Du bist nicht eingeloggt. | LOGIN / REGISTRIEREN und OHNE PopUps DUKATEN SAMMELN
Test: Red Orchestra 2
Das Call of Duty für echte Männer
Es ist noch gar nicht lange her, da überflutete eine wahre Schwemme von WWII-Shootern den Markt. Dann kam bekanntlich Call of Duty mit seinem modernen Krieg und seitdem jagen wir vermehrt Terroristen rund um den Globus. Aber auch das bekommt langsam schon den Geschmack eines Kaugummis, der ein paar Tage unter einem stark benutzten Tennisschuh geklebt hat. Da ist man fast froh, wenn mal wieder ein WWII-Shooter kommt. Allerdings unterscheidet sich Red Orchestra 2 in vielerlei Hinsicht von seiner Krachbumm-Verwandtschaft, insbesondere durch seine Authentizität.Autoheal? Nicht bei uns!Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad (im Folgenden RO2) ist das Steckenpferd eines eher kleinen Entwicklerteams und setzt den Fokus auf den Multiplayer. So hat das Spiel zwar eine Solokampagne, diese besteht aber im Grunde nur aus den Multiplayermaps auf denen man gegen Bots antritt. Eine Story im eigentlichen Sinne gibt es nicht, da man keine festen Charaktere spielt und auch kein übergeordnetes Ziel vorhanden ist. Man schlüpft einfach in die Haut eines namenlosen Soldaten, und wenn man stirbt, springt man in den Nächsten aus der Truppe. Das geht so lange, bis alle Kämpfer der Einheit gefallen sind. Erst dann hat man die Wahl am letzten Checkpoint wieder einzusteigen oder die Mission komplett neu zu starten. Je nach Schwierigkeitsgrad kommt von Zeit zu Zeit aber auch Verstärkung, was einem wieder etwas Luft verschafft.Wem gehört Stalingrad?Das Spiel hat zwei Kampagnen, die den Kampf um Stalingrad thematisieren. Eine auf deutscher und eine auf russischer Seite. Wermutstropfen: Die russische Kampagne kann man erst nach der deutschen spielen und sie bietet im Grunde dieselben Missionen, nur eben mit dem Unterschied, dass man als Verteidiger anstatt Angreifer am anderen Ende der Map startet. Beide Kampagnen zusammen haben etwa eine Spielzeit von 6-8 Stunden. Die Missionen spielen sich dabei sehr ähnlich. Meist müssen mehrere Gebäude der Reihe nach eingenommen werden, nur um dann in der darauf folgenden Mission eben jene gegen einen Gegenangriff zu verteidigen.Es gibt im Spiel auch ein paar Missionen, in denen man einen Panzerkommandanten spielt. Allerdings ist die Bedienung der Stahlkolosse eher umständlich, aber eben auch authentisch. Auch die Waffen sind relativ realitätsnah dargestellt: Kugeln haben eine ballistische Flugbahn, die Nachladezeiten sind lang und das Verreißen beim Schießen macht Dauerfeuer zur reinsten Munitionsverschwendung. Medipacks und Autoheal gab es zu Großvaters Zeiten auch nicht. Hier ist jeder Volltreffer tödlich. Das man allerdings sogar nach einem Schlag mit dem Gewehrkolben tot umfällt, ist schon etwas lächerlich. Nur bei Streifschüssen kann man sich bis zu zweimal eine Bandage umwickeln, um das Verbluten zu verhindern. Eine richtig coole Idee hatten die Entwickler mit dem Moral-o-Meter. Immer wenn dem Soldaten die Kugeln nur so um die Ohren pfeifen, leert sich am unteren linken Bildrand ein Balken. Je leerer er wird, desto mehr Angst bekommt der Soldat, was sich in einer zunehmend verschwommener werdenden Sicht äußert. Geht die Spielfigur aus der Schusslinie, beruhigt sie sich nach kurzer Zeit aber wieder. Das Moral-o-Meter ist übrigens eine der wenigen Anzeigen im Hud. Alles was man sonst so gewohnt ist wie z.B. Fadenkreuz oder Lebensenergieanzeige fehlt komplett. Stattdessen muss man mit Kimme und Korn zielen, wenn man genaue Schüsse anbringen will und den Gesundheitszustand kann man halbwegs an den Kommentaren der Spielfigur („Ich blute ziemlich stark!“) erkennen. Der Realismus ist aber sowohl Segen als auch Fluch zugleich, denn in den weitläufigen Maps mit den vielen begehbaren Gebäuden gibt es tausende gute Scharfschützenpositionen. Daher wimmelt es gerade in den Multiplayermatches vor Snipern, was zwar wiederum die realen Verhältnisse damals widerspiegelt, aber auch eine hohe Frustresistenz voraussetzt. MultiplayerDer Multiplayer spielt sich im Grunde wie der Singleplayer, nur eben mit dem Unterschied, dass man mit bis zu 63 weiteren menschlichen Mitspielern auf der Map unterwegs ist. Außerdem kann man auf bestimmten Servern im Rang aufsteigen und so nach und nach für die einzelnen Klassen Waffenverbesserungen wie z.B. Doppelmagazine oder Bajonette freischalten. So umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten wie die CoD-Serie bietet RO2 aber nicht.Eine Schwäche von RO2 ist leider die Grafik. Zwar wird diese von der Unreal 3 Engine dargestellt, das Endergebnis ist aber höchstens als zweckmäßig zu bezeichnen. Das ist vielleicht einfach der Preis, den man zahlen muss, wenn man große offene Gebiete mit vielen begehbaren Gebäuden (und eben nicht nur Levelschläuche) machen will. Der Sound hingegen ist gut gelungen und wartet mit authentischen Waffensounds und recht motivierten und bekannten Sprechern auf. |
Ähnliche Tests
77%
71%

Jetzt als PDF runterladen
Red Orchestra 2

| will ich haben | habe ich angespielt | besitze ich | bin Profi (durchgespielt) |
| » Allgemeine Infos | » Kaufen |
| » News | » Artikel |
| » Screenshots | » Videos |
| » Cheats, Komplettlösungen und Trainer | |
| Partner: |
3DCenter DVD-Spiel-Film.de GamePilot Konsolendealz |
MMOG-Welt MMORPG Spiele McMedia IE-Shop PCGamesDatabase |
PlayMore.de PS3-Test Speedmaniacs SpieleRadar.de | trickz.de TweakPC Xchar Games News | |
|
Die Verantwortung für die Inhalte der gelinkten Seiten liegt bei den jeweiligen Seitenbetreibern und wird nicht von GameCaptain übernommen! Names, trademarks and copyrights are the property of the originating companies. copyright 1999-2011 Maiwald & Benne GbR, Jörg Benne |
| ||||













