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Test: Vessel

Wer gerne hüpft und rätselt, sollte sich Vessel mal anschauen.
 Vessel
Geniale Erfindungen geraten, vor allem in Spielen, gern mal ein wenig außer Kontrolle – das muss der erfolgreiche Tüftler M. Arkwright, seines Zeichens Protagonist der Rätsel-lastigen Hüpferei Vessel, am eigenen Leib erfahren. Seine „Fluros“ genannten Schöpfungen geben sich anscheinend nicht mehr mit ihrer Rolle als unermüdliche Fabrikarbeiter zufrieden und entwickeln ein Eigenleben. Mister Arkwright muss das angerichtete Chaos in Labor und Werkshallen nun schleunigst wieder in Ordnung bringen.

Wasser dazugeben und fertig

Vessel ist auf den ersten Blick ein Jump&Run in klassischer Seitenansicht, das einfache Herumrennen und -springen spielt hier aber lediglich eine untergeordnete Rolle. Im Mittelpunkt stehen stattdessen die Manipulation von Gerätschaften wie Kurbeln oder Aufzügen und vor allem das Hantieren mit verschiedenen Flüssigkeiten. Letztere bilden die Grundlage zur Erschaffung von Fluros, welche je nach Situation als Helfer des Hauptdarstellers agieren oder ihm störend dazwischenfunken.
Spezielle „Samen“ lassen sich in den Umgebungen platzieren, aus denen unter Zugabe von Flüssigkeit ein Schwabbelwesen mit unterschiedlichen Verhaltensweisen entsteht. So nehmen die Viecher z.B. die Verfolgung ihres Schöpfers auf oder stürzen sich voll motiviert auf jeden erreichbaren Bodenschalter. Schon eine Grundeigenschaft der unfertigen Samen sorgt für interessante Puzzle-Lösungen: Die Dinger ziehen Flüssigkeit magisch an, auch durch dünne Wände oder Böden hindurch. So kann man etwa Wasserstrahlen durchs Ablegen von Samen indirekt auf die gewünschten Bahnen lenken.
Benutzbar sind neben den Tropfen aus der Umgebung auch zuvor aufgesaugte Vorräte, die zur späteren Verwendung in einem Tank auf dem Rücken des Helden landen und per Spritzdüse gezielt an die entsprechenden Stellen befördert werden. Wer besonders knifflige Rätsel löst, erhält wertvolles Plasma, mit dem ein paar Upgrades wie mehr Tankkapazität erworben werden dürfen (was aber fürs Vorankommen nicht allzu wichtig ist).

Viel Rätselspaß

Die nach und nach erlernten Kniffe müssen geschickt kombiniert werden, um Barrieren verschwinden zu lassen, dem Fluro-Treiben in Fabrikräumen ein Ende zu setzen oder Ausrüstungsgegenstände zu erreichen. Die Vermischung von Wasser und Lava lässt beispielsweise Dampf entstehen, der wiederum bestimmte Mechanismen antreibt, Samen werden in enge Schächte mit ansonsten unerreichbaren Schaltern geworfen und auf kompliziertem Weg mit Wasser versorgt, leuchtendes Nass lockt Licht-suchende Fluros an die gewünschte Position, das Verschieben bestimmter Maschinenteile stoppt die Produktion „feindlicher“ Fluros und so weiter und so fort.
Die Aufgabenstellungen sind ausgesprochen raffiniert und vielfältig, der Verlauf der Lernkurve ist dabei trotzdem als recht angenehm zu bezeichnen. Zwar spart das Spiel an Hinweisen, mit ein wenig Beobachtungsgabe und Ausprobieren bleiben die Rätsel aber stets lösbar und sorgen für so manches Erfolgserlebnis, wenn wieder eine Kopfnuss geknackt wurde. Steht man komplett auf dem Schlauch, kann Arkwright in vielen Fällen einfach später in den jeweiligen Raum zurückkehren.
Ein Highlight sind die physikalisch korrekt reagierenden Spielelemente, etwa beim Fließverhalten oder an Schaltern, deren Widerstand man regelrecht spüren kann. Wird der Xbox-Controller genutzt, kommt in passenden Momenten die Vibrationsfunktion zum Einsatz. Generell ist ein Gamepad statt Tastatur dringend zu empfehlen, schon im Startmenü weist das Spiel darauf hin, dass es für dieses Eingabegerät optimiert wurde. Störend fallen dann nur manchmal ein paar kleine Ungenauigkeiten bei der Steuerung bzw. recht träge Bewegungen sowie leichte Übersichtsprobleme auf.

Kein Augenschmaus, aber trotzdem nett anzuschauen

Die Umgebungen wie Fabrikhallen, Höhlen und Außenareale wurden von den Entwicklern oft etwas karg eingerichtet, zu viele Details im Hintergrund wären andererseits beim Rätseln auch gar nicht unbedingt vorteilhaft. Durch schicke Licht-, Feuer- und Raucheffekte sowie die erwähnten realistisch herumschwappenden Flüssigkeiten wird der Gesamteindruck aufgewertet. Außerdem bekommt man einige witzige Animationen zu Gesicht, z.B. bei den Fluros, die fröhlich durch die Gegend hüpfen oder sich bemitleidenswert vor dem Sauger fürchten.
Die musikalische Begleitung zeigt sich relativ zurückhaltend, durch allerlei passende Geräusche wie das wuchtige rhythmische Hämmern der Maschinen wird die besondere Atmosphäre des Erfinder-Ausflugs aber sehr schön unterstrichen. Was man von der Story nicht unbedingt behaupten kann - auf Zwischensequenzen oder andere interessante Erzählmethoden wurde verzichtet, nur Notizzettel des Protagonisten weisen etwa darauf hin, warum er zu den jeweiligen Einsatzorten aufbricht.
Screen 1
Mit vollem Körpereinsatz produziert der Held hier Wasser für neue Fluros
Screen 2
Durch Samen wird der Wasserstrahl nach oben gelotst
Screen 3
Durch Licht- und Schatteneffekte wird die Grafik stimmungsvoll verschönert
Screen 4
An diesem Gerät erschafft man mit genug Plasma Upgrades
Screen 5
Vorsicht, heiß! Feurige Fluros können ihrem Schöpfer gefährlich werden
Screen 6
Ein Teil des Spiels lässt den Erfinder auch mal frische Luft schnappen

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PCOktober 2012
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03.11.12
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