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Test: Operation Flashpoint: Red River
Zurück zu alten Stärken?
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat China zusammen mit Nordkorea und den Taliban die Spitze der potentiellen Übeltäter übernommen und wird seitdem in entsprechenden Spielen als Aushängeschild des Bösen dargestellt. In Red River macht Codemasters auch hier munter weiter. Das Opfer ist dieses Mal eine Einheit des USMC, das sich in Tadschikistan – zwischen Afghanistan und China - um die Vernichtung der Taliban kümmert.Die rote FlutEs könnte so einfach sein für die Amerikaner. Kurz rein, ein paar Aufständische eliminieren und wieder verschwinden und alle freuen sich. Aber da haben sie die Rechnung ohne die verärgerten Chinesen gemacht, die kurzerhand den dritten Weltkrieg entfachen. Die Hintergründe bleiben nebulös, genauso wie die verschiedenen Charaktere im 4-Mann Team, das unter der Kontrolle des Spielers steht. Einzig der Platoon-Chef gewinnt etwas Form durch seine markigen Sprüche a la Drillsergeant inkl. Längenvergleichen, Hauskatzen und anderen geeigneten Beleidigungen. Später gewinnt die Kampagne allerdings an Spannung und die gut inszenierten und abwechslungsreichen Einsätze lassen die sonderbare Hintergrundgeschichte in Vergessenheit geraten. Gerade bei den langen Feuergefechten mit mehreren Stellungswechseln auf der großen Karte, die mehr als eine Stunde dauern können, spielt Red River seine Stärken aus: viel Freiraum und langanhaltende, actionreiche Kampfsituationen. Wo in Call of Duty erst mal das nächste Schlauchlevel geladen werden muss, wird hier einfach der nächste Einsatzort ohne Pause per Humvee oder Transportheli erreicht. Außerdem darf man seine Soldaten mit unterschiedlichen Waffen ausrüsten und Erfahrungspunkte auf verschiedene Bereiche, wie Sprinten, Waffenhandling und einiges andere verteilen.Für Mehrspieler bietet Red River außerdem eine sehr interessante Erfahrung. Im Koop-Modus darf man nicht nur freie Gefechte bestreiten, sondern auch die Kampagne mit bis zu vier Spielern gemeinsam durchspielen, was besonders im späteren Verlauf Spaß macht. Daneben gibt es einen Verteidigungsmodus, in dem man Welle um Welle gegnerischer Trupps vernichten muss, ein Rettungseinsatz für abgestürzte Piloten oder die Eskortierung eines Konvois. Negativ ist allerdings, dass der Editor erst mal ganz entfernt wurde. Hier muss dann Codemasters für Nachschub sorgen. Acht Karten sind nicht viel auf die Dauer. Konsolen im HinterkopfDie Steuerung ist gegenüber Armed Assault stark vereinfacht, wahrscheinlich um die Konsoleros nicht mit hunderten von Tastenkombinationen zu überfordern. Das Befehlskreuz kennen wir schon aus dem Vorgänger. Zum Glück braucht man es nicht allzu oft. Meistens halten sich die KI-Mitstreiter bedeckt und stören nicht allzu sehr. Eine große Hilfe für das Bestreiten der Kampagne sind sie aber auch nicht. Außerdem bleibt nicht viel Zeit für taktisches Vorgehen, sodass sie zu einem bloßen Anhängsel werden, das man wohl oder übel durch den Einsatz schleppen muss. Auf der Konsole hat man, bedingt durch den Controller, etwas mit dem Zielen zu kämpfen. Geübte Konsolenshooter-Spieler sollten aber keine Probleme haben. Auf dem PC geht es dagegen flüssig von der Hand. Dumm ist nur, dass die Bedienung kaum richtig erklärt wird. Die Tasten zu kennen ist eine Sache, die Funktionen richtig benutzen zu können eine andere. Positiv ist noch aufgefallen, dass die Kontrollpunkte jetzt wesentlich freundlicher positioniert worden sind und dadurch weniger Frustmomente entstehen. Grafischer KompromissWas die Grafik angeht, so muss sich Red River hinter den FPS-Blockbustern einordnen. Obwohl die Inszenierung schon gut gelungen ist und durch die großen Schlachtfelder viel Spielraum und Atmosphäre gewonnen werden, sieht es eben schlechter aus als die Konkurrenten. Allerdings braucht es sich auch nicht zu verstecken. Man hat einen guten Kompromiss gefunden, der auch noch mit hoher Performance aufwarten kann. Auf der Xbox sieht das allerdings anders aus. Matschige, verpixelte Texturen, die irgendwie an Xbox1 oder PS2 erinnern und kaum erkennen lassen, ob es sich um einen Gegner oder die Kimme handelt. Damit kann man dann leider nichts anfangen. Fehlende Animationen für das Ein- bzw- Aussteigen aus Fahrzeugen sind sowohl auf PC als auch auf Konsole ein Minuspunkt.Soundtechnisch kommt bei Red River auch zu wenig für einen Shooter. Während es bei Bad Company 2 oder Call of Duty richtig rumst, ist man hier eher mit Böllern ausgestattet. Gerade die Gewehrsounds könnten kräftiger und knackiger sein. |
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Operation Flashpoint: Red River

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