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Test: Sine Mora

Ein Fest für Fans des Shoot'em Up Genres und alle die es noch werden wollen.
 Sine Mora
Sine Mora gehört zum Genre der in den letzten Jahren sehr rar gewordenen Shoot'em Ups. Dieser Art von Spiel, in der man meist mit einem kleinen Raumschiff automatisch von links nach rechts fliegt, ankommende Gegnerformationen mit ausgefallenen Extrawaffen zu Kleinholz verarbeiten und sich am Ende des Levels einem fetten Obermotz stellen muss. Sine Mora ist nicht nur ein klassischer Vertreter dieses Genres, sondern schafft es auch dank einiger frischer Ideen, sehr schönem Art-design und solider Technik zu überzeigen.

Hasi und Mausi gegen das dunkle Imperium

Wer die goldene 16-Bit-Ära miterlebt hat, weiß vermutlich noch, dass die meisten Plots von Shoot'em Ups immer den einsamen Helden im letzten noch verbliebenen Raumjäger gegen eine übermächtige Alieninvasion in den Kampf geschickt haben. Sine Mora geht hier einen etwas anderen Weg und erzählt eine doch recht komplexe Geschichte in einem Fantasyuniversum, wo eine Truppe Tiermenschen (gemeinhin als „Furrys“ bekannt) einen durch ein fieses Imperium inszenierten Genozid verhindern will. Der Plot ist ein bisschen verworren, wird aber eh nur in Form kurzer Textpassagen zwischen den Levels erzählt. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Charaktere in einem ganz merkwürdigen Kauderwelsch daherreden. Entweder ist es eine ziemlich exotische Fremdsprache (japanisch ist es nicht) oder man hat extra für das Spiel eine Art Kunstsprache entwickelt.

Ballerei auf Zeit

Auf den ersten Blick unterscheidet sich Sine Mora nicht von anderen Vetretern des Genres. Die Hauptwaffe lässt sich mit Extras, welche abgeschossene Gegner hinterlassen, in 9 Stufen aufrüsten. Weiterhin steht eine Sekundärwaffe zur Verfügung, die sehr mächtig, aber auch nur begrenzt oft einsetzbar ist. Als zusätzliches Gameplayelement kommt noch die Zeitkapsel hinzu, mit der man auf Knopfdruck die Zeit Bullet-Time-mäßig verlangsamen kann. Allerdings ist natürlich auch diese Fähigkeit begrenzt und muss per Extras wieder aufgeladen werden.
Einer der großen Unterschiede zum Genrestandard besteht darin, dass man bei einem Treffer oder einer Kollision mit einem Hindernis nicht sofort ein Leben verliert, sondern eine Zeitstrafe bekommt, die von einem oben mitlaufenden Timer abgezogen wird. Erst wenn der Timer auf null heruntergezählt hat, ist ein Leben futsch. Durch das Abschießen von Gegnern kann man allerdings zusätzliche Sekunden zum Zeitkonto dazuaddieren. Außerdem wird das Zeitkonto an Checkpoints ebenfalls wieder aufgeladen. Im Prinzip ein sehr faires System.
Man sollte aber nicht meinen, dass Sine Mora jetzt sonderlich leicht wäre. Im Gegenteil: Oftmals sind die Geschosshagel der Gegner (und insbesondere der oft riesenhaften Bosse) so dermaßen dicht, dass man sich ohne gute Bullethell-Skills oder eben strategisch wohldosiertem Einsatz der Zeitblase kaum ungeschoren hindurchmogeln kann. Zudem verliert man bei Treffern auch nach und nach seine Extrawaffen. Diese schweben zwar noch kurze Zeit herum, sodass geschickte Spieler sie wieder einsammeln können, aber weniger geübte kassieren oft nur noch weitere Treffer und sind die zurückeroberten Extras dann trotzdem wieder los.
Neben dem Storymodus wartet noch ein Arcademodus: Hier fallen die ganzen Zwischensequenzen weg, sodass man sich ungestört auf das reine Gameplay konzentrieren kann. Es geht dann auch eher darum, einen möglichst hohen Highscore auf die Beine zu stellen, mit dem man auf einer internationalen Rangliste nach oben klettern kann. Hier trennt sich dann auch die Spreu vom Weizen: der Arcademodus ist nicht nur deutlich schwerer, nein, hier sieht man auch erst was die richtigen Cracks drauf haben.
Zusätzlich steht noch ein Bossmodus zur Verfügung, in dem man bereits besiegte Endgegner nochmal auseinandernehmen kann. Sozusagen zu Übungszwecken.

Eine tolle Welt auf einem schmalen Streifen

Grafisch gehört Sine Mora zum besten, was das Genre zu bieten hat. Sowohl beim Art-Design als auch dem generellen Detailgrad der Szenarien hat man sich sichtlich Mühe gegeben. Alleine der Mix aus Steampunk, Hightech und monströser Natur erzeugt schon eine ganz eigentümliche Atmosphäre, die ein wenig an das Panzer-Dragoon-Universum erinnert. Düstere Fabrikanlagen stehen ebenso auf der Reiseroute wie Unterwassertunnel, staubige Canyons, Hightech-Metropolen oder eine Art Wald mit aggressiven Killerinsekten. Die Musik (vom Silent HillWeitere Infos-Komponisten) untermalt das Geschehen dabei mit einer Mischung aus Düster-Techno und esoterischer Chill-Out Mucke. Klingt zwar eher nach „zum davonlaufen“, aber glaubt mir: Es passt.
Das einzige was mich an dem Spiel richtig gestört hat sind diese elenden schwarzen „PAL-Balken“. Immerhin geht so fast die Hälfte des Schirms verloren. Was die Spieldauer betrifft, ist Sine Mora zwar nach heutigen Maßstäben recht schnell durchgespielt, aber für ein Shmup hat Sine Mora genau die richtige Länge für die kleine Highscorejagd zwischendurch und der Preis ist auch angemessen.
Screen 1
Ob unter Wasser...
Screen 2
oder in der Hightechfabrik: Das Imperium lungert überall rum.
Screen 3
Gegen die fiese Riesenkrabbe müssen wir nochmal alles geben, bevor der Weg ins nächste Level frei ist.
Screen 4
Die Idylle trügt mal wieder.
Screen 5
WTF?! Ohne die Ninjareflexe asiatischer Automatenspieler oder eine voll gefüllte Zeitblase geht hier nix.
Screen 6
Besonders hier sieht man schön die Detailverliebtheit, mit der die Entwickler die Umgebungen gestalteten.

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Sine Mora

Packshot
Action
von Kalypso Media
USK-Freigabe keine Angabe
PCNovember 2012 (Steam)
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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04.12.12
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