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Test: Nuclear Dawn

Zu Befehl, Kommander, wir folgen!
 Nuclear Dawn
Um auch nur den Ansatz einer Story in Nuclear Dawn zu finden, muss man in der dünnen Anleitung nachschauen. Ein einzelner Absatz erzählt vom Krieg zweier Fraktionen, dem Konsortium und dem Imperium, welche in einer nicht näher definierten Zukunft in einer durch Nanostürme (was auch immer das sein soll) verwüsteten Welt um die letzten Ressourcen kämpfen.
Eine Solokampagne sucht man im Hauptmenü vergeblich und ein Tutorial genannter Punkt führt nicht etwa zu einem Trainingsmodus mit Bots, sondern nur zu vier Videos, die einem recht kurz angebunden das Spiel erklären. So ist man gezwungen, direkt in den Multiplayer einzusteigen und da gilt: Friss oder stirb! In den ersten paar Stunden ist natürlich erstmal eher „stirb“ als „friss“ angesagt, aber man fuchst sich rein und dann fängt Nuclear Dawn auch an, richtig Spaß zu machen.

Befiehl, wir folgen (vielleicht)

Das Spiel kann dabei auf zweierlei Art gespielt werden. Ein Spieler der jeweiligen Mannschaft übernimmt dabei den Part des Kommanders, welcher das Spiel aus der bekannten RTS-Vogelperspektive steuert (dazu später mehr). Alle anderen stürzen sich derweil in Egoshootermanier direkt ins Geschehen. Es stehen dabei vier Klassen zur Auswahl, die alle ihre Vor- und Nachteile sowie spezifische Spezialfähigkeiten haben. Da gibt es den klassischen Allround-Frontsoldaten „Assault“, den schwer gepanzerten, aber auch langsamen Exo mit seinen starken Waffen, den Aufklärer welcher sich unsichtbar machen kann aber nur leicht gepanzert ist und mit der Thermalsicht des Assaults gesehen werden kann und zu guter Letzt noch den Supporter, der z.B. Gebäude reparieren und zerstören oder Medipacks an angeschlagene Mitspieler verteilen kann.
Jede Klasse kann sich zudem individuell spezialisieren. Der „Assault“ kann z.B. wählen ob er lieber mit einem Sturmgewehr, einem Sniper oder einem Granatwerfer losziehen will. Im Laufe des Spiels sammelt man durch erfolgreiche Aktionen Erfahrungspunkte, mit denen man im Rang aufsteigt und so nach und nach immer bessere Upgrades für seine Waffen, wie z.B. stärkere Munition oder größere Kapazität der Magazine freischalten kann.

Die goldene Mitte

Nuclear Dawn hat zwei Spielmodi: Kriegskunst und Team Deathmatch. Letzterer erklärt sich von selbst und im Prinzip kann man den gleich wieder vergessen, weil der auf den wenigen verfügbaren Servern eh nie gespielt wird. Bei Kriegskunst indes geht es darum, die quer über die insgesamt sechs Maps verteilten Ressourcenpunkte zu erobern und nach Möglichkeit zu halten. Sämtliche Umgebungen sind entweder verwinkelt angelegte Stadtgebiete oder Fabrikanlagen und bieten mal dem einen, mal dem anderen Team leichte Vorteile. Es gibt kleine, mittelgroße und in der Mitte der Karte den primären Ressourcenpunkt, der am meisten bringt, aber auch mindestens zwei Spieler benötigt, um eingenommen zu werden. Zum Einnehmen muss man lediglich eine Zeit lang in der Nähe bleiben, bis sich eine Anzeige entsprechend aufgefüllt hat. Klingt einfach, aber natürlich entbrennen besonders um die Mitte stets erbitterte Gefechte, denn wer sie in Besitz hat, hat meistens schon fast den Sieg in der Tasche, solange der Kommander nicht grade eine absolute Niete ist.

Kommander braucht den Überblick

Die Ressourcenpunkte bringen dem Spieler auf dem Feld nämlich erstmal wenig. Aber der Kommander, der gut geschützt in der Basis in seinem Bunker hockt, kann damit diverse Gebäude und vor allem Geschütztürme hochziehen, die von den meisten Soldaten kaum kaputt zu kriegen sind, aber im Gegenzug feindliche Kämpfer im Nu zerlegen. Da kann auch ein absoluter CS-Headshot-Roxxor nichts gegen ausrichten. Allerdings muss das alles auch mit Strom versorgt werden, weshalb ein großangelegtes Energienetz installiert werden muss. Da die Energieknoten immer in Sichtlinie zu der jeweils zu versorgenden Installationen stehen müssen (und die Entfernungen untereinander auch nicht zu groß sein dürfen), muss man sich als Kommander also quasi langsam vorarbeiten und geschickt taktieren. Irgendwann hat sich dann das eine oder andere Team bis zur gegnerischen Basis vorgearbeitet und die Belagerungsphase beginnt. Wenn dann erstmal die Geschütztürme und Spawnpunkte des Gegners direkt vor der eigenen Basis stehen, kann man im Grunde schon aufgeben.
Nuclear Dawn ist an Valves Distributionsplattform Steam gebunden und läuft mit der Source-Engine, welche ein durchaus solides Bild der zerstörten Metropolen und verfallenen Fabrikanlagen zeichnet. Trotz ordentlicher Weitsicht und ansehnlicher Charaktermodelle darf man jedoch kein zweites Battlefield 3Weitere Infos erwarten. Dafür hat das Spiel aber den Vorteil, das es auch auf schwächeren Rechnern wie geschmiert läuft. Der Plutonium Edition liegt noch ein kleines Artbook und eine Soundtrack-CD mit bei. Nett, mehr aber nicht.
Screen 1
Die Karten spielen in Fabrikanlagen oder Stadtgebieten.
Screen 2
Ein Ressourcenpunkt wartet auf Eroberung. Hoffentlich versteckt sich da keiner von den fiesen Aufklärern.
Screen 3
Auch wenn es so aussieht: es gibt in Nuclear Dawn keine fahrbaren Untersätze. Der Panzer ist nur Zierde.
Screen 4
Wenn die Gatling mal alle ist, geht der Exo zur Not auch mit der Großkaliberpistole vor.

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PCOktober 2011
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