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Test: Vietcong

Als Sergeant Steve Hawkins 1967 nach Vietnam kommt, erwartet ihn ihm Außenposten Nui Pek die "grüne Hölle"!
 
In die Reihen der taktischen Shooter gesellt sich mit „Vietcong“ ein Dschungel-Shooter, in dem man aus der Sicht der Hauptfigur Sergeant First Class Steve Hawkins das Chaos und die Sinnlosigkeit des nervenzerreibenden Dschungel-Krieges in Vietnam miterleben kann. Wir schreiben das Jahr 1967, sie in der Figur von Steve Hawkins befinden sich auf einem militärischen Transportflug in einem Heuy unterwegs in das Dorf Nui Pek, einem Ort, der mit nichts zu vergleichen ist, außer vielleicht mit der Hölle auf Erden…

Gooooood Morning, Vietnaaaaaam!

Nui Pek liegt einige Meilen von der Grenze Kambodschas entfernt, in der Provinz Pleiku. Das US-Lager dort ist das Zuhause des Special Forces Team A-216, bestehend aus sechs perfekt ausgebildeten US-Marines, zu denen sie nun dazuzählen. Weiterhin finden sich in dem Lager noch einige Special Forces Einheiten aus Süd-Vietnam wieder, die zusammen an der Seite der Marines gegen den Vietcong kämpfen. Nui Pek ist wahrscheinlich so ziemlich der letzte Ort weit und breit, wo man seinen Urlaub verbringen möchte. Hier gibt es nur Schlamm, Dschungel, Moskitos, konstante Luftfeuchtigkeit über 80 Prozent, die schäbigen Baracken der US-Einheit und natürlich „Charlie“!
Diesen Spitznamen hatten die Soldaten des kommunistischen Nord-Vietnams gleich zu Beginn des Krieges von den US Soldaten bekommen, als eine Art Zeichen der Hass-Liebe. Der Vietcong ist fast nie richtig zu sehen, schwer zu greifen, mehr geisterhaft bewegen sich dessen Soldaten durch den Dschungel, und trotzdem kann man sich sicher sein, dass sie immer da sind und alles genauestens beobachten. Und ein Moment der Unachtsamkeit reicht - und der Zug ist abgefahren! Langeweile ist hier ein Fremdwort.

Der erste Tag – und gleich voll dabei!

Vietcong unterscheidet sich in eine Solo-Player Kampagne, einem Sofort-Start und diversen Multi-Player Optionen. Der Sofort-Start ist recht kurz erläutert, hier wird quasi auf die Kampagne zurückgegriffen, mit einigen Modifikations-Möglichkeiten im jeweiligen Level, und diesen spielt man dann per Sofort-Play auch durch. So richtig los geht die Sache aber erst in der Kampagne, denn hier tritt man in die Fußstapfen unseres Sergeant Steve Hawkins, der irgendwann im Sommer 1967 in Nui Pek eintrifft.
Zu Beginn begibt man sich zur Meldung zum zuständigen Lager-Kommandanten. Auf dem Weg zu dessen Bunker kann man schon die „Schönheit“ des Lagers bewundern und mit einigen Marines ein kurzes Pläuschchen halten. Man merkt an den kurzen Konversationen bereits zu Beginn, dass der Charakter des Lagers mehr einer Art „Wird schon werden…bleib cool…“ Mentalität unterliegt, als dass hier der strenge Ton eines straff geführten Regiments vorherrscht. Nachdem man den Kommandanten des Lagers kontaktiert hat, wird man zum eigenen Bunker geführt. Dieser besteht aus einem mehr schlecht als recht zusammengewürfelten Erd-Bunker, inmitten der Schützengräben des Lagers. Innen im Bunker ist es dunkel, stickig und eng. Das Feldbett teilt man sich mit Läusen, die Latrine bedarf keines weiteren Kommentars und Sitzgelegenheiten gibt es eigentlich auch keine. Immerhin, ein funktionierendes Kofferradio ist vorhanden, aus dem den ganzen Tag Radio Saigon die Hits der damaligen Zeit abspielt, immer wieder mal unterbrochen vom obercoolen DJ „JJ“ Jonah Jukowski und einigen seiner flotten Sprüche.
Auf dem Schießstand macht man dann erste Erfahrungen mit den zur Verfügung stehenden Waffen. Und diese sind wirklich teilweise in einem desolaten Zustand, so dass man sich hier gut daran tut, fleißig mit den veralteten Schießprügeln zu üben, sonst kann es einem hinterher lausig ergehen! Kurz nach dem Aufenthalt im Schießstand kommt auch schon der Kommandant zu Hawkins und bittet ihn, sich und Medic Crocker auf eine humanitäre Mission in ein nahe gelegenes Dorf zu begleiten. So geht es also gleich am ersten Tag zu dritt per Army-Jeep auf Tour, und kaum im Dorf bei den Einheimischen angekommen, fliegen einem auch schon die ersten Kugeln um die Ohren. Der Vietcong schläft nie, und hat auch diese Aktion wohl aus einiger Entfernung beobachtet. Nun haben sie also das Vergnügen, gegen die Scharfschützen des Vietcongs anzutreten…

Eine richtig geniale Story!

Das Scharmützel mit den Scharfschützen erweist sich schnell als recht leichte Aufgabe, wenn man die weiteren Missionen in der Kampagne erst erlebt hat. Aber bis dahin werden wirklich die ersten Schweißperlen buchstäblich auf der Stirn des Spielers spielen, denn Vietcong wartet mit einer klasse gemachten Story auf, die kaum etwas an Realismus vermissen lässt. Mit der Zeit stoßen zum eigenen Team insgesamt sechs Soldaten hinzu, und zusammen mit Hawkins als Leiter dieses Zuges kämpft man sich buchstäblich Meter für Meter durch die grüne Hölle dieses Landes. Dabei zeigt sich sehr schnell, dass die KI des Gegners außerordentlich gut funktioniert. Kombiniert mit den teilweise nervenaufreibenden und irritierenden Geräuschen des Dschungels entsteht so eine Atmosphäre, die den eigenen Adrenalin-Spiegel konstant auf Höhenflug hält.
Screen 1
Die Special Forces im Einsatz
Screen 2
Im Dschungel unterwegs
Screen 3
Funkkontakt zur Basis
Screen 4
Der ist hin!

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Vietcong

Packshot
Taktik-Shooter
von Take 2
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCApril 2003

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