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Test: RAGE
id Software schickt den Spieler jetzt endlich in die Wüste. Wurde aber auch Zeit!
Wenn die Shooterexperten von id Software ein neues Spiel veröffentlichen, darf man als Actionfan zurecht gespannt sein. Besonders wenn mit Rage gleich eine ganz neue Marke etabliert werden soll. Immerhin sind die Texaner für Urgesteine wie Doom und Quake verantwortlich. Aber welchem gestandenen Gamer braucht man das noch zu erzählen? Bemerkenswert ist in jedem Fall, dass id sich nicht mehr nur auf Ballern als alleinigen Spielinhalt verlassen will, sondern mit Rage auch Abstecher ins Rennspielgenre wagt und hier und da sogar etwas von einem Rollenspiel durchschimmert.Mad Max mag Mutanten metzelnIn Rage spielt man einen namenlosen Helden der kurz vor dem verheerenden Einschlag des Asteroiden Apophis (den gibt’s übrigens wirklich) zusammen mit einigen anderen Auserwählten in Kälteschlaf versetzt und in einer hermetisch abgeschotteten Kapsel tief in der Erde verbuddelt wird. Rund 100 Jahre später, wenn sich die Erde wieder erholt hat, sollen diese Menschen dann eine neue Zivilisation aufbauen. Aber wie das halt so ist; es kommt immer anders als gedacht.Der Spieler erwacht in der Kapsel und stellt fest, dass er der einzige Überlebende ist, da die anderen Kälteschläfer aufgrund einer Fehlfunktion schon lange das Zeitliche gesegnet haben. Durch die Luftschleuse tritt man in gleißendes Sonnenlicht hinaus in eine Landschaft, die einem Mad Max-Streifen entliehen sein könnte. Kurz nach dem Verlassen der Kapsel macht man schon Bekanntschaft mit Dan Hagar, der uns vor ein paar Banditen rettet. Auf dem Weg zu seiner Behausung erklärt Hagar uns erstmal die Situation: Einige Menschen haben wider Erwarten den Einschlag überlebt und sich in losen Kommunen organisiert. Andere machen die Gegend als marodierende Banditen unsicher, während über allem eine ominöse Regierung wacht, welche Jagd auf die Archenbewohner (sprich die Kälteschläfer) macht. Außerdem lauern überall fiese Mutanten, die nur noch teilweise an menschliche Wesen erinnern, in den verfallenen Ruinen. Ich fahr dann mal los ...Kaum in der ersten Menschensiedlung angekommen, merkt man, dass Rage etwas anders ist als der typische id-Shooter. Die Welt ist relativ offen und man hat wie in einem MMO die Möglichkeit, die Siedlung in Ruhe zu erforschen. Da tummeln sich die verschiedensten Charaktere: Manche sind quasi nur Deko, andere bieten Waren zum Verkauf an oder die Möglichkeit eines der diversen Minispielchen zu zocken, um mit dem Gewinn seinen stets klammen Geldbeutel zu füllen. Da gibt es ein Magic-ähnliches Kartenspiel, diverse Brettspiele, Reaktionsspiele und sogar die Möglichkeit auf eigens abgesteckten Strecken Rennen zu fahren, sofern man denn eine taugliche Karre hat.Letzterer kommt bei Rage sowieso eine besondere Rolle zu, da man die Wege zwischen den einzelnen Schauplätzen des Spiels nur schwerlich zu Fuß bewältigen kann. Außerdem lauern ja auch überall Banditen, die einen mit ihren Buggys gern mal überfallen. Zum Glück winkt als Belohnung für einen der ersten Aufträge schon ein schnieker Buggy, den man im Laufe des Spiels mit zahlreichen Waffen und Extras aufrüsten kann. Da sich die Vehikel auch durch die Bank weg recht gutmütig steuern, klemmt man sich gern mal hinters Lenkrad, statt zu laufen. Aber für all das braucht's natürlich auch Kohle und die verdient man sich mit Aufträgen, die die diversen NPCs erledigt haben wollen. Manche sind optional und nur zum Geld scheffeln da, andere bringen die Story voran und belohnen den Spieler nicht nur mit Geld, sondern auch mit neuen Waffen und Gegenständen, welche einem das Überleben deutlich erleichtern. Die Aufträge führen meistens in abgeschiedene Gebiete oder bestehen aus schlichten Botenaufträgen (Bring dies dahin, fahre dort hin und leg alle Banditen um usw.). Da kommt man doch glatt in Rage!In den Missionen, in denen es bleihaltig zugeht, steht uns ein überschaubares, aber auch vielfältig einsetzbares Waffenarsenal zur Verfügung. Anfangs noch mit einer simplen Pistole bewaffnet, erweitert sich die Auswahl auf Sturmgewehr, MG, Scharfschützenwumme, Schrotflinte und Co. Bei vielen der Waffen stehen einem sogar unterschiedliche Munitionstypen zur Auswahl. Wenn z.B. die normale Pistolenmunition mal nicht reicht, um den Megamutanten aus den Latschen zu pusten, legt man einfach die „Fat Boys“ ein, die deutlich mehr Wumms auf der Pfanne haben als die Standardmunition. Später bekommt man auch eine Armbrust, mit der sich u.a. Hypnosebolzen verschießen lassen, mit denen man getroffene Gegner eine Zeit lang fernsteuern und anschließend explodieren lassen kann. Abgerundet wird das Arsenal durch handelsübliche Handgranaten und die sog. Wingsticks – bumerangähnlichen Klingenwurfgeschossen. |
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