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Test: Borderlands 2

Diese Kammerjäger sind nicht gekommen, um Kakerlaken im Keller auszuräuchern. Hier geht es um fettere Beute.
 Borderlands 2
Als ich damals die ersten Bilder von BorderlandsWeitere Infos gesehen hab, hatte ich irgendwie ein komisches Gefühl: Die Cel-Shading-Grafik, die merkwürdigen Gegner, von deren Köpfen Zahlen aufstiegen, wenn man sie traf, und die kargen Umgebungen ließen mich zweifeln, ob DAS wirklich Spaß machen konnte. Dann fing ich an zu spielen... und es machte Spaß, viel Spaß sogar. Warum? Das Gameplay eines Shooters verbunden mit dem suchterzeugenden Diablo-Itemsammelprinzip und der skurrile Humor bewogen einen immer wieder dazu, mal ein weiteres Stündchen nach Pandora aufzubrechen. Nun ist der Nachfolger, der Valves Vertriebsplattform Steam nutzt, erschienen. Wird die Tretmühle aus ballern, aufleveln und erkunden ein weiteres mal in Gang gesetzt?

Kammer mal loslegen?

Storymäßig setzt das Spiel ein paar Jahre nach dem Ende des ersten Teils an. Wir erinnern uns: Damals hatten ein paar Abenteurer die von Außerirdischen erbaute Vault geöffnet und in ihrem Inneren jede Menge Eridium gefunden, ein schweineteures, superseltenes Alienmetall. Außerdem wurden in der ersten Vault auch Hinweise auf eine zweite, noch größere Kammer entdeckt. Es dauerte danach nicht lange, bis ein zynischer Typ namens Handsome-Jack mit der raffgierigen Hyperion Corp. im Schlepptau auftauchte und mit riesigen Bohrern nach der zweiten Vault zu graben begann. Die Aussicht auf eine noch größere Kammer voll mit Eridium zog aber auch andere Abenteurer an, die deshalb auch allgemein als „Kammerjäger“ bezeichnet werden. Der Spieler übernimmt die Rolle eines dieser Abenteurer. Vier Klassen stehen zur Auswahl: Der Commando, der am ehesten der Soldatenklasse aus Teil 1 entspricht, der Gunzerker, die Sirene (aka Magier) und ein flinker, auf Nahkampf spezialisierter Assassine.
Der Einstieg gestaltet sich zunächst sprichwörtlich frostig, was daran liegt, dass wir halbtot auf einem im Meer treibenden Eisberg aufwachen. Warum? Nun, Handsome-Jack mag keine Konkurrenz: Im Intro wird gezeigt, wie die Spielfigur vom Antagonisten in eine fiese Sprengstofffalle gelockt und vermeintlich tot auf eben jenem Eisberg zur Endlagerung abgeladen wird. Zum Glück (oder Pech, je nach Sichtweise) werden wir vom ewig quatschenden Serviceroboter Claptrap gefunden, welcher ebenfalls auf dem Eiland gestrandet ist. Notdürftig zusammengeflickt und mit einer kleinen Pistole bewaffnet, geht es nun daran zurück zum Festland zu kommen, die Kammer zu finden und Handsome-Jack in den Hintern zu treten. Letzterer bleibt allerdings bis zum Schluss eine eher diffuse Bedrohung, die sich darauf beschränkt, uns hin und wieder über Funk zu verhöhnen. Immerhin ist das meist ganz lustig.

Quake-i-ablo

Auch Borderlands 2 ist wieder eine sehr motivierende Mixtur aus Egoshooter und Diabloesker Sammelwut. Man bekommt von NPCs oder an schwarzen Brettern Quests, für die man bei erfolgreichem Abschluss mit Erfahrungspunkten, Kohle und besserer Ausrüstung belohnt wird. Beim Questdesign erwartet einen im Prinzip nichts Neues: Ggehe dorthin, töte Monster X, sammle Gegenstand Y ein und bring diesen zu Z usw. Das Besondere an Borderlands ist aber, wie diese Quests verpackt wurden. An jeder Ecke warten lustige Dialoge, witzige Details und urige Charaktere. Diese Mischung aus Badass-Endzeit-Westernkulisse und skurriler Beklopptheit muss man einfach mögen.
Was auch auffällt: Es gibt aber-zig-Fantastilliarden unterschiedlicher Knarren und Ausrüstungsgegenstände, wobei diese nicht nur verschiedene Attribute wie z.B. zusätzlichen Explosivschaden haben, sondern auch fast alle unterschiedlich aussehen. Gut, manche unterscheiden sich auch einfach nur darin, dass die eine über eine Zieloptik verfügt und die andere nicht. Aber selbst das fühlt sich in Verbindung mit leicht veränderten Grundwerten wie eine komplett andere Waffe an, was dazu führt, dass man ständig am Austauschen und Experimentieren ist. Ein ähnlicher Effekt wie bei Diablo, wenn man eine coole neue Rüstung gefunden hat. „Ist die neue mit Feuerresistenz nun besser oder behalte ich doch lieber die alte, die Lebenspunkte vom Gegner absaugt?“
Grob lassen sich die Waffen jedoch in sechs Kategorien einteilen: Pistolen, MPs, Sturmgewehre, Schrotflinten, Raketenwerfer und Snipergewehre. Jede Waffenkategorie hat zudem ihre eigene Munition, die man entweder an Automaten kaufen oder in Truhen, Spinden und Behältern finden kann, die in der Umgebung verteilt sind. Davon gibt es so viele, dass es schon etwas den Spielfluss bremsen kann, wenn man alles absuchen will. Aber Action-RPG-Veteranen sind daran ja mehr als gewöhnt. Immerhin hat man so auch die Chance, auf ein seltenes Stück Eridium zu stoßen, mit dem man beim Schwarzmarkthändler besondere Modifikationen kaufen kann. Rüstungen gibt es bei Borderlands hingegen nicht. Diese Rolle übernehmen Schilde, die genau wie bei HaloWeitere Infos einen gewissen Schaden absorbieren. Ist der Schild entladen, geht’s an die Lebensleiste, während er sich in Ruhephasen wieder auflädt. Kapazität, Ladeverzögerung und Aufladegeschwindigkeit sind von der Qualität des Schildes abhängig.
Screen 1
Die Rebellenhochburg Sanctuary und der Knotenpunkt der Spielwelt.
Screen 2
Das Interface ist etwas sperrig, was der Gamepadsteuerung auf Konsole zugeschrieben werden muss.
Screen 3
Lilly, die fleischfressende Pflanze, ist schon lange nicht mehr gefüttert worden.
Screen 4
Neuerdings wird man auf dem Bahngleis immer wieder von Pennern belästigt.

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Borderlands 2

Packshot
3D-Shooter
von Take 2
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCSeptember 2012
PS3September 2012
360September 2012
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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