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Test: Mount & Blade: Fire & Sword
Trubel im alten Ostblock, aber nichts für Einsteiger
Na, guck mal an: Mount & Blade ist schon wieder so eine Spiele-Reihe, die man nicht jedem empfehlen kann, weil sie eben sehr speziell ist. Entweder man liebt sie schon oder man tut sich damit schwer. Seit Warband darf man mit 64 Spielern Multiplayer-Schlachten im Mittelalter zocken, mit dem neuen Teil Fire and Sword steigen wir in eine neue historische Periode ein, die jetzt auch Schusswaffen und ein reales Szenario im Osten Europas beinhaltet.Es gibt auf die Fresse, KollegeSo, da liegt nun also Europa und wir stehen mittendrin. Fünf Fraktionen dürfen wir uns anschließen, aber konkrete Kampagnen oder einen roten Faden gibt es nicht. Im Gegensatz zum Vorgänger ist die Landschaft weitgehend real angelegt: Wer also wie bei Warband auf Entdeckungsreise geht, wird irgendwann Moskau finden und sagen: „Ach, guck mal, hier liegt also Moskau.“ Stimmt, das ist Moskau, geografisch korrekt angelegt. Eine wirklich überraschende Pilgerfahrt ist das Spiel für Menschen mit Kenntnissen der Landschaft also nicht, zumal auf der Karte alle Orte fein säuberlich eingezeichnet wurden und bequem angereist werden können. Aber das ist ziemlich egal, weil das Spielprinzip, bei dem wir uns vom einfachen Handlanger bis in den Adel emporspielen müssen, ohnehin schon schnell genug süchtig macht. Was auch ein Grund dafür ist, dass der Test des Spiels etwas länger gebraucht hat, weil ich doch eben noch hier mal eben zu Ende spielen...Aber so motivierend der Titel auch ist, er hat ein hohes Frustmoment für Anfänger, weil der Schwierigkeitsgrad nicht von Pappe ist. Gerade zu Beginn kann es schnell passieren, dass man sich übernimmt und von einer Horde Räuber mal eben gefangengenommen wird. Wer aber dabei bleibt und sich nicht schnell entmutigen lässt, der findet langfristigen Spaß. Die groß angelegten Schlachten entschädigen zudem für einiges an Leidenszeit, zumal man jetzt auch mit Schusswaffen und Granaten eingreifen kann, um in den gegnerischen Reihen aufzuräumen. Überall warten Quests und Aufgaben, viel mehr Handlungsfreiheit kann kaum jemand erwarten. Und je länger man spielt, desto tiefer verstrickt man sich in das Geflecht des Krieges, das sich da um Polen und den umliegenden Ostblock rankt. Die Beziehungen zu den verschiedenen Herrschern verbessern oder verschlechtern sich und so kann es dann auch schnell passieren, dass man zu viele Feinde hat, die einem nach dem Leben trachten. Dafür können wir als Feldherr etwas taktischer in die Schlachten und Gefechte eingreifen, sodass dieses Element mehr Gewicht im Gameplay hat und die großen Schlachten gegen eine Vielzahl von Gegnern etwas einfacher werden. Rock'n'Roll hoch zu RossMount & Blade ist ein Endlosspiel: Wer hier einfach auf Entdeckungsreise geht, der wird schon im Solo-Modus gut und üppig bedient, der hat Spaß und Freude, der wird endlose Stunden vor dem Rechner verbringen, indem er auf dem Pferd sitzend das Land bereist und im Rang weiter aufsteigt. Überall gibt es kleine, nette Dinge zu erledigen und wer glaubt, dass er mal eben von A nach B reisen kann, hat die Rechnung ohne die Plünderer gemacht. Also Söldner anheuern, die Streitmacht vergrößern und zusehen, dass wir wettbewerbsfähig bleiben. Aber vielleicht wollen wir ja auch einfach nur Botengänge absolvieren und als friedlicher Händler zu Geld kommen? Alles ist möglich, der Bewegungsfreiheit sind nur durch die Karte Grenzen gesetzt. Die Feuerwaffen sind ebenfalls eine Bereicherung des Gameplays genauso wie der Captain-Modus im Multiplayer-Teil, der die taktische Finessen des Spielers fordert. In den Massenschlachten können bis zu 400 KI-Recken auf dem Bildschirm auftauchen, was wirklich eindrucksvoll ist.Und schließlich lässt sich die Spielfigur auch noch mit zahlreichen Kleidungsstücken und Utensilien persönlich gestalten, sodass wir unverwechselbar in die Schlacht ziehen und uns einen Namen machen. Freunde, lernt ihr denn gar nichts?Wer Mount & Blade liebt, liest jetzt einfach weg. Grafisch war der Titel noch nie eine Augenweide, zweckdienlich passt hier wohl am besten. Dazu kommt eine mitunter hakelige, ungenaue Steuerung, die vor allen Dingen in den Kämpfen doch einige Wünsche übrig lässt. Und außerdem: Wenn ich meinen Charakter aufwerten kann, weil er im Leben dazulernt, warum dann nicht meine Mannen? Das wäre nur logisch und konsequent, hier offenbart M&B ebenso Schwächen wie in den sich wiederholenden Missionen, wo sich die Abwechslung in Grenzen hält. |
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