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Test: Serious Sam 3
Macht der dritte Sam diesmal wirklich ernst?
Dass man auf die Helden des Funshootergenres lange warten muss, daran hat man sich spätestens seit dem Duke ja gewöhnt. Nun schickt Croteam ihren Testosteronbolzen Serious Sam, der sich seit dem 2007er Serious Sam II rar gemacht hat, auch wieder ins Rennen um die Krone. Hail to the King, Baby?FSJ, BSE, BFE?Wofür das BFE im Titel des dritten Teils steht, ist immer noch nicht so ganz geklärt. Ich tippe ja auf „Before First Encounter“, was auch gut passen würde, da SS3 kein richtiger dritter Teil ist, sondern ein Prequel zu Serious Sam: First Encounter von 2001.Die Geschichte beginnt damit, dass die Menschheit durch Zufall Artefakte einer längst vergangenen, aber superfortschrittlichen Zivilisation ausbuddelt. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind bahnbrechend, rufen aber auch fiese Außerirdische unter Führung von Oberbösewicht Mental (den man bisher noch nie zu Gesicht bekommen hat) auf den Plan, welche die Erde überfallen und innerhalb weniger Jahre alles in Schutt und Asche legen. Die letzte Hoffnung der Menschheit ist eines der ausgegrabenen Artefakte: das „Zeitschloss“, so eine Art antike Zeitmaschine. Damit hofft man in die Vergangenheit reisen zu können, um dort vielleicht eine Lösung zu finden, denn die alte Zivilisation musste sich auch schon mit Mentals Horden herumschlagen. Blöderweise weiß man nur nicht, wie man das Ding einschaltet. Zum Glück gibt es ja den findigen Dr. Stein. Der Gute scheint nämlich die Anleitung des Zeitschlosses auf alten Steintafeln im Museum von Kairo entdeckt zu haben. Leider ist der Kontakt zu ihm abgerissen und wir als Sam „Serious“ Stone werden mittels Heli nach Kairo gebracht, um den Wissenschaftler wieder aufzutreiben. SS3 ähnelt seinen Vorgängern, hat aber trotzdem einige Unterschiede aufzuweisen. Der augenscheinlichste ist dabei der Grafikstil, welcher sich wieder eher am ersten Teil orientiert. Während der Zweite ein albern-quietschbunter Shooter mit Spielzeugoptik war, den man ohne allzuviel schlechtes Gewissen einem 10-Jährigen in die Hand drucken könnte, ist der Dritte eher wieder „realistisch“ gehalten. Ja, an manchen Stellen macht sich sogar Gruselstimmung breit, wenn man z.B. im dunklen Museumskeller im Schein der Taschenlampe gegen fiese Riesenspinnen anballern muss. Das das Ganze trotzdem immer mit einem Augenzwinkern abläuft, liegt nicht zuletzt an Sams flotten Sprüchen, die er wie gewohnt bei jeder Gelegenheit vom Stapel lässt. Leider zitiert sich Sam dabei nur allzu gern selbst, denn die meisten Sprüche kennt man schon aus den anderen SS-Teilen. Mehr vom (ganz) AltenAuch in Sachen Gameplay gibt es ein paar Unterschiede, wobei das Grundkonzept natürlich das gleiche geblieben ist: Sam latsch durch die Level und triggert beim Überschreiten bestimmter Stellen Gegnerhorden. Erst kommt einer, dann zwei, dann ein Dutzend und dann 100 oder mehr auf Sam zugestürmt die ihn zerschnetzeln, sprengen oder erschießen wollen. So kommt schnell wieder das alte Sam-Feeling auf, wenn man rückwärts laufend mit durchgedrücktem Abzug der Gegnermassen Herr zu werden versucht, zumal man viele der abgedrehten Gegner auch schon kennt und weiß, wie man ihnen am besten begegnet. Und ja, die nervigen Kamikaze-Renner sind genauso wieder mit dabei wie syrianischen Werbullen und die knallroten Biomechanoiden. Während allerdings bei den Vorgängern beim Betreten einer „Arena“ immer irgendwelche Türen zu gingen und das Kampfgebiet eingegrenzt haben, gibt es diese Einschränkung in BFE nicht mehr. Man kann also vor anrückenden Gegnerhorden problemlos immer zurückweichen, notfalls bis zum Anfang des Levels. |
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