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Test: Darkspore
Jede Menge Helden, aber der Rest lässt einiges zu wünschen übrig...
Krieger, Magier, Waldläufer? Pah - mit drei oder vier wählbaren Spielcharakteren gibt sich Darkspore nicht zufrieden und lässt uns stattdessen in Gestalt von gleich 100 verschiedenen Helden durch actionreiche Levels schnetzeln, deren Szenario sich außerdem theoretisch recht angenehm vom üblichen Fantasy-Einerlei vieler Alternativtitel abheben. Warum das Spiel trotzdem an einigen Stellen hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, soll hier ein wenig beleuchtet werden.Atmosphäre-SchwächenVor den Spaß haben die Spielegötter die Geduld gesetzt, vor allem für Besitzer lahmer Internetleitungen (wie mich...). Denn ohne Download großer Update-Datenmengen kein Zocken. Darüber hinaus wird auch danach, und eben selbst für Singleplayer-Ausflüge, eine permanente Verbindung zum Server vorausgesetzt - bricht diese ab, droht ein Neustart der aktuellen Mission. Potenziell ärgerlich, während meiner Testphase lief das Ganze aber glücklicherweise stabil.Jetzt aber zurück zum eigentlichen Spiel. Hintergrund von Darkspore ist ein futuristisches Szenario voller fremder Planeten und feindlicher Kreaturen, die vom „Krogenitor“ (Spieler) mithilfe seiner vielen möglichen Pappenheimer ausgelöscht werden müssen. Viel mehr Story-Tiefe gibt es nicht und auch die Inszenierung der dünnen Geschichte gewinnt keinen Blumentopf. Action-RPGs dieser Art sind ja allgemein nicht für ihre erzählerischen Qualitäten berühmt, ein bisschen mehr wäre in diesem Bereich trotzdem drin gewesen. Ohne etwa Nebenfiguren und deren Aufträge will hier keine ordentliche Atmosphäre aufkommen, zumal die zwar grafisch gelungenen, aber weitgehend linearen Umgebungen nicht gerade zu Erkundungstouren einladen. Die Qual der WahlDer Clou des Spiels sind dann halt eher die mit wachsender Erfahrung freischaltbaren Mutanten aus fünf Unterkategorien, die ein bisschen mit den Typen von Pokemon zu vergleichen sind. Vor dem Start jedes Abschnitts kann der Spieler sehen, auf welche Gegnerarten er sich einstellen muss und wird vor möglichen Schwachstellen gewarnt, um das Team gegebenenfalls anders zu gestalten.Team? Genau, die Helden sind nämlich stets zu dritt unterwegs (wobei allerdings immer nur einer gleichzeitig kämpft und zu sehen ist) und man kann bei Bedarf jederzeit ruckzuck zu einem der anderen beiden wechseln, um z.B. deren Spezialfähigkeiten auf die Widersacher loszulassen. So werden, als Ergänzung zur Mausklick-Standardattacke, über die Schnelltasten unter anderem Leben-regenerierende Bäume gepflanzt, der Held teleportiert sich zwischen nichtsahnende Feinde oder man feuert besonders durchschlagende Geschosse ab. Die Eigenheiten der Charaktere und ihrer fantasievoll gestalteten Kontrahenten sorgen durchaus eine Weile für nette Unterhaltung, auch wenn das Geschehen teils ziemlich in Hektik ohne große taktische Ansprüche ausartet. Vor allem in den Endgefechten der jeweils ungefähr eine Viertelstunde dauernden Abschnitte bekommt man es mit ganzen Horden von kleinen Übelwichten samt kräftigerer Unterstützung zu tun. Von der reinen Auslöschung der feindlichen Armeen abgesehen, werden leider nur simple Aufgaben wie das Suchen von Kristallen oder Missionen unter Zeitdruck angeboten. Etwas störend kann sich die starre Kameraperspektive ohne Dreh- und Kipp-Funktion zeigen, manchmal verschwinden die Helden hinter Levelinventar. Schicke AusrüstungNeben Lebenskraft und Energie für Spezialfähigkeiten dürfen nach gewonnenen Auseinandersetzungen natürlich auch Beutestücke und EP nicht fehlen. In diesem Bereich geht Darkspore ebenfalls einen eigenen Weg – statt die Helden selbst aufleveln zu lassen, steigt lediglich der Level des Krogenitors (wodurch wie gesagt neue Figuren verwendbar werden) und das Verstärken der Truppe funktioniert rein über deren Ausrüstung. Hat man genug DNA eingesackt, können die Kreaturen mit allerlei Werte-steigernden Objekten ausgestattet werden. Interessanterweise lassen sich diese an den unterschiedlichsten Stellen der Helden platzieren – so kann sich der gleiche Gegenstand etwa wahlweise zum Helm, Knieschoner oder Brustpanzer wandeln, je nachdem über welche Körperteile man ihn mit dem Cursor wandern lässt. Auch Größe oder Neigungswinkel der Einzelteile dürfen eingestellt werden. Dazu kommen mögliche Einfärbungen und andere Details, dieser Editor kann sich also durchaus sehen lassen.Nach jedem Areal erhält man einen besonderen Gegenstand, den risikofreudige Gesellen aber aufs Spiel setzen können – wer mehrere Umgebungen hintereinander abschließt, also ohne Wechsel der Figuren und Zwischenstopp im heimischen Raumschiff, erspielt sich im Fall des Erfolgs wertvollere Belohnungen. Wer möchte, geht mit bis zu drei menschlichen Kumpanen auf spaßige Schatzsuche (wobei aber Features wie eine Möglichkeit zum Gegenstandhandel vermisst werden), der PvP-Mode ist dagegen reichlich öde. |
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