apartmentanlage und ihrer Bewohner. Da man den mutmaßlichen Mörder nicht überführen konnte, begibt sich Detective Burton in „Episode III: Die Schlange im Gras“ auf einen privaten Feldzug abseits des Gesetzes. Obwohl eine gewisse Besessenheit bei unserem Partner festzustellen ist, unterstützt der Spieler den Ermittler weiterhin mit seinen Fähigkeiten. Diesmal geht es darum, zu beweisen, dass eben jener Tatverdächtige aus dem vorherigen Teil, in einen neuerlichen Mordfall verwickelt ist, obwohl alle Anzeichen zunächst dagegen sprechen und ein anderer, geständiger Täter bereits gefasst wurde. Drei Schritte zum ErfolgAllen Episoden ist gemein, dass der Spielablauf einem bestimmten Muster folgt. Zunächst muss man Spuren am Tatort sichern, indem man Fotos von bestimmten Elementen macht. Danach werden diese Spuren am Computer ausgewertet. Über eine Handvoll sich wiederholender Minispiele gilt es, Finger- und Schuhabdrücke zu identifizieren, DNS zu sammeln, Proben chemisch zu bestimmen, usw. Sind diese Spuren ausgewertet und unbrauchbare Elemente aussortiert, gilt es diese im Fallordner - dem Casebook – mit anderen bereits gefundenen Spuren, bzw. beteiligten Personen zu verknüpfen. Da man immer nur acht Fotos aufnehmen kann, wiederholt sich dieser Ablauf bis ausreichend Spuren gesichert und verknüpft wurden, was bei den überschaubaren Tatorten allerdings relative schnell vonstatten geht.Jede der Episoden ist in 4 zu untersuchende Örtlichkeiten gegliedert, die nacheinander freigespielt und untersucht werden müssen. Zum Teil kann man auch an vorherige Schauplätze zurückkehren, um nach weiteren Spuren zu suchen. Sowohl für das Fotografieren als auch für die Spurenverknüpfung gibt es ein Hinweissystem, falls man mal nicht weiter weiß. Mitten im FilmDie Story wird im wesentlichen durch reale Filmsequenzen vorangetrieben, die bei bestimmten Erkenntnissen, oder zu bestimmten Zeitpunkten im Spielablauf abgespielt werden. Wenn Detective Burton alleine bei Befragungen oder Ähnlichem unterwegs ist, handelt es sich um ganz normale Filmaufnahmen.Es gibt jedoch auch Sequenzen, die aus Sicht des Spielers aufgenommen sind, so als ob man den Detective begleitet. Dank extremer Weitwinkelaufnahmen, von denen nur ein kleiner Ausschnitt sichtbar ist, kann man quasi im Film interaktiv den Kopf bewegen. Bis auf ein paar Befragungen hat man allerdings keine weitergehenden Einfluss auf den Filmablauf. Auch wenn man eine Befragung in die eine oder andere Richtung beeinflussen kann, ändert das allerdings nichts am generellen Verlauf der Geschichte. 3D mal andersAuch das eigentliche Spiel wartet mit einer ähnlichen interessanten Optik auf. Mit der hauseigenen Areograph Technologie bewegt man sich frei in Ego-Perspektive durch 3D-Umgebungen, die im wesentlichen aus Fotografien von echten Kulissen berechnet werden und nicht auf konstruierten Computermodellen basieren.All diese Elemente vermitteln zwar ein gewisses realistisches Mittendrin-Gefühl, nur leider lässt die Qualität der Filme und auch der Spielgrafik arg zu wünschen übrig. Die regulären Filme lassen sich noch einigermaßen ansehen, auch wenn von HD keine Rede sein kann. Die interaktiven Weitwinkelfilme und speziell die Bilder im Spiel sind jedoch zum großen Teil derart verwaschen, dass man nur erahnen kann, was man gerade betrachtet. Besonders bei Bewegungen und Nahaufnahmen fällt das extrem in Auge. Akustisch wird auch eher auf Sparflamme gekocht. Menüs und Filme sind zwar mit einem eingängigen, wenngleich recht eintönigen Jazz Soundtrack unterlegt, aber im eigentlichen Spiel herrscht neben wenigen Ambientegeräuschen und dem Klicken der Kamera ziemliche Totenstille. Die Sprachausgabe ist komplett englisch, aber Untertitel und so ziemlich alle weiteren Texte sind korrekt ins Deutsche übersetzt. |
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