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Test: Cafe International
1989 war das Kartenspiel "Spiel des Jahres", nun bringt Koch Media es für den PC.Mit Cafe International hat sich Koch Media der Umsetzung eines Kartenspiel-Klassikers angenommen. 1989 wurde der Titel mit der begehrten Auszeichnung „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet.MultikultiIm Cafe International stehen fünf (in einer Variante sieben) Tische, von denen jeder einem von 12 verschiedenen Ländern zugeordnet ist. An jedem Tisch stehen vier Stühle wobei diese so angeordnet sind, das manche Stühle zu mehreren Tischen gehören (siehe Screenshot 2 und 3). Jeder der beiden Spieler hat nun maximal zwölf Karten auf der Hand, die Männer oder Frauen aus verschiedenen Ländern zeigen. Davon darf man maximal drei in einer Runde auf die Stühle verteilen, wobei zu beachten ist das der abgelegte Gasta) an einem Tisch platziert ist, die seiner Flagge zugeordnet ist b) an wenigstens einem der Tische an dem er sitzt (zur Erinnerung, ein Stuhl gehört meist zu mehreren Tischen) einen Gesprächspartner hat bzw in der gleichen Runde noch einen Gesprächspartner bekommt c) keine Geschlechtsübermacht erzeugt, das heisst an keinem der Tische darf ein Verhältnis von drei Männern und einer Frau bzw. zwei Männern und keiner Frau (und umgekehrt) hergestellt werden Für das richtige Platzieren eines Gastes bekommt man Punkte. Füllt man einen Tisch, wird der Tisch samt der vier Gäste entfernt, und ein neuer Tisch wird hingelegt. Kann man keinen Gast anlegen muß man eine Karte vom Stapel ziehen, hat man bereits 12 Karten auf der Hand muß man eine ablegen, wofür es zu Spielende Punktabzug gibt. Das Spiel endet entweder wenn der Kartenstapel zum Nachziehen aufgebraucht ist oder ein Tisch gefüllt und kein neuer Tisch zum hinlegen da ist. In der Sonderfällen kann es sein das ein Spieler mitten im Spiel alle Karten ablegen kann, dann darf er das Spiel für beendet erklären. Und wenn es ganz dumm läuft wurden die Gäste so ungeschickt verteilt, das unmöglich ist noch einen weiteren Gast anzulegen, auch dann endet das Spiel. UmsetzungSo weit das nicht ganz einfache Regelwerk, das dem Spieler in einer Online.Hilfe und einem Tutorial näher gebracht wird. Bereits ein erster Kritikpunkt, denn in der laufenden Partie ist es somit nicht möglich in den Regeln nachzuschlagen.Natürlich richtet sich Cafe International vor allem an den sogenannten Casual-Gamer, was man schon zu Beginn merkt, wenn das Programm artig fragt, ob denn die Bildschirmauflösung während des Spieles geändert werden dürfe (was andere Spiele ungefragt machen). Im Comicstil aufgemachte Karten, ein schlichtes Menü und ein einfacher Spielhintergrund, dazu nette Cafe-Hintergrundmusik, so präsentiert sich die Umsetzung. Nichts weltbewegendes aber auch nichts was abschrecken würde. Die Steuerung geht einfach von der Hand, wie man das von den Windows-Kartenspielen wie Solitaire kennt. Per Drag&Drop zieht man Karten an die gewünschte Stelle, ein Klick auf den Ablagestapel bringt eine neue Karte. Neue Karten werden immer am Schluß der eigenen Karten einsortiert, erst nach einem weiteren Zug werden sie einsortiert. Da die Flaggen auf den Karten recht klein sind, wird eine größere mit dem Unteritel „Herr“ oder „Dame“ eingeblendet wenn man mit der Maus darüberfährt. Neben der klassischen 5-Tisch Variante kann man auch eine 7-Tisch Variante oder gegen die Zeit spielen (hier gilt es möglichst viele Punkte zu machen, je schneller man seine Züge ausführt desto mehr Punkte gibt es). Die Intelligenz des Computergegners ist in drei Stufen einstellbar, auch die Geschwindigkeit mit der die Züge des CPU-Gegners ausgeführt werden kann geregelt werden. Alles in allem spielt der Gegner recht herausfordernd, da aber der Glücksfaktor eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, ist das schwer einzuschätzen. Multiplayer und andere NickeligkeitenCafe International bietet auch die Möglichkeit gegen einen Gegner aus Fleisch und Blut im Netzwerk anzutreten. Wo da bei einem 2-Spielerspiel der Sinn liegen soll bleibt ein Geheimnis, denn statt zwei PCs laufen zu lassen sollte man vielleicht doch lieber das Kartenspiel kaufen. Die Verbindung klappte aber problemlos, jedoch fehlt leider jeglicher Internet-Support. Es gibt lediglich eine Online-Bestenliste für den Zeit-Modus.Knackpunkt bei Cafe International ist, das man immer wieder beim Anlegen übersieht das z.B. der Deutsche zwar an Tisch 1 und 2 passt, aber an Tisch 3 nicht, weil dort schon ein Mann sitzt und damit an diesem Tisch ein Männerüberfluß entstehen würde. Leider zeigt einem das Programm nicht, wo das Problem liegt, die Karte lässt sich einfach nicht anlegen. So sind „Warum denn nicht?“ oder „Aber wieso...?“ die häufigsten Aussprüche des Spielers. Es gibt aber eine Hilfe, die einem für jede ausgewählte Karte anzeigt, wo man sie anlegen kann. Cafe International kostet nicht viel Geld (rund 10 Euro) und ist somit kaum teurer als das Originalkartenspiel. Wer gern solche Spiele allein gegen den Computer spielt bekommt eine ordentliche, einsteigerfreundliche Umsetzung ohne großen Schnickschnack. |
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