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Test: Y – Der Fall John Yesterday

Düsteres Einsteiger-Adventure gewürzt mit Pendulo typischem Humor
 Y – Der Fall John Yesterday
Zwar bleiben die Pendulo Studios ihrem Cartoon-Look mit handgemalten Hintergründen treu und lassen es sich nicht nehmen, eine gute Portion Humor zu integrieren, aber der Grundtenor wirkt deutlich härter und düsterer als bei ihren vorherigen Titeln (u.a. RunawayWeitere Infos).

Grausame Morde und Amnesie

Den Auftakt macht ein gewisser Henry White, millionenschwerer Erbe, der als Zahnspangen tragendes Mitglied der französischen Hilfsorganisation „Les Enfants de Don Quichotte“ Nachforschungen zu grausamen Morden an Obdachlosen untersuchen soll. Zusammen mit seinem Freund Cooper macht er sich in einen eingestürzten U-Bahn Tunnel auf. Ihr Zusammentreffen mit dem scheinbar wahnsinnigen Penner Choke, der eine verlassene U-Bahn Station beherrscht, soll weitreichende Folgen haben, die aber erst gegen Ende des Spiels aufgelöst werden.
Nach diesem spielbaren Prolog geht es dann mit der Handlung um den namensgebenden John Yesterday los, der Jahre später im Auftrag von Henry weitere Untersuchungen zur anhaltenden Mordserie durchführen soll. Dabei scheint er einer satanischen Sekte auf die Spur gekommen zu sein. Als er nach einem Selbstmordversuch sein Gedächtnis verloren hat, muss er mühsam die Puzzleteile seiner vorherigen Ermittlungen wieder zusammensetzen.
Dies bezieht sich zunächst nur auf seine Erinnerungen bezüglich jener Ermittlungen, entwickelt sich aber - zunehmend mysteriöser werdend - zu einer Selbstfindungsstory, die Johns weitere Vergangenheit umfasst. Dabei verhält sich der Plot zeitlich wenig linear, da man in einigen Flashbacks, zwischendurch immer wieder in Johns aufkeimenden Erinnerungen unterwegs ist.

Mit 3 Klicks zum Glück

Was als "immersionsförderndes BlowUp-Interface-System" angekündigt wurde, entpuppt sich als Interaktionsmenü in Form von Detailansichten, die es zu den meisten Hotspots und vielen Gegenständen gibt, auf denen man dann typischerweise die zwei Aktionen Betrachten und Verwenden auswählen kann. Im Kontext von Tabletcomputern und Smartphones mit Fingerbedienung mag das ja eine schicke Sache sein, aber auf dem PC mit Maus habe ich das ständige Anzeigen von Detailansichten, bevor man wirklich interagieren kann, eher als lästig empfunden.
Es gibt eine Hotspotfunktion, die durch recht dezente und weich eingeblendete Leuchtmarkierungen nacheinander Interaktionspunkte kenntlich macht. Dadurch ist die Hilfsfunktion zwar etwas abgeschwächt, was ich aber positiv fand, da man nicht so massiv mit der Nase auf zuvor übersehene Dinge gestoßen wird.
Die integrierte Rätselhilfe ist sehr direkt, da sie konkrete Hinweise gibt, was man als Nächstes zu tun hat, ohne die Lösung sofort zu verraten. Diese Funktion lässt sich aber nur einmal ausführen und muss dann erst wieder mit der Zeit, bzw. durch eine gewisse Anzahl von erfolglosen Aktionen aufgeladen werden. So was hat man von Pendulo schon innovativer gesehen.

Rätselcomicfilm

Das Rätseldesign ist im Grunde recht einfach gehalten und beschränkt sich ausschließlich auf das Kombinieren und gezielte Einsetzen von Gegenständen. Dialoge gibt es zwar, die sind jedoch eher als beliebig zu durchlaufende Bäume aufgebaut. Maschinenrätsel und Logikpuzzles gibt es nur wenige. Manche der Rätsel sind allerdings schwer nachvollziehbar, sodass die größte Herausforderung das Auffinden der richtigen Hotspots und deren Einsatz zum richtigen Zeitpunkt ist.
Des weiteren ist der Spielablauf, im Gegensatz zum zeitlichen Ablauf des Plots, relativ gradlinig und nötigt dem Spieler so gut wie nie mehr als die Bewältigung einer konkreten Aufgabe ab. Während das Spiel häufig durch comicartige Zwischensequenzen vorangetrieben wird, bekommt man es zudem mit kurzen Abschnitten zu tun, bei denen sich der Spieler bloß stupide durchklicken muss, ohne echten Einfluss zu genießen. Alles in allem wirkt der Umfang relativ gering.
Während man das Spiel nicht gerade als dialoglastig beschreiben kann, wartet es jedoch, ähnlich wie Harveys neue AugenWeitere Infos, mit einem omnipräsenten Sprecher auf, der alle Detailbetrachtungen beschreibt, fast jede Aktion kommentiert und das oben genannte Hilfesystem repräsentiert.
Pendulo-typisch hat jeder Charakter im Spiel einen skurrilen Knacks, wobei sich das Ausmaß dessen diesmal vergleichsweise in Grenzen hält. Auch der Humor der Entwickler schlägt immer wieder durch, beißt sich aber doch ein wenig mit dem düsteren Szenario.

Deja vu

Vor allem optisch bietet Der Fall John Yesterday keine sonderlichen Überraschungen. Pendulo verwenden einmal mehr ihren typischen Cartoon-Look, wobei das in diesem Zusammenhang gern genannte Cellshading eigentlich nicht zutrifft, da die Übergänge zwischen den Farbzellen dafür eigentlich zu weich ausfallen und massiv mit detailbehafteten Texturen gearbeitet wird.
Akustisch ist das ganze solide umgesetzt. Die Hintergrundmusik ist recht stimmungsvoll, obwohl eher leise Töne angeschlagen werden und die Auswahl der Stücke auch nicht sonderlich umfangreich zu sein scheint. Die deutsche Synchronisation weiß mal wieder zu gefallen.
Screen 1
Detailansicht von Bildern
Screen 2
Zwischensequenz im Comicstil
Screen 3
Flashbackabschnitt von John
Screen 4
Ohne attraktive Begleitung geht es halt nicht..

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