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Test: Bastion

Hinter dieser bunten Fassade steckt weit mehr Story als man bei flüchtiger Betrachtung vermutet.
 Bastion
Kann ein Spiel gleichzeitig kunterbunt und traurig sein? Ja, das geht. Bastion ist eines der seltenen Exemplare und bietet, trotz humorvoller Ansätze und seines fast schon niedlichen Looks, zumindest recht nachdenklich stimmende Themen. Aber erst mal der Reihe nach...

Nie um einen Kommentar verlegen

Bastion ist im Kern ein Actiongame mit RPG-Elementen vor dem Hintergrund einer zerstörten Welt, deren Pfade in weiten Teilen erst aus dem schwarzen Nichts auftauchen, sobald sich der Held - schlicht genannt „the Kid“ - diesen Gefilden nähert. Infolge einer mysteriösen Katastrophe sind die Umgebungen weitgehend menschenleer, nur Asche-Skulpturen der Bewohner blieben als stumme Zeugen zurück und Monster kämpfen um die Vorherrschaft.
Alles andere als stumm ist hingegen der omnipräsente Erzähler: Die tiefe Reibeisenstimme eines alten Mannes begleitet das Geschehen und bleibt nahezu die einzige Sprechrolle. Während dem Jüngling nichts außer Lauten der Anstrengung über die Lippen kommt, hat der Alte in sämtlichen Lebenslagen passende Kommentare parat, sei es zum Gemütszustand des Helden, eventuellen Missgeschicken desselben, Besonderheiten und (oft tödlichen) Sehenswürdigkeiten der Regionen oder auch den Hintergründen des Unglücks.
Neckende Sprüche sind genauso darunter wie melancholische Aussagen – spätestens, wenn er traurig eine kleine Melodie summt oder von trostlosen Momenten der Vergangenheit berichtet, erzeugt das schon ein wenig Gänsehaut. Auch sonst schafft diese Erzählweise eine ganz eigene Atmosphäre, welche eine klare Stärke von Bastion darstellt. Neben dem Erzähler kann sich auch die Hintergrundmusik hören lassen, die mit dem Klang von Saiteninstrumenten oder sogar gesungenen Passagen sehr stimmungsvoll geraten ist.
Zu bedenken gilt es allerdings, das die tolle Sprachausgabe nur als englisches Original den Weg ins Spiel gefunden hat. Zwar wurde das Ganze mit gelungenen deutschen Untertiteln versehen, im Eifer des Gefechts dürfte es aber ohne ausreichende Sprachkenntnisse etwas schwer fallen, allen Kommentaren zu folgen.

Waffen für jeden Geschmack

Der Held lässt sich mit gleich drei gut funktionierenden Steuerungsvarianten durch die postapokalyptische, isometrische Landschaft bewegen: Per Tastatur/Maus-Kombination, hauptsächlich mausbasiert oder mit dem bewährten Xbox-Controller. Eine entscheidende Rolle spielen die drei Slots für Nah- und Fernkampfwaffen sowie Spezialfähigkeiten, auf die man an bestimmten Punkten nach Lust und Laune Items des stetig wachsenden Arsenals verteilt. Experimentierfreudige Kämpfer können sich so ihre Lieblingskombination aus Dingen wie Kriegshammer, Speer, futuristischem Bogen, Duellpistolen, Mörser und später sogar einer Art Flammenwerfer zusammenstellen, ergänzt durch Extras wie Tretminen, eine ablenkende Vogelscheuche oder zahme Monster. In Trainingslevels kann man auf freiwilliger Basis die durchaus unterschiedliche Handhabung der Gerätschaften perfektionieren und Zusatzfunktionen freispielen.
Die Gefechte werden schon durch diese abwechslungsreichen Hilfsmittel sehr dynamisch, dazu kommen außerdem eine Block-Funktion (samt Konter bei richtigem Timing), die Ausweichrolle sowie aufgesammelte Heil- und Fähigkeitstränke.
Für actionreiche Unterhaltung im Kampf gegen wilde Viecher, Giftschwaden absondernde Pflanzenwesen und wütende Ureinwohner ist also gesorgt, nur Forschernaturen kommen in den zwar ausgesprochen liebevoll gestalteten, aber linearen Gefilden nicht wirklich auf ihre Kosten. Auch Rätsel sucht man vergebens – nur einige Schalter werden betätigt, um Durchgänge in der Nähe zu öffnen oder Stücke des Bodens in Bewegung zu setzen.

Upgrades in Hülle und Fülle

Dreh- und Angelpunkt von Kids neuem Leben ist die namensgebende Bastion, von der aus er in die verschiedenen Levels aufbricht, um Energiekerne zu finden. Diese werden dann zum Ausbau der Zuflucht verwendet, wo mit der Zeit diverse nützliche Gebäude entstehen. Die Destille liefert so beispielsweise Gesöffe für dauerhafte passive Verbesserungen wie Wiederbelebung nach tödlichen Hieben oder verbesserte Chancen auf kritische Treffer. Pro erreichtem Erfahrungslevel darf ein zusätzlicher Trank aktiv sein, wie die Waffen lassen sich diese außerdem bei Bedarf austauschen. In der Schmiede warten Upgrades der Mordinstrumente, für die der Protagonist gefundene Materialien und gesammelte Energie benötigt. Jede Upgradestufe besitzt zwei mögliche Schwerpunkte, auch hier muss man sich netterweise nicht für den Rest des Abenteuers festlegen. Wer den Einsatz der Waffen meistert oder andere Heldentaten vollbringt, darf sich in der Gedenkstätte Belohnungen abholen.
Durch all die Upgrades sinkt später der Schwierigkeitsgrad spürbar, besonders wenn man mit den erspielten Fortschritten ins „New Game Plus“ startet – wer das ausgleichen will und die Herausforderung sucht, aktiviert am Schrein die Kräfte verschiedener Götter, die auf unterschiedliche Weise zu Ungunsten des Helden wirken.
Screen 1
Ein paar hübsche Bilder illustrieren die Story
Screen 2
Eine schon gut ausgebaute Bastion
Screen 3
Falls der Junge abstürzt, verliert er nur ein wenig Lebenskraft
Screen 4
Über zu wenig Trank-Nachschub kann man sich kaum beschweren
Screen 5
Der Trainingsbereich für Kids Hammer
Screen 6
Leider kann ich zum Bild nicht auch noch die dazugehörige Musik liefern
Screen 7
Ab und zu müssen größere Feinde erledigt werden
Screen 8
Alle Schusswaffen liefern etwas unterschiedliche Ergebnisse, hier ein Exemplar mit weiter Streuung

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Bastion

Packshot
Hack&Slay
von Warner Bros. Interactive Entertainment
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCAugust 2011 (Steam)
360Juli 2011 (XBLA)
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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