GameCaptain.de wird seit April 2013 redaktionell nicht mehr betreut. Besuche unsere neue Seite Captain-Fantastic.de !

Test: Red Orchestra 2

Das Call of Duty für echte Männer
 Red Orchestra 2
Es ist noch gar nicht lange her, da überflutete eine wahre Schwemme von WWII-Shootern den Markt. Dann kam bekanntlich Call of DutyWeitere Infos mit seinem modernen Krieg und seitdem jagen wir vermehrt Terroristen rund um den Globus. Aber auch das bekommt langsam schon den Geschmack eines Kaugummis, der ein paar Tage unter einem stark benutzten Tennisschuh geklebt hat. Da ist man fast froh, wenn mal wieder ein WWII-Shooter kommt. Allerdings unterscheidet sich Red Orchestra 2 in vielerlei Hinsicht von seiner Krachbumm-Verwandtschaft, insbesondere durch seine Authentizität.

Autoheal? Nicht bei uns!

Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad (im Folgenden RO2) ist das Steckenpferd eines eher kleinen Entwicklerteams und setzt den Fokus auf den Multiplayer. So hat das Spiel zwar eine Solokampagne, diese besteht aber im Grunde nur aus den Multiplayermaps auf denen man gegen Bots antritt. Eine Story im eigentlichen Sinne gibt es nicht, da man keine festen Charaktere spielt und auch kein übergeordnetes Ziel vorhanden ist. Man schlüpft einfach in die Haut eines namenlosen Soldaten, und wenn man stirbt, springt man in den Nächsten aus der Truppe. Das geht so lange, bis alle Kämpfer der Einheit gefallen sind. Erst dann hat man die Wahl am letzten Checkpoint wieder einzusteigen oder die Mission komplett neu zu starten. Je nach Schwierigkeitsgrad kommt von Zeit zu Zeit aber auch Verstärkung, was einem wieder etwas Luft verschafft.

Wem gehört Stalingrad?

Das Spiel hat zwei Kampagnen, die den Kampf um Stalingrad thematisieren. Eine auf deutscher und eine auf russischer Seite. Wermutstropfen: Die russische Kampagne kann man erst nach der deutschen spielen und sie bietet im Grunde dieselben Missionen, nur eben mit dem Unterschied, dass man als Verteidiger anstatt Angreifer am anderen Ende der Map startet. Beide Kampagnen zusammen haben etwa eine Spielzeit von 6-8 Stunden. Die Missionen spielen sich dabei sehr ähnlich. Meist müssen mehrere Gebäude der Reihe nach eingenommen werden, nur um dann in der darauf folgenden Mission eben jene gegen einen Gegenangriff zu verteidigen.
Es gibt im Spiel auch ein paar Missionen, in denen man einen Panzerkommandanten spielt. Allerdings ist die Bedienung der Stahlkolosse eher umständlich, aber eben auch authentisch. Auch die Waffen sind relativ realitätsnah dargestellt: Kugeln haben eine ballistische Flugbahn, die Nachladezeiten sind lang und das Verreißen beim Schießen macht Dauerfeuer zur reinsten Munitionsverschwendung. Medipacks und Autoheal gab es zu Großvaters Zeiten auch nicht. Hier ist jeder Volltreffer tödlich. Das man allerdings sogar nach einem Schlag mit dem Gewehrkolben tot umfällt, ist schon etwas lächerlich. Nur bei Streifschüssen kann man sich bis zu zweimal eine Bandage umwickeln, um das Verbluten zu verhindern.
Eine richtig coole Idee hatten die Entwickler mit dem Moral-o-Meter. Immer wenn dem Soldaten die Kugeln nur so um die Ohren pfeifen, leert sich am unteren linken Bildrand ein Balken. Je leerer er wird, desto mehr Angst bekommt der Soldat, was sich in einer zunehmend verschwommener werdenden Sicht äußert. Geht die Spielfigur aus der Schusslinie, beruhigt sie sich nach kurzer Zeit aber wieder. Das Moral-o-Meter ist übrigens eine der wenigen Anzeigen im Hud. Alles was man sonst so gewohnt ist wie z.B. Fadenkreuz oder Lebensenergieanzeige fehlt komplett. Stattdessen muss man mit Kimme und Korn zielen, wenn man genaue Schüsse anbringen will und den Gesundheitszustand kann man halbwegs an den Kommentaren der Spielfigur („Ich blute ziemlich stark!“) erkennen. Der Realismus ist aber sowohl Segen als auch Fluch zugleich, denn in den weitläufigen Maps mit den vielen begehbaren Gebäuden gibt es tausende gute Scharfschützenpositionen. Daher wimmelt es gerade in den Multiplayermatches vor Snipern, was zwar wiederum die realen Verhältnisse damals widerspiegelt, aber auch eine hohe Frustresistenz voraussetzt.

