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Test: WRC 2 - World Rally Championship
Im zweiten Versuch eine gute Rallye-Simulation?
Nach dem sehr durchwachsenen Vorgänger hat wohl nicht einmal der härteste Rallye-Fan auch nur die geringste Hoffnung, das WRC 2 FIA World Rally Championship ein Toptitel wird. Kann Entwickler Milestone wenigstens mit kleinen Verbesserungen ein runderes Gesamtpaket an den Start bringen?Karriere mit SuchtpotentialAmbitioniert sind sie ja bei Milestone, das muss man ihnen lassen. Die Italiener haben nette Ideen, die dem Rennspielgenre guttun. Da wäre zum Beispiel die Karriere, die in ähnlicher Form schon in den SBK -Titeln der Entwickler zu sehen war und auch im Vorgänger ganz passabel funktionierte. Nicht nur, dass man als Underdog mit einem kleinen Rallye-Wagen seine Karriere beginnt, man stellt auch Ingenieure und eine Reihe weiterer Angestellter ein, um sein Team nach oben in die WRC zu bringen. So lässt man bessere Anbauteile entwickeln und freut sich über lukrativere Sponsorenverträge. Die eingefahrenen Gelder werden umgehend in stärkere Boliden und bessere Mitarbeiter investiert. Damit das Ganze auch so richtig motiviert, gibt’s noch ein Belohnungssystem obendrauf. Neue Wagen, Mechaniker, Lackierungen, selbst Farben werden erst mit einem entsprechenden Ruflevel freigeschaltet. Wer sich darauf erstmal mit der nötigen Ausdauer einlässt, kommt so schnell nicht wieder vom Spiel los.Doch Suchtfaktor hin, Suchtfaktor her, immer wieder wird man über die unnötigen Unzulänglichkeiten fluchen. Die Menüführung ist unkomfortabel, unlogisch und nicht mit der Maus steuerbar. Die Sponsoren bieten alle das gleiche Geld bei sich kaum unterscheidenden Zielvorgaben. Pleitegehen kann man nicht, da man selbst ohne Sponsoren Geld einfährt. Die Mechaniker unterscheiden sich zu wenig voneinander und die zu erforschenden Bauteile sind bei allen Klassen gleich. Idee top, Umsetzung leider immer noch schwach. Volle KonzentrationNun ist WRC 2 keine Wirtschaftssimulation, sondern die aktuell einzige Rallye-Simulation mit offizieller WRC-Lizenz. Dementsprechend steht auch das Beherrschen der Rallye-Fahrzeuge auf verschiedenen Untergründen in immer neuen Grenzsituationen im Mittelpunkt. Und genau hier schwächelt das Spiel leider immer noch am meisten. Die Fahrphysik wurde immerhin etwas verbessert, man hat das Gefühl die Wagen jetzt besser zu beherrschen, um im nächsten Augenblick gleich wieder nach einem nicht nachvollziehbaren Dreher vom Kurs zu fliegen. Mit einem Lenkrad oder Gamepad kann man diese Abflüge bei reichlich Training minimieren. Mit Tastatur ist das Spiel nach wie vor nur mit Zuschalten aller Fahrhilfen spielbar. Dazu gehören u.a. automatisches Bremsen, Traktionskontrolle bis hin zur Replay-Funktion a la DIRT 3 . Wer will, kann sich zudem in der Fahrschule versuchen. Leider bekommt man hier nicht viel erklärt, sondern muss einfach nur Bestzeiten unterbieten.Vorbildlich sind die enormen Einstellmöglichkeiten für das Wagensetup. Die Einstellungen, leider immer noch nur per Schieberegler möglich, sind zudem direkt auf den Strecken spürbar. Letztere sind zum Teil aus dem Vorgänger recycelt. Die neuen Kurse, inkl. der bei Zuschauern beliebten Super Special Stages bieten dafür aber endlich echtes Rallye-Feeling mit vielen Spitzkehren oder Sprüngen und sind oft über 5 Minuten lang. Immerhin. Ansonsten gibt es das Übliche: Einzelrennen, Einzel-Rallyes, Zeitrennen oder gar einen Hot-Seat-Modus für vier Spieler. Online dürfen sich maximal 16 Spieler in den üblichen Modi Einzeletappe, Einzelrallye oder in einer Minimeisterschaft messen. Auch Super-Spezialrennen für zwei auf den Super Special Stages sind online möglich. Schön sein kann jederOptisch war der Vorgänger schon nicht der Brüller und das bleibt auch bei dieser Ausgabe mit seinen immer noch arg kantigen Rallye-Fahrzeugen so. Hier und da merkt man besonders den Landschaften an, das die Entwickler Hand angelegt haben, von der Referenz-Grafik eines DIRT 3 ist man allerdings nach wie vor meilenweit entfernt. Auch in Sachen Motorensound ist noch Luft nach oben. Je nach Auto dröhnt, brummt oder surrt es, aber die Samples wiederholen sich zu oft.Dabei ist im Kern eigentlich jedes Detail für ein Rallye-Fest ausgelegt. Cockpitperspektive, sogar mit funktionierendem Scheibenwischer, das HUD lässt sich komplett ausblenden, Wiederholungen mit zig Kameras, ein gutes Schadensmodell mit Auswirkungen auf das Fahrverhalten, Reparaturen zwischen den Prüfungen mit Zeitlimit, Einstellmöglichkeiten für die Ansagen der Co-Piloten, tolle Fahrzeugliste mit Klassikern und und und. Doch an der Umsetzung hapert es immer noch. |
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Rally-Simulation
von Milestone, Black Bean
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
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| PC | Oktober 2011 | |
| PS3 | Oktober 2011 | |
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