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Test: Unmechanical
Ein kleiner Metallschädel rätselt sich durch geheimnisvolle Gefilde.
Huch, was war das denn? Gerade ist der kleine Held von Unmechanical noch fröhlich mit einem Schwarm Artgenossen über idyllische Wiesen geflogen, als er sich unverhofft in einem unterirdischen Labyrinth voller verzwickter Konstruktionen wiederfindet. Da schwebt er nun – kaum mehr als ein rundes Klümpchen Metall, mit Propeller, kurzen schlenkernden Anhängseln, Lampen als Augen und einem bloßen Strich als Mund. Ohne Mimik und nennenswerte Animationen, doch seltsamerweise trotzdem irgendwie niedlich. Eine Aktion, jede Menge EinsatzmöglichkeitenNeben dem Hauptdarsteller hat auch seine Welt einen ganz eigenen Charme. Stimmungsvoll beleuchtet und von passender Geräuschkulisse begleitet, warten dort allerlei raffiniert verbundene Räume mit fantasievollen Rätseln, ab und zu huscht ein geschäftiger Putzroboter vorbei oder nimmt eine Sicherheitskamera den Eindringling neugierig ins Visier. Solche Begebenheiten sind dann nach dem kurzen Intro allerdings über weite Strecken auch schon fast das „Story-ähnlichste“ im Spiel, ansonsten muss man einfach die spezielle Atmosphäre auf sich wirken lassen.In Unmechanical gibt es keinerlei Bildschirmanzeigen oder -texte, auch die sehr intuitive Steuerung des fliegenden Metallgeschöpfs gestaltet sich denkbar simpel – per Analogstick oder Pfeiltasten dirigiert man den unkaputtbaren Blechkameraden durch die Umgebungen, darüber hinaus wird nur noch ein Button benutzt, um dessen Traktorstrahl an der Unterseite zu aktivieren. Erstaunlich, was das kleine Kerlchen mit so einfachen Mitteln alles anstellt. Es kann unter anderem Schalter durch Berührung betätigen, nach einem Upgrade auf Tauchgang gehen (vorher treibt der Held bei Wasserkontakt einfach an der Oberfläche) und vor allem fleißig Zeug mit dem greifenden Strahl durch die Gegend transportieren. So schleppt man z.B. Felsen auf Bodenschalter, benutzt Eisenstangen als Arm-Ersatz, um Hebel hinter schmalen Lücken zu erreichen, sprengt mit Bomben Kohlebrocken frei, die dann in einen passenden Ofen wandern (was wiederum wichtige Veränderungen im Level verursacht) oder hebt den Wasserspiegel einer Grube durch hineingeworfene Objekte so weit an, bis zwei Enden eines kaputten Stromkabels bedeckt sind und so Energie zum nächsten Mechanismus fließen kann. Für gute Unterhaltung sorgen auch ein paar Spielereien mit mobilen oder drehbaren Spiegeln, mit deren Hilfe man Laserstrahlen an die richtigen Stellen lotst. Altbekanntes und frische IdeenDie Puzzles sind abwechslungsreich und spaßig, wenn auch manchmal nicht wirklich innovativ – etwa, wenn man an bunten Glühbirnen gezeigte Farbsequenzen wiederholen muss. Andere Situationen wurden dafür sichtlich mit viel Fantasie und Liebe zum Detail gestaltet. Vom Schwierigkeitsgrad her richtet sich Unmechanical nicht unbedingt an absolute Rätsel-Cracks, trotzdem stellt sich häufig eine gewisse Zufriedenheit bzw. Stolz ein, wenn man eine weitere Aufgabe erfolgreich gelöst hat.Problematisch zeigt sich manchmal weniger das Knacken der Kopfnüsse als eher die Frage, wo genau es denn nun weitergeht. Ein paar Hinweise wie Richtungspfeile wären dann nützlich gewesen. Trotz gelegentlicher Orientierungslosigkeit ist das Vergnügen leider ein wenig zu schnell vorüber, mehr als vier oder fünf Stunden wird wohl kaum jemand mit dem Blechkopf verbringen und in Sachen Wiederspielwert darf man bei dieser Art Rätselei natürlich auch nicht allzu viel erwarten. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt macht sich bei der insgesamt so ordentlichen Handhabung bemerkbar: Während man das Gameplay selbst perfekt per Gamepad steuern kann, muss für die Bedienung des Menüs immer die Maus bemüht werden. |
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Unmechanical

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