Multiplayer

Der Multiplayer spielt sich im Grunde wie der Singleplayer, nur eben mit dem Unterschied, dass man mit bis zu 63 weiteren menschlichen Mitspielern auf der Map unterwegs ist. Außerdem kann man auf bestimmten Servern im Rang aufsteigen und so nach und nach für die einzelnen Klassen Waffenverbesserungen wie z.B. Doppelmagazine oder Bajonette freischalten. So umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten wie die CoD-Serie bietet RO2 aber nicht.
Eine Schwäche von RO2 ist leider die Grafik. Zwar wird diese von der Unreal 3 Engine dargestellt, das Endergebnis ist aber höchstens als zweckmäßig zu bezeichnen. Das ist vielleicht einfach der Preis, den man zahlen muss, wenn man große offene Gebiete mit vielen begehbaren Gebäuden (und eben nicht nur Levelschläuche) machen will. Der Sound hingegen ist gut gelungen und wartet mit authentischen Waffensounds und recht motivierten und bekannten Sprechern auf.
Screen 1
Ein riesiger Getreidesilo bietet jede Menge Verstecke. Sowohl außen...
Screen 2
...als auch innen.
Screen 3
Die Ruhe trügt. Grad ist mal kein Roter in der Nähe.
Screen 4
Im Panzer kann man alle relevanten Plätze einnehmen: Fahrer
Screen 5
Kommandant
Screen 6
und am spaßigsten: Richtschütze.

Ähnliche Tests


Max Payne 3
81%

Starhawk
77%

Primal Carnage
68%

The Walking Dead: Survival Instincts
48%

Medal of Honor Warfighter
75%

Aliens: Colonial Marines
57%
Gratis-eBook

Jetzt als PDF runterladen

Red Orchestra 2

Packshot
3D-Shooter
von Tripwire
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCDezember 2011
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
» Allgemeine Infos » Kaufen
» News » Artikel
» Screenshots » Videos
» Cheats, Komplettlösungen und Trainer

Bewertungen zum Spiel

GameCaptain
78 %
Test lesen
Magazine
78 %
Übersicht
Unsere Leser
85 %
Übersicht
Deine
70 %

Du bist nicht registriert/eingeloggt!

Werbung

News zum Spiel

23.05.12
PC
Red Orchestra 2 - Kostenloses GOTY-Paket und kostenloses Wochenende
02.09.11
PC
Red Orchestra 2 erscheint zensiert
10.08.11
PC
Red Orchestra 2 verspätet sich leicht

Letzte Screens zum Spiel



 
Partner: 3DCenter
DVD-Spiel-Film.de
GamePilot
Konsolendealz
MMORPG Spiele
PCGamesDatabase
PlayMore.de
PS3-Test
Speedmaniacs
SpieleRadar.de
trickz.de
TweakPC

Die Verantwortung für die Inhalte der gelinkten Seiten liegt bei den jeweiligen Seitenbetreibern und wird nicht von GameCaptain übernommen!
Names, trademarks and copyrights are the property of the originating companies.

copyright Jörg Benne

?> 1 0