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Test: Frozen Synapse

Geheimtipp für Taktikfans
 Frozen Synapse
Gehört ihr auch zu denen, die sich wehmütig an Jagged AllianceWeitere Infos oder die UFO-Serie erinnern? Oder die sich stundenlang beim ersten Rainbow SixWeitere Infos mit den taktischen Plänen beschäftigen konnten? Dann ist der bei Steam erschienene Indie-Titel Frozen Synapse genau das richtige für euch.

Wenig drumherum

Worum geht’s? In vier Spielmodi treten zwei Spieler mit jeweils wenigen Soldaten auf einem Spielfeld gegeneinander an. Dabei plant man jeweils fünf Sekunden im voraus, bestimmt, wohin sich die eigenen Soldaten bewegen, wohin sie schauen und auf wen sie schießen sollen. Anschließend wird dies mit dem Zug des Gegners synchronisiert und man bekommt das Ergebnis präsentiert. Daraufhin plant man dann die nächsten 5 Sekunden, bis die Partie entschieden ist. Das Tutorial Video verdeutlicht das Prinzip sehr gut.
Eine Story gibt es dabei nur in der Kampagne, ansonsten kämpft man um des Kämpfens willen in den Modi Extermination, Hostage, Secure, Disputed und Charge. Bei Extermination gewinnt, wer zuerst alle Einheiten des Gegners ausschaltet, bei Hostage muss ein Spieler Geiseln beschützen, die der andere zu decken versucht. Disputed ist eine Art Capture the Flag, bei dem man Boxen einsammeln und damit zur Levelgrenze rennen muss. Bei Disputed und Charge verteidigt man Gebiete bzw. eine Linie auf der Karte bzw versucht die Verteidigung des Gegners zu durchbrechen.
Jeden der Spielmodi kann man entweder Light (man sieht gegnerische Einheiten jederzeit) oder Dark (man sieht die Gegner nur, wenn sie im Sichtbereich der eigenen Einheiten sind) spielen, wobei letzteres deutlich mehr Spaß macht.
An Einheiten stehen Soldaten mit MG (hohe Reichweite, mittlere Treffgenauigkeit), Schrotflinte (niedrige Reichweite, hohe Treffgenauigkeit), Sniper-Gewehr (hohe Reichweite, sehr hohe Treffergenauigkeit, niedrige Schussfrequenz) sowie Raketenwerfer oder Granaten zur Verfügung. Letztere verursachen Explosionen, die Wände einreißen und alle umstehenden Einheiten ausschalten.
Die Planung geht leicht von der Hand, aus der Vogelperspektive steuert man seine Einheiten, indem man Wegpunkte setzt. An jedem Wegpunkt kann man die Blickrichtung ändern, die Einheiten sich ducken lassen, gezielt Gegner fokussieren/ignorieren und bestimmen, ob die Einheit auf ihrem Weg stehen bleiben soll, sobald sie einen Gegner sieht, oder ihren Weg fortsetzt – was auf offenem Gelände meist die bessere Wahl ist. Der Clou: Man kann auch „planen“ was die gegnerischen Einheiten wohl machen werden und dann ausprobieren, wie der Spielzug ausgeht, ehe man ihn abschickt. Ob der Gegner freilich wirklich so vorgeht, wie man selbst vorhergesehen hat, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Im Multiplayer einfach genial

Und genau davon lebt das Spiel im Multiplayer-Modus. Was macht der Gegner wohl als Nächstes? Was denkt er, was ich mache? Wie trickse ich ihn aus? Wenn der Gegner offline geht, während man selber überlegt, macht das auch nichts, man spielt meist sowieso mehrere Partien parallel und springt einfach immer zu der, wo der neue Zug eines Gegners auf einen wartet. Das klappt dank der zentralen Server auch wunderbar. Auch das Matchmaking klappt sehr gut, dazu gibt es Rang- und Freundeslisten. Wer will, kann ein Match bei Youtube, Facebook oder Twitter veröffentlichen. Wer erstmal üben will, kann sich im Skirmish-Modus mit der KI messen.

Zufalls-Kampagne und andere Macken

Nicht ganz so überzeugend ist die Einzelspielerkampagne. Recht schnöde mit Textboxen präsentiert, ist die Story vom Aufstand gegen einen Megakonzern nichts Neues. Der Einstieg ist mit einer sehr schwer geratenen Mission auch alles andere als einladend, da haben die Entwickler bei der Lernkurve etwas geschlampt. Vor allem aber krankt die Kampagne darunter, dass man Missionen zwar wiederholen kann, Kartenlayout und Ausgangspositionen der eigenen Einheiten aber jedesmal zufällig neu bestimmt werden. So kann eine Mission im ersten Versuch bockschwer sein, weil man schon beim Start quasi in die Mündung des Gegners schaut und beim Restart ist sie dann ein Kinderspiel. Dabei sind die Missionen durchaus abwechslungsreich und decken im Grunde dieselben Spielmodi ab, wie es sie im Multiplayer gibt.
Generell macht einem die leicht verzerrte Perspektive gern mal einen Strich durch die Rechnung. Während man bei der Planung noch meinte, man sei in sicherer Deckung hinter der Wand, gibt es dann aber doch einen Winkel, wo man noch erwischt wird, was aus der Perspektive dann manchmal so aussieht, als sei der Schuss durch die Wand gegangen. Gerade die KI nutzt solche Fehler gnadenlos aus.
Schade auch, dass die Antwortzeiten der Server nicht die besten sind. Besonders zur Hauptspielzeit dauert es schon mal, bis der eigene Zug hoch- und der des Gegners heruntergeladen ist. Und auch die Menüoberfläche lässt hier und da etwas zu wünschen übrig. Hier bessern die Entwickler hoffentlich noch nach.
Sehr positiv fällt der Soundtrack auf, die Grafik ist hingegen rein zweckmäßig und erinnert ein bisschen an DEFCONWeitere Infos.
Screen 1
Erst wird geplant...
Screen 2
...dann geht es zur Sache
Screen 3
Nur einer wird diese Begegnung überleben
Screen 4
Sehr schlicht: Die Präsentation der Kampagne

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