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Test: War of the Roses

Mit Schwert und Bogen in die Schlacht
 War of the Roses
Mit War of the Roses betritt Entwickler Fatshark ein recht unverbrauchtes Setting, denn außer Mount & BladeWeitere Infos und seinen Ablegern gibt es derzeit kaum die Möglichkeit Mittelalterschlachten als einzelner Kämpfer im Online-Multiplayermodus zu erleben. Viel Platz also für kreative Ideen.

Battlefield anno 1478

Jeder kennt Multiplayer-Shooter, wie Battlefield 3Weitere Infos, in denen wir online um Flaggen kämpfen oder per Team-Deathmatch möglichst viele Gegner wegballern. Das Waffenarsenal dabei ist riesig und direkter Nahkampf ist eher selten. Ähnlich spielt sich auch War of the Roses, nur dass hier selbstredend der Nahkampf im Vordergrund steht, ist das Spiel doch zur Zeit der Rosenkriege im England des 15. Jahrhunderts angesiedelt. Dort bekämpften sich die beiden Adelshäuser York und Lancaster in blutigen Schlachten und wir sind mit bis zu 64 Spieler dabei.
Welchem Team wir angehören wollen, legen wir zu Beginn jeder Schlacht fest. Die Klassen bieten uns vom klassischen Schwertkämpfer, über den Armbrust- und Bogenschützen bis zum berittenen Ritter alles, was die Zeitrechnung so hergibt und jede Klasse spielt sich auch völlig unterschiedlich. Steht uns zu Beginn nur der Schwertkämpfer zur Wahl, folgen dann schon sehr schnell die anderen Klassen, die wir dann frei auswählen können. Die Armbrust zum Beispiel hat eine hohe Durchschlagskraft, braucht aber eine gefühlte Ewigkeit, bis sie nachgeladen ist. Der Bogen hingegen kann zügig hintereinander schießen, richtet aber gegen dicke Rüstungen nur wenig aus. Damit die Schützen auch im Nahkampf nicht ganz verloren sind, haben diese auch ein alternatives Schwert dabei, das aber kurz und wenig schlagkräftig daher kommt. Interessant auch die Kampfsteuerung mit dem Schwert, denn mit der Maus bestimmen wir Schlagstärke und Richtung, was ein sehr authentisches Gefühl erzeugt. Auch auf die richtige Schlagdistanz ist unbedingt zu achten. Es ist schon einiges an Einarbeitung erforderlich, bis man die ersten Gegner zu Boden schickt. Hat man den Bogen dann erstmal raus, erfüllt die Steuerung aber voll und ganz ihren Zweck. Gut ist die Idee, dass jeder Spieler andere heilen kann. Ist ein Spieler besiegt liegt er solange am Boden, bis er entweder aufgibt, um dann zu respawnen, von einem Feind mit einem Hinrichtungsschlag endgültig getötet wird, was auch einen Respawn zur Folge hat, oder eben ein Spieler aus dem eigenen Team zur Heilung eilt.

Darf es etwas mehr sein?

Was schnell auffällt ist der geringe Umfang des Spiels. Gerade mal zwei Spielmodi (Team Deathmatch; Flaggenkontrolle) und sieben Karten spendieren uns die Entwickler – aber: Nachschub per kostenlosem Update ist bereits angekündigt. Ein Storymodus? Fehlanzeige. Brauchbares Tutorial? Nicht vorhanden. Abwechslungsreiche Karten oder Burgbelagerungen? Keine Spur. So haben wir das mitgelieferte Kartenmaterial recht schnell gesehen und die Unterschiede sind hier auch nicht sonderlich gravierend. Vom Design her wären hier etwas taktischere Gassen durch mittelalterliche Städte durchaus interessant gewesen. Stattdessen kämpfen wir uns fast ausschließlich durch Wald- und Hügelgebiete. Zwar gibt es auch immer wieder einzelne Siedlungen, aber die beschränken sich auf wenige kleine Holzhütten. Echte Städte suchen wir vergebens. Dafür sind die Gebiete schön weitläufig, ohne dabei zu groß zu werden. So können wir auf der Karte verschiedene Spawnpunkte wählen, um nicht zu weite Wege zwischen den Scharmützeln zurücklegen zu müssen.
Grafisch wurde das Geschehen hübsch in Szene gesetzt. Die Texturen sind scharf und die Landschaften recht detailliert. Leider ist dies bei den Animationen nicht immer der Fall. Besonders der Sprint sieht reichlich seltsam und unnatürlich aus. Hübsche Lichteffekte und eine beeindruckende Soundkulisse entschädigen uns jedoch, denn wenn zahlreiche Gegner mit ihren Schwertern ineinander laufen und das Metall-auf-Metall-Geräusch zu vernehmen ist, fühlen wir uns wirklich mittendrin.
Die Balance der einzelnen Klassen benötigt allerdings noch einiges an Feintuning, denn hat man erstmal genügend Erfahrungspunkte gesammelt, kann man sich seine eigene, individuelle Klasse kreieren, eine Art Superklasse. Die hingegen macht es Neueinsteigern unglaublich schwer zu bestehen, da sie neben dem Manko von weniger Spielerfahrung, auch hinsichtlich Waffen- und Rüstungskonstellationen hoffnungslos unterlegen sind. Hier sollte dringend nachgebessert werden. Ebenso nachbessern muss man bei der Stabilität der Server. Zu häufig haben wir es mit fiesen Lags und Disconnects zu tun. Sowas trübt den Spielspaß. Auch würde ein integrierter Voice-Chat der Koordination der Schlachten gut tun, da dies über den aktuellen Textchat schwer zu realisieren ist. So bleiben besonders Schlachten, die nicht mit Clans bestritten werden, doch häufig ein wildes Durcheinander ohne größere Organisation und Teamwork.
Screen 1
Eine der wenigen Siedlungen
Screen 2
Brutaler FinishingMove
Screen 3
Sicher unterwegs auf dem Pferd
Screen 4
Rüstungen sind nicht rostfrei

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War of the Roses

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Action
von Paradox Entertainment
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCOktober 2012
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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08.02.13
PC
War of the Roses - Kostenlose Version erschienen
16.10.12
PC
Im Test: War of the Roses
09.03.12
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War of the Roses - Erstes Gameplay zum Multiplayer-Gemetzel

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