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Test: Rise of Nations
Mit Rise of Nations erweitert Microsoft seine Palette an Strategiespielen um einen weiteren Titel. Kann das vielfach als Age of Empires-Nachfolger gehandelte Spiel überzeugen?Nachdem Ensemble keine Lust auf Age of Empires 3 hatte und mit Age of Mythology lieber ins Reich der Mythen abgedriftet ist, bringt Microsoft mit Rise of Nations einen Quasi-Nachfolger heraus, der mit unglaublich vielen Optionen und einer Vielzahl an Komfortfunktionen protzt. Damit kommt das Spiel gerade recht für die Age of Empires-Fans, die mit Helden und Sagen nichts am Hut haben, und für die Empire Earth-Spieler, die sich nach Alternativen umschauen.Mächtige WirtschaftGrundsätzlich spielt sich Rise of Nations natürlich genauso wie Age of Empires 2 oder vergleichbare Spiele. In der Startstadt werden Arbeiter erzeugt, die sich um den Rohstoffabbau kümmern. Mit den Rohstoffen werden neue Gebäude gebaut und neue Technologien erforscht, die wiederum notwendig sind, um in das nächste Zeitalter fortzuschreiten. Außerdem können in Militärgebäuden Kampfeinheiten gebaut werden, mit denen man gegnerische Städte angreifen kann.Zur Steigerung der Rohstoff-Sammelrate können besondere Gebäude gebaut werden (Kornkammer, Sägewerk, etc.), die aber im Wirtschaftsradius einer Stadt liegen müssen (wird beim Bauen angezeigt) und die auch nur für den Rohstoffabbau dieser Stadt gelten. Es gilt also alle Städte entsprechend auszubauen. Andere Gebäude wie z.B. die Universität gelten für die gesamte Nation, können aber mehrfach gebaut werden (aber jeweils nur einmal je Stadt). Universitäten liefern Wissen, einen der sechs Rohstoffe. Neben Nahrung, Holz, Metall und Öl, die alle regulär abgebaut werden, gibt es noch Wissen und Gold. Wissen wird von Gelehrten erzeugt, die sich in den Universitäten aufhalten, und Gold erhält man von Händlern, Karawanen und über Steuern. Händler schickt man zu seltenen Ressourcen, die zufällig über die Karte verstreut sind. Mehr Gold bringen aber Karawanen, die automatisch zwischen den eigenen Städten hin und her pendeln, sobald sie gebaut sind. In einem Tempel kann man Steuern ent- und weiterentwickeln. Weiterentwicklungen sind aber meist mit dem Erreichen bestimmter Technologien oder Zeitalter verknüpft, die in der Bibliothek erforscht werden können. Ganz schön viel Wirtschaft also für ein Echtzeit-Strategiespiel. Glücklicherweise nimmt einem das Spiel sehr viel Mikromanagement ab, so dass man sich nur auf den Aufbau der Wirtschaft konzentrieren muss, nicht aber auf den Betrieb. So muss man Felder nicht neu bauen (wie bei AoE) und auch die anderen Rohstoffe versiegen nicht. In der Stadt kann man festlegen, zu welcher Ressource sich neu erzeugte Arbeiter begeben sollen und ob sie automatisch anfangen sollen Rohstoffe abzubauen und/oder beim Bau von Gebäuden helfen sollen. Neue EroberungAuch militärisch beschreitet Rise of Nations Neuland. Dadurch, dass man Gebäude nur auf eigenem Gebiet bauen kann (Grenzen können durch den Bau von Städten, Tempeln oder Forts erweitert werden) , entfällt die beliebte Taktik seine Militärgebäude direkt vor der Nase des Gegners zu bauen und dadurch Transportwege zu sparen. Auch Gewaltmärsche durch gegnerisches Gebiet sind problematisch, da die eigenen Einheiten dort kontinuierlich Schaden nehmen (Verschleißschaden). Das gegnerische Gebiet muss also erobert werden, indem man die eigene Nation durch den Bau neuer Städte vergrößert. Witziges Detail am Rande: Städte bekommen Eigennamen, so dass sie auch eindeutig zu identifizieren sind.Ein Partie bei Rise of Nations läuft typischerweise wie folgt ab: Zunächst versucht man durch den Bau neuer Städte die eigenen Landesgrenzen zu erweitern und die Rohstofferträge zu vergrößern. Irgendwann stößt dann die eigene Landesgrenze an die gegnerische und eine Belagerung steht an. Dazu sammelt man eine Armee an seiner Grenze und versucht zunächst aus der Entfernung mit den Belagerungswaffen die ersten gegnerischen Gebäude auszuschalten. Danach marschiert man konzentriert beim Gegner ein und versucht seine Stadt zu erobern. Dazu reduziert man deren Lebenspunkte auf 0 (wodurch die Stadt nicht zerstört wird) und umstellt die Stadt mit eigenen Infanterieeinheiten. Man muss nun eine bestimmte Zeit lang die größere Militärmacht auf dem Gebiet der Stadt stellen, damit die Stadt in die eigene Nation eingegliedert wird. Jetzt muss man die Stadt nur noch reparieren und alle gegnerischen Militärgebäude zerstören. Die Wirtschaftsgebäude wechseln automatisch zum siegreichen Spieler und die Landesgrenzen verschieben sich, so dass die eigenen Einheiten auch keinen Verschleißschaden mehr nehmen. Schafft man es nicht die Stadt einzugliedern, sondern erobert der Gegner diese zurück, so ist ein taktischer Rückzug angesagt, damit sich die Einheiten in der Nähe einer eigenen Stadt regenerieren können. |
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