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Test: Chicken Shoot
Die Hühner kommen nicht zur Ruhe. Hier kann man ihnen sogar im Multiplayer zuleibe rücken...In der Mittagspause Mittagessen? Wie langweilig. Wer statt dessen lieber einen kleinen Zock zwischendurch einlegt oder auch für alle Fans der klassischen Hühnerjagd am PC gibt es jetzt den neuesten Moorhuhnklon Chicken Shoot für knapp 10 Euro zu kaufen.Die Jagd beginntUnser Alter Ego Chicken Bill macht gerade sein Nachmittagsschläfchen da fallen Scharen von verrückten Hühnern über seinen Kornvorrat her. Natürlich können wir das nicht auf uns sitzen lassen und jagen fortan gnadenlos das verhasste Federvieh. Dazu stehen uns neben der standardmäßigen Pistole, nach Abschießen eines zufällig vorbeifliegenden Huhns mit der entsprechenden Waffe auch noch eine Schrotflinte mit großer Vernichtungskraft und ein Maschinengewehr mit großer Durchschlagskraft zur Verfügung. Bomben und Dynamit dürfen wir ebenfalls einsetzten. Da so eine Bombe nicht von Freund und Feind unterscheiden kann, sollte man dies mit Bedacht tun da es für das Erledigen von anderen Tieren wie Störchen, Raben oder gar kleinen Küken Minuspunkte gibt.Zwei Modi mit drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen wurden von den Entwicklern in Chicken Shoot eingebaut. Im Arcade Modus hat Chicken Bill zu Levelbeginn eine Lebensenergie von 100 Prozent und wird von den listigen Hühnern mit verschiedenen Eiern beworfen. Kann man die Eier nicht mehr abschießen und treffen diese auf den Bildschirm auf werden sie zu Spiegeleier und Chicken Bill verliert dadurch Energie. Null Lebensenergie bedeutet dann das Levelende. Bis dahin sollte man natürlich so viele Punkte wie möglich gesammelt haben. Zur Aufbesserung der Lebensenergie stehen Getränke, Obstteller und gebratene Hähnchen zum Abschuss in der Landschaft herum. Im Classic Modus hat man, wie im Ur-Morhuhn, eine vorgegebene Zeit in der man soviel Punkte wie möglich erreichen muss. Auch hier wehren sich die Hühner mit Eierwürfen die bei Treffern mit Minuspunkten geahndet werden. Vorsicht: Macht süchtigJa, richtig gelesen. Chicken Shoot und Co, das sind genau die Spiele die süchtig machen und einem alles ringsherum vergessen lassen. Nur noch schnell den Highscore des ungeliebten Kollegen knacken. Egal, die Pause ist zwar schon zu Ende aber nur noch ein Spiel und dann ist Schluss. Ach, noch eins und dann....Und genau dann kommt der Chef zur Tür herein. Autsch! Doch keine Angst in Chicken Shoot gibt es die Bosstaste. Schnell gedrückt und Chicken Shoot blendet sich aus und gleichzeitig das Bild eines Textverarbeitungsprogramms ein. Ob sich davon allerdings jeder Chef täuschen lassen wird sei einmal dahin gestellt.Spielerisch geht es in fünf Level, unter anderem auf dem Bauernhof, einem idyllischen Wald, in der Wüste unweit der Area 51, im hohem Norden und auf einem von Unmassen Hühnern bevölkerten Riesenbaum, auf die Hühnerjagd. Ganz begnadete Jäger bekommen noch reichlich Federvieh in einen Bonuslevel vor die Flinte. Die comichafte Grafik ist sehr ansehnlich, die Level sind allerdings einen Tick zu überladen so das einem etwas der Überblick fehlt. Deshalb sollte man auch schnellstens die voreingestellten 640x480 Pixel auf die maximal Auflösung von 800x600 stellen. In den Levels gibt es massenweise versteckte Boni zu finden. So kann man u.a. Windmühlenräder abschießen, störende Äste von Bäumen schießen oder alle Buchstaben eines Wegweisers abschießen um Bonuspunkte zu bekommen. Die KI der Hühner, wenn man das so nennen darf, ist bei weitem nicht so dümmlich wie bei den klassischen Moorhühnern. Chicken Shoots gewitzte Hühner drehen plötzlich im Flug um, verstecken sich hinter Bäumen und Häusern, winken als Ablenkung mit weißen Fahnen und werfen immer wieder mit Eiern. Dadurch braucht man für Chicken Shoot auch wesentlich mehr Übung als für den Moorhuhnklassiker. Die Soundeffekte und die Musik sind recht gut gelungen aber leider nicht abwechslungsreich genug. Deshalb nervt besonders die Hintergrundmusik mit der Zeit, so dass viele Spieler diese alsbald abschalten werden. Ebenfalls nervig sind die relativ langen Ladezeiten zwischen den Levels. Dafür haben die Entwickler aber an einen Multiplayer-Modus gedacht. In diesem können bis zu vier Spieler im LAN oder über das Internet gegeneinander die Hühner wegschießen. Apropos Internet: Hier kann man seinen Spielstand hinsenden und sehen an welcher Stelle man in der internationalen Highscoreliste rangiert. Einfach more HuhnChicken Shoot ist ein gutgemachter Moorhuhnklon der weit anspruchsvolleren Spielspaß als das kostenlose Ur-Moorhuhn bietet. Der Spaßfaktor kommt durch die comichafte Grafik mit den vielen lustigen Gimmicks und den beiden Modi inklusive dem Multiplayer nicht zu kurz. Lediglich die überladenen Level, die abwechslungslose Hintergrundmusik und die langen Ladezeiten trüben das Gesamtbild etwas. Wer Hühnerschießen mag oder wer einfach nur ein kurzweiliges und relativ anspruchsloses Spiel für zwischendurch sucht kann uneingeschränkt zugreifen. |
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