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Test: The Lost Chronicles of Zerzura

Da Vinci bekommt Konkurrenz
 The Lost Chronicles of Zerzura
Lost Chronicles of Zerzura ist das neuste Adventure der Cranberry Production (u.a. Black Mirror 2 und 3Weitere Infos). Diesmal geht es jedoch nicht in die moderne Mystery-Gruselecke, sondern eher in Abenteuergefilde der Renaissance, gewürzt mit ein wenig Mystik und Wissenschaft.
Wir schreiben das Jahr 1514, als Leonardo da Vinci seine Blütezeit schon hinter sich hat, aber die Brüder Ramon und Feodor Morales aus Barcelona versuchen sich, wie der vermeintliche Konkurrent, am Bau einer Flugmaschine. Dieses Unterfangen gleicht mehr oder minder einem Selbstmordkommando, da zum einen Ramon die waghalsigen Konstruktionen seines Bruders unter vollem Körpereinsatz testen muss, und zum anderen gerade auch die Spanische Inquisition Hochkonjunktur hat, die mit solch gotteslästerlichen Tätigkeiten nicht gerade zimperlich zu Werke geht.
Als ob das nicht schon genug wäre, verfolgt der aktuelle Großinquisitor jedoch ganz eigene Pläne, bei denen weniger Feodors Erfindungen, als Ramons Forschungen im Bereich der Mystik dazu führen, dass Letzterer in Gefangenschaft gerät und sein Bruder sich auf eine gefährliche Reise durch den Mittelmeerraum machen muss, um ihn zu retten.

Das Atlantis der Wüste

Was hat das ganze nun mit Zerura, der verschollenen, sagenumwobenen weißen Stadt zu tun, die sich irgendwo in der afrikanischen Wüste befinden soll? Wer sich das während Feodors wechselhafter Reise fragt, muss relativ lange ausharren. Zwar gibt es zu Beginn des Spiels bereits gewisse Andeutungen, aber erst gegen Ende verläuft der Plot dann in diese Richtung, während der große Mittelteil davon relativ losgelöst erscheint.
So begleitet man den recht naiv und grün hinter den Ohren erscheinenden Erfinder durch fremde Städte, Piraten verseuchte Gewässer, die Wüste und eben zum Schluss – welch Überraschung - nach Zerzura. In der groben Übersicht stellt das durchaus einen abwechslungsreichen Ablauf dar, aber der Teufel steckt wie so oft im Detail. Einige Wendungen wirken ziemlich erzwungen und auch sonst weist die Story die eine oder andere Schwäche auf. So geht es einerseits stellenweise recht brutal und zum Teil sogar blutrünstig zur Sache, andererseits wird dann wieder eine kitschig romanische Version der damaligen Zeit gezeichnet, die nur schwerlich zum generell eher düsteren Plot passt. In diesem Zusammenhang wirkt das Spiel unfreiwillig komisch, was auch nicht gerade dadurch entschärft wird, dass an vielen Stellen Wortwitz eingestreut wird, der in der dargestellten Epoche irgendwie deplatziert erscheint.
Der Protagonist ist ebenfalls so ein zweischneidiges Schwert. Der erfinderische und irgendwie sympathische Underdog will einfach nicht in die Rolle des Abenteurers passen, selbst wenn man seine verzweifelte Ausgangslage in Betracht zieht. Letzten Endes fehlen ihm irgendwo Ecken und Kanten, die ihn interessant machen würden. Auch dass er bis zum Schluss stoisch seinem Milchbubicharme treu bleibt, kann man in Anbetracht der durchlebten Ereignisse nicht so ganz nachvollziehen.

Die Wiege der Ingenieurskunst

Ein wesentlicher Bestandteil der Story, aber auch des Rätseldesigns ist der Erfindungsgeist von Feodor. So gilt es ständig irgendwelche Konstruktionen zu erstellen, wobei man sich dabei mit den zumeist beschränkten Mitteln der näheren Umgehung begnügen muss. Typischerweise stellt sich das in Form vom simplen Kombinationsrätseln dar, deren Lösung sich meist schon aus dem Spielverlauf oder durch Gespräche ergibt. Bei den Hilfestellungen ist das Spiel allerdings auch wieder inkonsequent. Manchmal erteilt Feodor recht detailliert Auskunft, warum etwas nicht funktioniert, aber in anderen Fällen bleibt er dann jeglichen Kommentar schuldig, obwohl man eigentlich auf der richtigen Fährte ist, wodurch dann oft nur noch blindes Ausprobieren hilft.
Screen 1
Feodor hat es geschaft, seine Erfindung zum Gliegen zu bringen.
Screen 2
Au diesem Schiff ging es ganzschön brutal zur Sache!
Screen 3
Der Unterschlupf der Korsaren von Malta

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The Lost Chronicles of Zerzura

Packshot
Klassisches Adventure
von dtp
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCFebruar 2012
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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