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Test: Diablo 3

Wird der langersehnte Nachfolger seinem Hype gerecht?
 Diablo 3
Blizzard hat sich sehr viel Zeit gelassen mit dem langersehnten Nachfolger zum Beststeller Diablo 2Weitere Infos. Das Resultat steht jetzt endlich im Laden und wie zu erwarten, streikten die Spieleserver anfangs prompt angesichts des weltweiten Ansturms. Blizzards Spiele sind ein Phänomen hinsichtlich Verkaufszahlen, aber wird auch dieser Teil seinem Hype gerecht?

Armes Tristram

Wir erinnern uns zurück: Vor 20 Jahren wurde der Höllenfürst samt seiner Brüder und Untertanen in den schwarzen Seelenstein gepresst und die Welt war gerettet. Ein netter Twist ist da, dass in aktuellen Zeiten eher Beef im Himmel herrscht, als in der Hölle. Die Engel keifen sich an, ob sie denn nun in die menschlichen Geschicke eingreifen sollen oder nicht, und lösen dabei ungewollt eine erneute Monsterinvasion aus – wie und warum soll an der Stelle nicht verraten werden. Jedenfalls schauen wir anfangs in Diablo 3 mit an, wie ein Komet in die mittlerweile baufällige Kirche in Tristram einschlägt, einen riesigen Krater in den Kapellenboden schlägt und den bereits aus dem Vorgänger bekannten Deckard Cain in den Abgrund reißt. Unsere Aufgabe ist es zu Beginn, den betagten Weisen zu suchen, ihn tief in den Kellergewölben der Kirche zu retten und herauszufinden, wer oder was da eigentlich abgestürzt ist.
Dieser Abstieg in der Kirche Tristrams ist nur eine von viele vertrauten Momenten für Serienveteranen, immer mal wieder kommen wir zu Schauplätzen vergangener Teile oder kreuzen den Weg mit bekannten Charakteren. Neueinsteiger der Serie werden es dagegen schwer haben, in die Story zu finden. Ohne Vorkenntnisse ist der Einstieg in Diablo 3 nur schwer zu verstehen. Da gilt es also, Vorwissen aus der Serie aufzuholen. Interessant ist aber, dass dem 3. Teil auch viele Genreneulinge zuströmen und erstmal ein Verständnis für die Spielmechanik entwickeln müssen: Diablo ist eben kein typisches Rollenspiel, bei dem man nach Storyabschluss fertig ist. Die 4 Akte, die auch dieser Teil bietet, sind eigentlich nur eine atmosphärische Begleitung zur Entwicklung des Charakters. Denn bei kaum einem anderen Rollenspiel kommt es auf das stetige Aufrüsten und Ausbauen seines Recken und die damit einhergehende Sammelsucht an. Natürlich spielt die Geschichte dabei eine Rolle, hier ist es aber eher verschmerzlich, dass die Auflösung nach Akt 4 nicht sonderlich befriedigend ist, da ambitionierte Spieler den Plot ohnehin mehrmals in den insgesamt vier Schwierigkeitsgraden Normal, Alptraum, Hölle und Inferno durcharbeiten. Und da ist es besonders gelungen, dass selbst beim 4. oder 5. Durchlauf noch hier und da neue Dinge passieren, die die Sorgfalt der Entwickler spüren lassen.
Herauszuheben ist dabei auch das Monsterdesign. Viele Gegner verlangen teils unterschiedliche Taktiken und gerade bei den Bossgegnern gilt nicht mehr nur stumpfes Draufhauen wie noch im Vorgänger.

Was gelungen ist

Worauf es bei Diablo ankommt ist klar das Gameplay und die Charakterentwicklung. Bietet das bereits im Vorfeld kontrovers diskutierte Skillsystem eine zufriedenstellende und anspruchsvolle Spielmechanik? Macht das Sammeln von Erfahrung und Gegenständen wie schon in Teil 1 und 2 wieder süchtig genug, um über die Grundstory hinaus zu motivieren? Beide Fragen können mit einem deutlichen „Ja“ beantwortet werden.
Widmen wir uns zunächst dem unkonventionellen Fertigkeitensystem: Anders als in vergleichbaren Spielen oder auch im Vorgänger schaffte Blizzard die klassischen Skillbäume, in denen wir nach und nach unsere Levelpunkte für neue und stärkere Skills investieren, komplett ab. Stattdessen erhalten wir mit jedem Levelaufstieg automatisch neue Fähigkeiten und Runen dazu. Das Augenmerk muss dabei klar auf die Runen gelegt werden, die einzelne Fertigkeiten verstärken oder zum Teil komplett verändern. Sind wir erstmal auf Level 60 angelangt (das vorläufige Maximum in diesem Teil) können wir auf das volle Repertoire an Skills und Runen des Charakters zurückgreifen. Die taktische Komponente entsteht jedoch dabei, dass wir nur eine begrenzte Anzahl Fertigkeiten auf dem Schlachtfeld einsetzen dürfen. Dadurch muss jeder Spieler abwägen, was er einsetzen möchte und was nicht, allerdings lassen sich die Fertigkeiten stets mit kurzer Abklingzeit austauschen.
Screen 1
Beim Schmied können wir uns eigene Gegenstände basteln
Screen 2
Kleines Manko: Nur mit bis zu 3 Mitspielern gehts diesmal auf Monsterjagd
Screen 3
Hier und da versperren uns kleine und größere Bosse den Weg
Screen 4
Am Kraterboden finden wir endlich heraus, was das eigentlich vom Himmel stürzte

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Action-Rollenspiel
von Blizzard
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCMai 2012
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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