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Test: Freelancer

Endlich wieder eine Weltraumssimulation mit einer gehörigen Portion Action gefällig? Jetzt können sie auch in Deutschland freelancen
 Freelancer
Erinnern sie sich noch an Weltraumsimulations-Klassiker wie Wing Commander, Elite oder Privateer? Diese Spiele revolutionierten ihr damals noch unangetastetes Genre. Lange Zeit danach kam außer X – Beyond the Frontier nichts wirklich brauchbares aus dieser Ecke mehr auf den Markt. Nun hofft das gerade erschienene Actionepos Freelancer mit einer dichten Story, guter Grafik und immerhin vier Jahren Entwicklungszeit auf dem Buckel diese Erfolgsgeschichten fortzusetzen. Ob sich die Wartezeit dank immer wieder verschobenen Releasedaten von Anfang 2001 bis heute gelohnt hat, erfahren sie in diesem Test..

Interaktives Kino

Die Entwickler von Freelancer segneten das Spiel mit einer Story epischen Ausmaßes rund um ein mysteriöses Artefakt das sie als Hauptspieler Trent von einem Unbekannten mehr oder weniger zugesteckt bekommen.
In 13 Missionen kommen sie dem Geheimnis dieses Artefakts allmählich näher und decken nebenbei eine große Verschwörung von geheimnisvollen Aliens auf. Dabei steuern sie Trent auf den Planeten, welche in Spielgrafik gehalten sind, nur indirekt, indem sie einzelne Personen anklicken mit denen sie reden möchten, um entweder Aufträge zu erhalten, zu handeln oder einfach Informationen zu erfragen.
Was das eigentliche Spiel aber ausmacht ist die Handlungsfreiheit zwischen den Storymissionen (daher auch der Name). Ähnlich wie seinerzeit bei Pirates! können sie sich fast uneingeschränkt entfalten, sei es nun als gefürchteter Pirat oder einfach als Frachterkapitän indem sie mit Waren von System zu System handeln. Ob sie dabei die Story verfolgen bleibt ihnen überlassen. Grundsätzlich müssen sie nämlich gar nichts, allerdings ist es reizvoll in der wirklich spannenden und einfallsreichen Geschichte voran zu kommen.
Auf ihrer Reise durch das Universum fliegen sie in viele verschiedene Welten. Interessant: die Galaxie teilt sich in vier Sektoren auf, welche von unterschiedlichen Völkern beherrscht werden, die stark an die Erde angelehnt sind, so kommt man zu Beginn in das System der Amerikaner und später in das der Engländer, Japaner und der Deutschen, wobei die dortigen Planeten und Stationen immer Namen bekannter Städte tragen wie z.B. Hamburg, New London oder Kyoto. Warum das so ist wird ihnen in einem kinoreifen Intro veranschaulicht: Im 23sten Jahrhundert, also viele hundert Jahre vor der eigentlich Spielgeschichte herrschte ein interstellarer Krieg zwischen der Allianz, welche die Erde darstellte und der Koalition. Als schließlich die Allianz als geschlagen galt und die Erde der Vernichtung nahe stand, entsandte diese mehrere „Schläferschiffe“, welche z.B. Bretonia (für die Engländer) oder Rheinland (für die Deutschen) hießen, in die unendlichen Weiten des Universums um dort fernab vom Krieg eine neue Existenz aufzubauen. Da jedes Schiff in einen anderen Sektor flog, entstanden dann die verschiedenen Namen.
Während der Spielgeschichte steigen sie mit ihrem Charakter Level auf und können sich dadurch bessere Schiffe oder Waffen leisten. Die Erfahrungspunkte spiegeln sich dabei als Credits wider welche ihren Status ausmachen. Diese können sie durch Warenverkauf oder eine der vielen Missionen vermehren. Nur leider ähneln sich die Missionen sehr stark, was ein kleines Manko darstellt. Nach ein paar Spielstunden bemerken sie, dass ihnen eigentlich immer das Gleiche aufgetragen wird, z.B. „Fliege zum System X und erledige alle Gegner in einem bestimmten Gebiet“. Auch die Dialoge in den Bars wiederholen sich nach einiger Zeit, hier wäre doch ein wenig mehr Abwechslung von Vorteil gewesen. Auch ein MultipleChoice-Verfahren für Trents Antworten hätte dem Verlauf gut getan.
Screen 1
Wenn sie gerade mal nicht unterwegs sind
Screen 2
Ein großer Frachter
Screen 3
Feinde im Anflug
Screen 4
Aller Anfang ist schwer, zunächst muss sich Trent mit einem kleinen Schiff behaupten

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Freelancer

Packshot
Weltraum-Simulation
von Microsoft, Digital Anvil
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCMai 2003

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