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Test: Primal Carnage

Einmal Dino sein und Menschen fressen oder platttreten ...
 Primal Carnage
Frische, unverbrauchte Spielideen sind im Shootergenre ja bekanntlich eher selten. Meistens lassen die Entwickler Menschen gegen Aliens, Killerroboter oder eingewickelte Bösewichte aus dem nahen Osten antreten. Eine etwas unverbrauchtere Auswahl der Gruppierungen bietet Primal Carnage und lässt hier Menschen und die scheinbar doch noch nicht ganz ausgestorbenen Dinos aufeinander los – und dabei kann man auch als Dino spielen.

Direkt und ehrlich zur Sache

Natürlich fühlt man sich bei einem solchen Spiel quasi zwangsläufig an Steven Spielbergs „Jurassic Park“ erinnert. Aber auch wenn das Charakterdesign und das Setting in Form einer dschungelüberwucherten Tropeninsel durchaus Parallelen zum Dinoepos erkennen lassen, so ist Primal Carnage doch ein eigenständiges Ding.
Die Idee hinter Primal Carnage ist bewusst simpel gehalten. Eine Gruppe Dinojäger tritt gegen ein Rudel Urzeitechsen in einer Art Team-deathmatch an. Es gibt auf jeder Seite fünf Charakterklassen mit individuellen Angriffsmöglichkeiten, fünf große Maps und EINEN Spielmodus, nämlich Team-Deathmatch. Das Spiel macht dabei nicht einmal den Versuch, irgendeine Art von Story zu erzählen. Es gibt schlicht keine. Letzteres ist im Prinzip ja nicht weiter wild, dass es aber nicht mal einen Einzelspielermodus gibt, in dem man mit Bots die Basics trainieren kann, ist dann doch schon irgendwie doof. Selbst das man versucht ein Spiel zu hosten, um ein bisschen herumzulaufen und die einzelnen Charakterklassen auszuprobieren ist nicht drin, da das Spiel die Partien nicht mit einem Passwort absichern kann. Das bedeutet in letzter Konsequenz, dass man erstmal ins kalte Wasser geschmissen wird und sein Glück direkt in der rauen Multiplayerrealität versuchen muss – und man die ersten paar Male gnadenlos plattgetreten, gefressen, gesprengt oder in die nächste Schlucht geschmissen wird, bis man dann irgendwann die Finessen des Gameplays auf die harte Tour gelernt hat.

Klassen und Rassen

Zunächst ist zu sagen, dass die Menschen sich für den Anfang einfacher spielen. Am simpelsten ist hierbei der Kommando. Der Muskelmann ist mit einem MG mit Granatwerfer bewaffnet und am besten für den Kampf gegen die dicken T-Rex geeignet. Dann gibt es noch einen klischeehaften Indianerhäuptling mit Schrotflinte, welcher die Dinos mit Leuchtkugeln blenden kann. Der Pyro steckt die Dinos mit einem Flammenwerfer in Brand, der „Doc“ verschießt Betäubungspfeile und der Trapper feuert beidhändig mit Pistolen und kann Netze verschießen, um die Dinos kurzzeitig bewegungsunfähig zu machen.
Auch auf der Dinoseite gibt es fünf unterschiedliche Klassen. Während allerdings die Menschen in der Egoansicht spielen, haben die Dinos eine Art Third-Person-Kamera, die sich unabhängig von der Spielfigur drehen lässt. Das erhöht bei den Dinos deutlich die Übersicht und gleicht den Umstand, dass die Schuppenbiester über keine weitreichenden Fernangriffe verfügen, etwas aus. Der Pteranodon z.B. ist der klassische Flugsaurier und kann seine Gegner im Flug packen und über der nächsten Schlucht fallen lassen. Der Novaraptor rammt seine Opfer bevorzugt um, während der Dilophosaurus seine Gegner mit giftigen Bissen und ätzendem Schleim traktiert durch den sie kurzzeitig erblinden. Am auffälligsten ist natürlich mal wieder der T-Rex, welcher Menschen einfach am Stück auffrisst und eine Menge einstecken kann, aufgrund seiner Langsamkeit und Größe aber auch ein leichtes Ziel ist.

Wer ist die dominante Spezies?

Ganz allgemein ist Teamplay bei diesem Spiel sehr wichtig. Wer allein unterwegs ist, endet schnell als Dinofutter oder Trophäe über dem Kamin. Die Menschen müssen stets zusammenbleiben, um ihre Fähigkeiten zu kombinieren, während die Dinos ihre Angriffe gut untereinander koordinieren müssen, um Erfolg zu haben. Hat z.B. ein Flugsaurier einen Teamkameraden gepackt, kann man seinen Kollegen immer noch retten, indem man den Flattermann durch ein paar gezielte Treffer dazu bringt, seine Beute wieder fallen zu lassen. Ähnlich funktioniert das auch, wenn sich ein Novaraptor in einen Menschen verbissen hat. Dann hat man nämlich immer noch ein paar Sekunden Zeit den kuschelbedürftigen Dino von seinem Opfer herunterzuballern. Sprich, der Schlüssel zum Erfolg ist, gegenseitig auf sich achtzugeben. Sowohl auf Mensch- wie auch auf Dinoseite.
Technisch basiert das Spiel auf der Unreal 3-Engine und bringt ein recht stimmiges Bild der Dinohatz auf den Schirm. Zwar ist Primal Carnage kein Überflieger, sowohl was Effekte als auch Artwork angeht, aber doch immerhin gehobener Standard. Etwas negativ fallen hier lediglich ein paar kleinere Bugs auf: Manchmal wird die ganze Zeit Mündungsfeuer eingeblendet, obwohl man gar nicht schießt oder es wird (trotz offensichtlicher Niederlage) ein „Victory“ am Ende einer Runde angezeigt. Hier und da ruckelt es auch ein wenig und das LOD-System geht stellenweise etwas auffällig zu Werke, aber insgesamt geht die Technik des Spiels durchaus als zeitgemäß durch.
Screen 1
Der am einfachsten zu spielenden Charakter ist wohl der Kommando.
Screen 2
Fies: vom Regen in die Traufe.
Screen 3
Im Nahkampf und ganz allein hat der Doc eher schlechte Karten.
Screen 4
Jetzt noch eine Granate hinterher und der Dino ist reif für das Museum.
Screen 5
Hat es in diesem Gebüsch nicht gerade verdächtig geraschelt?
Screen 6
Ein tiefer Canyon durchzieht die Map in den die Flugsaurier einen mit Vorliebe hineinfallen lassen.

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Primal Carnage

Packshot
3D-Shooter
von Lukewarm Media
USK-Freigabe keine Angabe
PCOktober 2012 (Steam)
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13.11.12
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