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Test: Sanctum

Gelungener Mix aus Tower-Defense und Egoshooter?
 Sanctum
Neue Genres oder Spielideen sind rar und schwierig zu erfinden. Was macht man daher? Man verfeinert die vorhandenen Spielprinzipien, protzt mit immer bombastischerer Technik oder mixt einfach verschiedene Genres, von denen man kaum denken würde, dass sie zusammen funktionieren. Sanctum ist so ein Versuch der Genreverschmelzung. Das aus der Indieecke kommende Spiel stellt Lace Mamba nun in einer Collection samt DLCs in die Läden. Es kombiniert Tower-Defense mit einem Egoshooter. Bei solchen Mixturen muss man aber immer aufpassen, dass auch die Mischung stimmt ...

Aliens am Fließband

Ebenso wie das Möchtegern-Steuersystem der FDP passt auch die Story von Sanctum problemlos auf einen Bierdeckel. In einer nicht näher benannten futuristischen Welt kämpft die Heldin Skye, die wir im Spiel verkörpern, gegen fiese Aliens, die Skyes Heimatstadt Elysion One auslöschen wollen. Mit diesem kurzen Absatz auf der Rückseite der Packung wird dann auch die Rahmenhandlung des Spiels komplett wiedergegeben. Es gibt ansonsten keinerlei Storyentwicklung. Hier verschenkt Entwickler Coffe Stain Studios die Chance, dem Spiel etwas Atmosphäre zu verleihen und die einzelnen Kampfschauplätze handlungsmäßig zu verbinden.
Das Spielprinzip sieht folgendermaßen aus: Jede der elf Karten hat an einem Ende einen Energiekern, welchen wir unbedingt schützen müssen. Am anderen Ende befinden sich Spawnpunkte, an denen die Aliens das Spielfeld betreten und dann versuchen auf dem kürzesten Weg zum Kern zu gelangen. Haben sich zu viele Gegner in den Kern gestürzt und die Energieanzeige sinkt auf 0% ist das Spiel aus. Jedes Level besteht aus einer bestimmten Anzahl an sog. Wellen, die sich wiederum in eine Bau- und eine Kampfphase aufteilen. In der Bauphase laufen wir rum und müssen mit den zur Verfügung stehenden Ressourcenpunkten ein Labyrinth aus Blöcken und Verteidigungsanlagen aufbauen, damit die Aliens einen möglichst langen Weg zum Kern haben bzw. dort gar nicht erst ankommen. Neben Blitzkanonen und Luftabwehrgeschützen gegen fliegende Gegner gibt es auch so Nettigkeiten wie Trägheitsfelder, die die Aliens beim Drüberlaufen ausbremsen. Allerdings lassen sich nur an vorgegebenen Punkten Blöcke hochziehen, sodass die taktischen Möglichkeiten doch etwas eingeschränkt sind.

Nach dem Taktieren kommt die Action. Mehr oder weniger ...

Hat man einen schönen Irrgarten zusammengezimmert und mit verschiedenen Geschütztürmen versehen, beginnt die Kampfphase. Damit man hier auch was zu tun hat, hat man verschiedene Waffen zur Verfügung, mit denen man wie in einem typischen Egoshooter die Gegner aufs Korn nimmt. Wirklich spannend ist das allerdings nicht gelöst, da die Aliens sich nicht wehren und immer stur ihrem Pfad folgen. Das ist in etwa so, als würde man in einer Schokofabrik mit nem MG am Fließband stehen und die Schockoweihnachtsmänner abballern, die da langgerollt kommen.
Knifflig ist allerdings nicht das Schießen an sich, sonder eher welche Gegner man mit welcher Knarre denn grade am besten bekämpft. Es gibt im Spiel etwa ein Dutzend Gegnertypen mit unterschiedlichen Bewegungsmustern und Schwächen. Schießt man auf die flinken Sprinter am Boden oder überlässt man doch eher den Gatlingtürmen die Arbeit und konzentriert sich auf die Flugamöben, die zu Dutzenden langsam aber sicher gen Kern schweben?
Nach jeder geschafften Welle gibt’s dann Ressourcenpunkte, mit denen man sein Verteidigungsbollwerk weiter ausbauen kann. Jeder Geschützturm und jede von Skyes Waffen ist mehrfach ausbaubar.
Die insgesamt elf Level sind zwar nicht allzu groß, aber da man oft 20 oder mehr Wellen aushalten muss, ist man meist über eine Stunde pro Karte beschäftigt, sodass eine durchaus ordentliche Spielzeit zustande kommt.

Könnte Pandora sein ...

Grafisch ist Sanctum ein hübsch anzusehendes Spiel. Die Entwickler haben mit der Unreal 3-Engine eine stimmige Sci-Fi-Kulisse gebastelt, die irgendwie an eine Mischung aus den Dschungelwelten von Pandora (aus dem Film Avatar) und der kühlen High-Tech-Optik von Portal 2Weitere Infos erinnert. Leider sieht man von der Spielwelt nie allzu viel, da die eigentlichen Spielareale stets recht überschaubar sind.
Musikalisch wird das Spiel von ruhig gehaltener Trancemusik untermalt. Ich fand die Musik, nebenbei bemerkt, ganz gelungen. Offensichtlich dachten das auch die Entwickler und legen den Soundtrack als Audio-CD mit bei. Neben einem Wendeposter und dem eher unintersannten, sechseitigen Comic sicherlich noch die sinnvollste Beilage der Collection.
Multiplayerfreunde werden es sicherlich gern lesen, dass man Sanctum mit bis zu vier Leuten im CoOp spielen kann. Zu diesem Zweck hat man dem Spiel freundlicherweise sogar einen zweiten Steamcode mit beigelegt, den ihr einem Freund andrehen könnt. Nachteil: der zweite Code gilt leider nicht für den Zusatzcontent, der bei der Collection mit bei ist, sprich: auf einige Level, Waffen und Gimmicks wie das Trägheitsfeld oder eine Art Laserfalle hat man keinen Zugriff. Die muss man dann nachkaufen.
Screen 1
Der zu schützende Kern.
Screen 2
Mittels Tab kann man eine Übersichtskarte aufrufen und zu bestimmten Feldern teleportieren.
Screen 3
Jeder Gegner hat eine bestimmte Schwäche. Diese Kollegen sind z.B. nur hinten verwundbar.
Screen 4
Witzig. Wenn der Kern zerstört ist, feiern die Aliens erstmal eine Party.

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Packshot
Action-Strategie
von Lace Mamba
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCApril 2012
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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