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Test: Tiny Token Empires
Risiko trifft Match Three. Suchterzeugend wie Puzzle Quest.
Tiny Token Empires - mal ehrlich, kein Titel, der einen groß aufhorchen lässt. Doch wer Puzzle Quest und Strategiespiele mag, sollte weiterlesen, denn für Fans dieser Match-Three-Hybrid-Titel ist TTE sicher ein Geheimtipp.Risiko meets Match ThreeDie Idee ist im Grunde dieselbe wie bei Puzzle Quest. Man nehme ein bewährtes Spielprinzip und ersetze die Kämpfe durch Match-Three-Einlagen. In diesem Fall übernehmen wir eines von füf antiken Völkern und kämpfen mit ihm um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum. Dazu gründen wir Städte und bauen sie aus, heben Armeen aus und erobern Provinzen. Kommt es dabei zum Kampf, erscheint ein klassisches Match Three Spielbrett.Hier finden sich Steine mit verschiedenen Symbolen, von denen wir zwei nebeneinanderliegende austauschen können, wobei aber mindestens eine Reihe von drei gleichen Symbolen waagerecht oder senkrecht entstehen muss. Diese verschwindet dann und von oben fallen neue Symbole nach. Ggf. bildet sich dadurch nochmal eine Linie, es entsteht eine Kombo. Während man bei klassischen Match Three-Titeln wie Zoo Keeper & Co auf Zeit und in Hektik seinen Zug macht, will hier jeder Zug wohl überlegt sein. Denn unsere Armee besteht aus bestimmten Typen, denen bestimmte Symbole zugeordnet sind (Infanterie = Schwert, Schützen = Bogen usw). Gelingt es uns nun beispielsweise, drei oder mehr Schwerter abzuräumen, gewinnen alle eigenen Einheiten des entsprechenden Typs Aktionspunkte und haben sie davon genug, können sie den Gegner angreifen. Aber: Nach jedem Zug ist der Gegner dran und für den geht es um dasselbe. Man sollte also nicht nur darauf achten, dass man die Aktionsleisten der eigenen Einheiten füllt, sondern auch darauf, dem Gegner keine Steilvorlage für eine Kombo zu bieten. Weitere Tiefe bekommt das Spiel durch die Generäle. Nur sie können Städte gründen und in der Schlacht besonders viel Schaden anrichten. Mit Items, die man durch Siege gegen Monster in bestimmten Territorien erhält, kann man sie weiter aufwerten. Zur Abwechslung treten ab und an noch Ereignisse auf, die in einer Abwandlung von Match-Three gespielt werden. Auch hier muss man wieder Reihen von drei oder mehr bilden, tauscht aber nicht zwei Steine aus, sondern markiert mit einem Cursor vier Steine und kann diese dann im Uhrzeigersinn die Position wechseln lassen. In diesen Spielen geht es dann auf Zeit darum, eine bestimmte Anzahl von Steinen in bestimmter Farbe abzuräumen. Hoher Suchtfaktor und witzige InszenierungWer Knobelspiele und Strategie mag, der kommt bei TTE auf seine Kosten. So simpel die Kämpfe auf den ersten Blick erscheinen mögen, so fordernd sind sie. Simples Steinetauschen führt nicht immer zum größten Erfolg - schafft man es, in einer Kombo die entscheidende Linie erst im zweiten oder dritten Schritt der Kombo zu bilden, bekommt man mehr Punkte. Und selbst wenn die Aktionsleiste aufgeladen und ein Angriff möglich ist, muss noch überlegt werden. Bietet das Spielfeld vielleicht dem Gegner gerade die Möglichkeit, eine dicke Kombo zu starten? Dann verschiebt man den Angriff lieber und räumt ihm diese Chance ab.Erklärt wird einem das alles von einem ausführlichen Tutorial, das auch Einsteigern alle Fragen beantwortet. Gespielt wird entweder in einem freien Szenario, in dem man sich Volk, Anzahl Gegner und Spielziel aussucht, oder man spielt einen der Feldzüge. Bei Letzteren werden kleine Geschichten in Textboxen erzählt und man muss bestimmte Ziele erreichen. Beispielsweise soll ein bestimmter General den General des Gegners ausschalten. Diese Geschichtchen sind teilweise ganz witzig, auch sonst setzt das Spiel auf Humor, was die Mimik und die Namen der Generäle oder auch Geräusche und Grafik angeht. Taktikbremse und SteuerungsschwächenSo weit, so gut, leider gibt es aber auch ein paar Mängel. So wird ein Teil der Taktik im Kampf leider dadurch zunichtegemacht, dass man nicht selbst bestimmen kann, welche Einheit man angreift. So würde man vielleicht gern den gegnerischen Priester zuerst abmurksen, damit der die eigenen Einheiten nicht mehr heilen kann, aber das Spiel bestimmt selbst, auf wen die Einheiten draufknüppeln.Auch der Multiplayer ist enttäuschend, denn hier fehlt der strategische Teil auf der Karte komplett. Man kann nur Kämpfe austragen und vorher bestimmen, wie viel Geld jeder Spieler bekommt, um sich eine Armee zusammenzukaufen. Schade. Zu guter Letzt lässt auch die Steuerung ein paar Wünsche offen. Es fehlt hier und da an der Ergonomie und so sind ein paar Klicks überflüssig. Warum muss ich bei Nachrichtenfenstern immer erst auf das X klicken und kann die nicht einfach so auf Klick oder auch Tastendruck schließen? Wieso muss ich eine Stadt nach dem Upgrade erst wieder auswählen, ehe ich weitere Gebäude kaufen kann? Nichts Gravierendes, doch auf die Dauer störend - wie übrigens auch die etwas zu oft auftauchenden Zufallsereignisse. |
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