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Test: Tera

Nachtest: Warum das asiatische MMO ein Geheimtipp ist!
 Tera
Dem traditionellen Abo-Modell im MMO-Genre geht's aktuell nicht sonderlich gut. Verheißungsvolle Projekte mit großem Budget wie The Old RepublicWeitere Infos geraten zunehmend ins Straucheln und selbst Marktprimus World of WarcraftWeitere Infos verliert stetig an Abonnenten. Dagegen scheinen sich immer mehr Free2Play Rollenspiele zu etablieren. Trotzdem setzt das kleine Fernost-MMO Tera, das sich zumindest im Ursprungsland gut behaupten kann, auf das Abo-Modell. Warum Tera abseits der Standard-Genrekost einen Blick wert ist, erfahrt ihr in unserem Nachtest.

Asia-Overkill

Asiatische Spieler lesen gerne, sehr viel sogar. Für sie ist es wohl mit Spannung verbunden in ihren Heim-Rollenspielen seitenlange Texte zu studieren, um sich über die Story eines Spiels zu informieren. Westliche Spieler bevorzugen dagegen zumeist simplere und unterhaltsamere Einstiege in eine Geschichte. Wer also bereits in WoW Weltmeister im Wegklicken von Questtexten war, sollte bei Tera vorsichtig sein. Dessen Geschichte wird nämlich bis auf wenige Cutscenes fast ausschließlich über gewaltige Textboxen in Schriftgröße sechs erzählt. Da kann die Grundstory schon mal im Überspringen-Nirvana verloren gehen. Ist aber bedauerlicherweise nicht mal so ein großes Problem, denn das Setting wirkt ziemlich abgedreht und befremdlich: Die Legende berichtet von zwei schlafenden Giganten, die in ihren Träumen die Spielwelt Arborea gestaltet haben und jetzt drohen aufzuwachen. Natürlich spielen da auch ein paar Oberschurken übel mit, die es im Endgame zu bezwingen gilt. Doch eins nach dem anderen. Auf dem Weg zur Endschlacht steht, wie in jedem klassischen Rollenspiel, erstmal stundenlanges Leveln an. Bis zur derzeit finalen Stufe 60 verbringen wir viel Zeit mit Sammeln, töten und laufen - wie in fast jedem MMO also. Tera treibt das Grinden jedoch auf die Spitze, denn auch die im Laufe gestellten Quests und Abschnitte weichen nicht von der Standardkost ab.

So hätte SWTOR laufen müssen

Warum dann überhaupt Tera spielen, wenn es doch so langweilig erscheint? Dafür gibt es überraschend gute Gründe. Zunächst können wir uns zu Spielbeginn zwischen sieben Rassen und acht Klassen entscheiden und unseren Held individuell gestalten. Die einzelnen Rassen sind dabei so unterschiedlich, wie es nur geht: Vom putzigen Hamster, über leicht bekleidete Mädchen mit Hasenohren, bis hin zu Vampir-ähnlichen Elfen ist alles dabei. Wer es bislang noch nicht gemerkt hat: Ja, wir befinden uns in einer richtig kitschigen Animewelt. Wer jedoch auf den fernöstlichen Touch steht, wird das Charakterdesign von Tera lieben.
Größter Pluspunkt des Spiels ist jedoch das überaus motivierende Kampfsystem. Denn wo Genreklassiker wie WoW auf ein mittlerweile veraltetes "Gegner anklicken, Angriffe nacheinander abstottern"- Rundensystem setzen, geht Tera ambitioniertere Wege: Eher wie in einem Hack&Slay Feuerwerk schnetzeln wir uns in Echtzeit durch die Gegner. Ungeachtet dessen, wen wir gerade im Visier haben, unsere Angriffe treffen alles im Wirkungsbereich. Age of ConanWeitere Infos hat sich bereits an diesem arcadelastigeren Gameplay versucht, aber erst Tera hat es richtig verstanden und setzt es überaus motivierend um. Da sind die abwechslungsarmen Quests sogar leicht verschmerzbar, wenn wir dafür einen dicken Motz umherspringend auseinandernehmen können - am besten noch in einer Gruppe. Genretypisch können sich auch bei Tera bis zu fünf Spieler zusammen schließen und gemeinsam den härteren Content bewältigen. Viel davon geht aber auch mit etwas Können alleine. Auf Level 60 können wir uns dann aber endlich auch mit Grüppchen den größeren Bossen stellen, wo es vom Schwierigkeitsgrad auch richtig knackig wird - und spätestens dann greift die typische Itemsucht.
Neben neuen Fähigkeiten und Attributen lernen wir mit den Levelaufstiegen auch Berufe. Diese sind jedoch leider noch sehr balance-bedürftig. Lediglich mit Alchemie lässt sich dauerhaft etwas anfangen, alles was man an Rüstungen herstellen kann, ist meist schlechter als das, was man in den Dungeons findet.

Kleiner Diamant mit zu wenig Schliff

Hätte man gar nicht vermutet: Tera ist eine richtige Grafikperle. Dank Unreal 3 Engine braucht sich der Titel nicht vor Genregrößen zu verstecken und punktet vor allem mit gutem Spielfluss, weitläufigen Arealen und detailverliebtem Charakterdesign. Zu bemängeln ist lediglich die Inszenierung der Story. Hier hätte man wesentlich mehr Ingamesequenzen anbieten müssen, um text-gelangweilte Spieler abzuholen. Ähnliches gilt auch für den Sound: die deutschen Sprecher machen zwar einen guten Job, sind allerdings viel zu selten zu hören. Die Effektgeräusche klingen dagegen ordentlich.
Überarbeitungswürdig ist auch das PvP-System. Man kann sich zwar mit einzelnen Spielern duellieren, mehr allerdings auch nicht. Es gibt bislang weder Arenen noch Battlegrounds oder Ähnliches. Der Umfang in Tera ist also ausbaufähig, auch was den Endgamecontent angeht.
Screen 1
Man muss sich auf den sehr kitschigen Stil einlassen können
Screen 2
Das Gameplay ist sehr erfrischend
Screen 3
Die Menüs sind zwar funktional aber nicht sonderlich hübsch
Screen 4
In der Gruppe gehts gegen große Bosse...
Screen 5
...und gegen kleine auch alleine
Screen 6
Tera ist überraschend hübsch

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Packshot
Online-Rollenspiel
von Ubisoft, Frogster Interactive
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCMai 2012
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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