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Test: Dishonored: Die Maske des Zorns

Der Mann mit der Maske steckt voller Überraschungen - folgt ihm in seine Steampunk-Welt.
 Dishonored: Die Maske des Zorns
Übertriebene Reaktionen auf vermeintliche Verletzungen der Ehre haben in der Menschheitsgeschichte schon zu so manchem vermeidbaren Konflikt geführt, aber was Corvo Attano widerfährt, ist nun wirklich eine Schweinerei: Der treue Leibwächter der Kaiserin war im Ausland unterwegs, um Informationen über die vor allem in der Hauptstadt grassierende tödliche Seuche zu sammeln. Gerade als er seiner Herrscherin Bericht erstattet, wird diese von Attentätern ermordet und ihre Tochter Emily entführt. Durch ein Komplott des fiesen Oberspions wird Corvo beschuldigt und eingekerkert, doch kurz vor der geplanten öffentlichen Hinrichtung gelingt ihm mithilfe neuer Verbündeter die Flucht. Im Auftrag einer Widerstandsgruppe aus unzufriedenen Adeligen und anderen Rebellen muss er nun alles wieder ins Lot bringen...

Ab ins Boot - Dunwall wartet

Schauplatz der spannenden Handlung ist ein fiktives Land, das stark von unserem England - und da speziell London - der Jahrhundertwende inspiriert wurde. Ein Schuss Magie sowie vor allem auch technische Errungenschaften wie gefährliche mechanische Stelzenläufer verleihen dem Streifzug durch verregnete Gassen aber eine Portion Steampunk-Flair. Schon diese Atmosphäre ist eine große Stärke von Dishonored und fesselt den geneigten Betrachter bereits nach kurzer Spielzeit an den Bildschirm. Armut, Krankheit und Korruption plagen das Reich, im überschwemmten Bezirk werden die Seuchenopfer gnadenlos ihrem Schicksal überlassen und überall herrschen Quarantäne oder Ausgangssperren, während die dekadenten Reichen sich bei opulenten Maskenbällen amüsieren.
Vom Unterschlupf der Rebellen aus wird Corvo per Boot an seine diversen Einsatzorte transportiert, wo er nach einem kurzen Briefing zahlreiche Freiheiten beim Eliminieren wichtiger Zielpersonen oder bei sonstigen Sabotage-Akten im Kampf gegen den Meisterspion, nun Lordregent, hat.
In der Egoperspektive trifft man dort unter anderem auf jede Menge Wachleute, aggressive Rattenrudel und so genannte „Weiner“ - zombiemäßig dahinvegetierende Verseuchte im fortgeschrittenen Stadium, die andere Leute anscheinend zum Fressen gern haben.
Zum Glück steht dem Ex-Bodyguard ein reichhaltiges Repertoire an Moves und Kniffen zur Verfügung. So kann er springen, schwimmen, schleichen, aus der Deckung oder durch Schlüssellöcher spähen, nichtsahnende Widersacher bewusstlos würgen bzw. meucheln oder sich aus der Höhe auf Feinde fallen lassen, um mit richtigem Timing einen tödlichen „Falkenangriff“ durchzuführen.
Die Steuerung geht sehr gut von der Hand, Gamepad-Fans dürfen sich alternativ über die tadellose Unterstützung des Xbox-Controllers freuen. Mit der rechten Hand schwingt Corvo eine Klinge, die linke hält seine per einblendbarem Rundmenü oder entsprechender Symbol-Leiste angewählten Schusswaffen (Pistole oder Armbrust mit tödlichen und betäubenden Bolzen – Munition ist allerdings meist knapp), Granaten und Minen bzw. übersinnlichen Fähigkeiten. Eine Auswahl kann man außerdem auf die Steuerkreuz-Richtungen des Controllers verteilen.

Für jede Situation gerüstet

Die magischen Fähigkeiten erlauben allerhand abwechslungsreiche und spektakuläre Aktionen. Mit einem traurig sprechenden menschlichen Herz in der Hand spürt man versteckte Runen auf, die als Bezahlung für Erwerb und Verbesserung der Kräfte dienen. Die Mana verbrauchenden Fähigkeiten gibt es jeweils in zwei Stufen mit wachsender Nützlichkeit.
Beim immens wichtigen Teleport steigert man so etwa die Reichweite des Beamens, das Corvo zum Beispiel hinter Wachen und vor allem auf sonst nicht zugängliche Vorsprünge in luftiger Höhe befördert. Per Nachtsicht schaut man durch Wände und erkennt, in welche Richtung Feinde blicken, durchs Verlangsamen der Zeit bleibt man unentdeckt oder entgeht Angriffen. Offensiver wirkt der Windstoß, welcher Projektile abwehrt, Bösewichte in Abgründe schleudert oder sie gar regelrecht an Wänden zerplatzen lässt. An dieser Stelle ein paar Worte zum Gewaltfaktor: In Dishonored rollen gern mal Köpfe, Hälse werden angestochen und sonstige Körperteile arg in Mitleidenschaft gezogen. Das alles in der deutschen Version ungeschnitten. Durch den leicht Comic-artigen, überzeichneten Anstrich werden solche Brutalitäten aber etwas entschärft.
Bösartig zeigen sich auch beschworene Rattenschwärme als Kampfgefährten oder Entsorger von Leichen. Raffiniert ist die Beherrschungs-Fähigkeit – vorübergehend schlüpft man in die Körper von Ratten, Fischen, Wachhunden oder auf der zweiten Stufe sogar Menschen, um z.B. durch enge Luftschächte in Geheimkammern zu gelangen oder feindliches Gebiet zu durchqueren.
Dazu gibt es passive Verbesserungen für mehr Lebensenergie und Beweglichkeit bis hin zu einer Kraft, die besiegte Gegner nahezu spurlos verschwinden lässt.
Fleißige Entdecker sammeln außerdem so genannte Knochenartefakte, die z.B. geringfügige Verbesserungen von Heilwirkungen mit sich bringen. Bei einem Verbündeten kann man zu guter Letzt Upgrades mit gefundenem/gestohlenem Geld kaufen, wodurch sich unter anderem die Munitionskapazität erhöhen oder der finsteren Maske des Hauptdarstellers eine Zoom-Funktion verpassen lässt.
Screen 1
Ich war´s nicht!
Screen 2
Der Stützpunkt der Rebellen, in den man zwischen den Missionen zurückkehrt
Screen 3
Vor Missionsbeginn gibt es immer ein paar Infos
Screen 4
Direkte Konfrontationen sind nicht ungefährlich
Screen 5
Besser analysiert man die Situationen zuerst aus sicherer Höhe
Screen 6
Noch ahnt der Feind nichts Böses

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Dishonored: Die Maske des Zorns

Packshot
Action
von Bethesda Softworks, Arkane Studios
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCOktober 2012
PS3Oktober 2012
360Oktober 2012
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besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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