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Preview: Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten
Daedalic wildert mit seinem nächsten Adventure in der Rollenspielwelt von Das Schwarze Auge
Erst kürzlich erschien Deponia , nun steht schon das nächste Adventure aus dem Hause Daedalic in den Startlöchern. Im Gegensatz zu ihren bisherigen Adventures handelt es sich diesmal allerdings um ein Lizenzprodukt. Das Schwarze Auge (kurz DSA) stellt das erfolgreichste deutsche Pen & Paper Rollenspielregelwerk dar, das zuletzt mit den Drakensang Titeln PC-Spieler erreichte. Nun also in der Form eines Adventures.Nomen est omen: Abenteuer in AventurienSatinavs Ketten spielt auf dem Kontinent Aventurien und dort speziell im und rund um das Königreich Andergast, sowie in der gleichnamigen Stadt. In der Rolle des jungen Vogelfängers und als Unglücksbringer gebrandmarkten Geron findet man sich dort zunächst in einer Zwangslage, mit dem Kopf in einem Schweinetrog vor. Während man so zunächst in sein Leben und seine verzweifelten Versuche, seine Reputation ein wenig aufzubessern eingeführt wird, findet die Geschichte schon sehr schnell und abrupt die Wendung zum eigentlichen Plot rund um einen mysteriösen wiederauferstandenen Seher, um die in der Menschenwelt gestrandete Fee Nuri und um eine mystische Harfe, die wiederum mit dem Titel gebenden Halbgott Satinav zu tun zu haben scheint.Aus der Previewversion ließ sich noch nicht so genau entnehmen, wohin die Geschichte wirklich geht, aber zumindest andeutungsweise wird klar, dass Geron seinem Ruf unfreiwillig treu bleiben wird und die Geschichte noch die eine oder andere böse Überraschung bereithält. Auf jeden Fall begibt man sich, auf der Flucht vor den Häschern des Sehers, zusammen mit der etwas einfältigen und in ihrer Magie eingeschränkten Fee Nuri auf eine gefährliche Reise durch die an Andergast grenzenden Reiche. Dazu gehören unter anderem die Blutzinnen im Orkland und die Walfängerstadt Enqui n der Region Thorwal. Gegensätze ziehen sich anGeron und Nuri stellen mal wieder ein interessantes, widersprüchliches Protagonistengespann dar. Während man nur den desillusionierten Vogelfänger direkt steuert, kann man die naiv wirkende und kindlich zuversichtliche Fee in Menschengestalt nur indirekt durch Dialoge zu bestimmten Interaktionen bewegen.Eine Besonderheit gibt es allerdings noch. Beide Charaktere besitzen eine bestimmte Fähigkeit, die direkt eingesetzt werden kann, wobei Nuri dazu in der Szene, quasi in Rufreichweite, anwesend sein muss. Geron kann per Kraft seiner Gedanken leicht zerbrechliche Gegenstände tatsächlich zu Bruch bringen, was offenbar nicht ganz unwesentlich zu seinem zweifelhaften Ruf beigetragen hat. Nuri hingegen kann mit ihrer wenigen verbleibenden Magie genau das Gegenteil bewirken und jegliche Gegenstände reparieren, sofern alle Teile vorhanden sind. Aus den Fähigkeiten der Protagonisten ergibt sich die eine oder andere Rätselkonstellation, abseits der ansonsten vorherrschenden Kombinationsspielchen mit Hotspots und Inventargegenständen. Dialogrätsel gab es in der Previewversion nur bedingt, in sehr einfacher Form. Dennoch gestaltet sich das Spiel relativ dialoglastig. Alles in allem würde ich das Rätseldesign eher als einsteigerfreundlich bezeichnen, da bis auf wenige Ausnahmen meistens klar ist, was man als Nächstes zu tun hat. Am häufigsten hakte es bei mir an übersehenen Hotspots, bzw. daran, dass vermeintliche Lösungen offenbar nur zur Verwirrung gedacht waren. Letzteres hielt sich aber derart in Grenzen, dass kein Frust aufkam und die eigentliche Lösung nachvollziehbar blieb. Es gibt ein Journal, das immer verfügbar ist und drei verschiedene Rätselhilfen, die nach Belieben ein- und ausgeschaltet werden können. Lediglich zu Beginn des Spiels muss man eine von zwei Voreinstellungen wählen, die entweder alle oder keine Hilfen aktivieren. Die Hilfen stellen sich im einzelnen aus Hotspotanzeige, Kombinationsindikator und Hotspotstatus zusammen, worüber man erkennen kann, wo noch Interaktionen und ggf. welche Kombinationen möglich sind. Malerische LandschaftenWas Satinavs Ketten gegenüber den meisten anderen aktuellen Adventures absetzt, ist der eigenständige Look. Zwar setzt Daedalic wieder weitgehend auf handgemalte Hintergründe und Figuren, aber diesmal gibt es optisch kaum einen Unterschied zwischen beiden Komponenten. Alles hat eines gewissen Touch von Ölgemälde und ist sehr stimmungsvoll umgesetzt. Dialoge werden mit Detailansichten im gleichen Stil dargestellt.Lediglich die Zwischensequenzen kommen gänzlich anders daher. Wie zuletzt bei Lost Chronicles of Zerzura werden dort relativ statische, holzschnittartige Bilder gezeigt. Wie schon beim genannten Konkurrenzprodukt, kann ich mich mit diesem - zugegebenermaßen gekonnt umgesetzten - Stilmittlel nicht so richtig anfreunden.Musikalisch waren bisher überwiegend melancholische Klänge zu hören, die sehr gut zur Grundstimmung des Spiels passen. Auch die restliche Akustik kann sich bereits hören lassen. Ein breites Spektrum an Ambientegeräuschen ergänzt die musikalische Untermalung. Die Sprecher agieren auf hohem Niveau. |

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Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten

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