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Test: Big Mutha Truckers
Trucking-Funracer mit Wirtschaftsteil, ein gelungener Genremix?Auf den Straßen von State County machen seit Jahren die Trucks der Big Mutha Truckers die Straßen unsicher. Doch nun will Big Mama in Rente gehen und um zu entscheiden welches ihrer vier sehr unterschiedlichen Kinder die Spedition erbt, veranstaltet sie einen Wettbewerb: Wer in 60 Tagen den größten Gewinn scheffelt erbt die Firma.Das TruckerlebenIm Hauptteil des Spiels wählt man also einen der vier Charaktere und pendelt mit ihm zwischen den Städten hin und her, kauft hier Waren billig ein und verkauft sie dort teurer. Klingt wie eine schnöde Wirtschaftssimulation oder eine Trucker-Siulation a la King of the Road?Mitnichten. BMT ist ein reinrassiger Funracer mit angehängtem Wirtschaftsteil und Geld kann man nicht nur verdienen in dem man die Waren billig ein- und teuer verkauft, sondern auch durch Rennen oder in dem man besonders spektakulär die Vehikel harmloser Verkehrsteilnehmer schrottet. Aber Vorsicht: Biker und Polizisten reagieren auf rüdes Fahrverhalten allergisch. Die Polizei startet wilde Verfolgungsjagden und versucht abzudrängen, die Biker beschießen den Truck und versuchen sogar ihn zu entern. Wie auch immer, beides verursacht Schaden und den zu reparieren kostet Geld. Treibt man es zu weit, bleibt der Truck liegen und man wird abgeschleppt. Natürlich nicht dorthin, wo man eigentlich hin wollte. Die Trucks fahren sich total arcadelastig. Wilde Drifts und Geschwindigkeiten jenseits der 120 sind möglich, wobei man aber auf den ausschwingenden Hänger aufpassen sollte und fährt man schnell genug über Hügel hebt der Truck sogar ab. Das sagt wohl alles über die Gemeinsamkeiten mit der realitätsgetreuen Simulation King of the Road aus. Von Stadt zu StadtDa es nur fünf Städte gibt zwischen denen man hin- und herfährt, kennt man die Routen nach einer Weile und ist auf das GPS-System das an Kreuzungen einblendet ob und wohin man abbiegen muß, bald nicht mehr angewiesen.Erreicht man eine Stadt gibt es einen Einparkwettbewerb. Es gilt den Truck möglichst schnell in die Parkbucht zu setzen, je schneller das gelingt, desto mehr Bonus gibt es, ist man zu langsam geht man leer aus. Anschließend verkauft man seine Ladung, tankt auf, repariert Schäden, holt sich Tipps welche Ware gerade gefragt ist in der Bar, kauft wieder neue Ware und weiter geht’s. Das passiert alles über ein simples Menü. Bei Auswahl von Laden, Bar oder Garage wird eine kurze Animation eingespielt die uns das jeweilige Gebäude zeigt, dann wählt man wieder die entsprechenden Optionen aus. Nach fünf Tagen kann man jederzeit bei Big Mama vorbeischauen und sich ansehen wie man im Rennen der Geschwister liegt und wie sich die Preise für die unterschiedlichen Waren in den einzelnen Städten entwickelt haben. Wählt man einen neuen Ort, kommt ab und zu ein Herausforderer der uns ein Wettrennen um nicht unerhebliche Beträge anbietet. Dann gilt es den Zielort vor ihm zu erreichen, und die Gegner sind dabei alles andere als zimperlich. Hin und wieder gibt es Sondermissionen oder illegale Fracht zu befördern und wer viel geld auf der Kante hat, kann in seinen Truck investieren und zum Beispiel einen Turbolader oder bessere Bremsen erstehen. UmsetzungNeben dem Truckerleben gibt es noch einen Missionsmodus mit teilweise ganz witzigen Aufgaben wie Truck-Tauziehen oder „Schrotte möglichst schnell 15 Autos“. Weitere Spieloptionen oder gar Multiplayer werden nicht geboten.Die Grafik ist für einen Funracer ok, kann aber nicht annähernd mit Edelracern wir Need for Speed – Hot Pursuit 2 mithalten. Die konsolentypische Menüführung mit der Tastatur ist dank der jeweils nur wenigen Auswahlmöglichkeiten kein Problem, die Steuerung des Fahrzeugs ist Funracertypisch simpel. Die Sounds sind eher schwach, musikalisch werden diverse Radiokanäle von Rock bis Country geboten. Leider wurde das Spiel nur in Untertiteln übersetzt, da aber die teils slanglastigen Radio-Interviews keine Untertitel bieten entgeht einem hier viel Witz, denn während der Fahrt hat man kaum die Möglichkeit sich auf das Genuschel zu konzentrieren um den Witz zu verstehen. Alles RoutineDie eigentliche Krux von BMT ist aber, das viel zu schnell Routine aufkommt. Schon nach wenigen Spieltagen wird das Truckerleben langweilig. Immer wieder dieselben Orte besuchen, dort jeweils genau dieselben Aktionen immer wieder ausführen und auch die Rennen auf der Straße sind auf die Dauer nicht wirklich spannend. So leidet BMT letzten Endes an der misslungenen Verquickung der beiden Genres WiSim und Funracer. Der Wirtschaftsteil ist viel zu flach um auf Dauer zu begeistern, und dem Rennspielteil geht sehr schnell der Fun verloren. Wer trotzdem Interesse hat, sollte mal die Demo probespielen, aber im Grunde hat man dann auch schon alles wesentliche gesehen. |
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