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Test: Colin McRae Rally 3
Sind aller guten Dinge wirklich drei? Endlich kommen auch PCler in den Genuß der dritten Auflage...Etwas spät aber immerhin erscheint dieser Tage der dritte Teil von Colin McRae Rally für den PC. Während sich Konsolenbesitzer bereits auf den im Herbst erscheinenden viertel Teil freuen, nehmen wir sozusagen den aktuellen Vorgänger unter die Lupe.Return of the McGefahren wird in acht Ländern: Spanien, Japan, England, Schweden, Griechenland, USA, Finnland und Australien. Da das Spiel keine FIA-Lizenz besitzt, wurde auf die Originalstrecken verzichtet, was man leicht verschmerzen kann, da die angebotenen Rallys von Asphalt über Schlamm und Schotter bis hin zu Eis und Schnee als bieten, was das Herz begehrt. Bei den Wagen hat man die Wahl zwischen acht Original-Rallywagen, wie den Ford Focus oder den Subaru Impreza. Dazu kommen dann noch einige Bonusfahrzeuge, die man sich aber erst freifahren muss. Im Karrieremodus kann man aber nur den Ford Focus benutzen.Zum Üben steht vor jeder Rally eine kurze Testetappe zur Verfügung. Zwar gibt es auch noch den Spielmodus Einzeletappen, aber dort kann man Länder und Etappen erst dann auswählen, wenn man sie bereits im Karrieremodus gefahren ist. Auch die diversen Tuning-Möglichkeiten im Fahrzeugsetup müssen im Karrieremodus erfahren werden. Dies sorgt allerdings auch für einen moderat steigenden Schwierigkeitsgrad, da man zu Beginn wenig Probleme mit der Einstellung des Setups hat. Test and driveWo schon die ersten beiden Teile mit exzellenter Fahrphysik und realistischem Schadensmodell glänzten, setzt Codemasters im dritten Teil noch eins drauf. Die Wagen fühlen sich noch realistischer an. Nimmt man z.B. Kuppen mit einer zu hohen Geschwindigkeit, so kann es sein, dass man sich bei der unsanften Landung diverser Karosserieteile entledigt. Auch wissen die Stossdämpfer zu schnell überfahrene Bordsteinkanten nicht wirklich zu schätzen. Und so empfiehlt sich eine vorsichtige Fahrweise, vor allem wo man nur alle drei Etappen den Wagen reparieren lassen kann. Streckenrandobjekte (z.B. Strohballen) sind jetzt übrigens größtenteils beweglich und können weggeschoben werden.Ein altes Problem hat Codemasters auch dieses Mal wieder mitgeschleppt: Die Wagen lenken nicht über die Vorderräder, sondern um die Hochachse. Auf rutschigem Untergrund ist das kein Problem sondern sorgt sogar noch dafür, dass man Fahrfehler leichter korrigieren kann, auf Asphalt ist es aber eine Qual, da der Wagen zum Übersteuern neigt. Auch die Verfolgungskamera (bei Abfahrten zu niedrig) und die Ansagen des Beifahrers (auf einigen Etappen viel zu kurz vor der Kurve) sind nicht perfekt. Back to the basicsBei den Spielmodi gibt sich der dritte Teil der Serie sehr spartanisch. Es gibt nur noch den Karrieremodus und das Fahren einzelner Etappen. Der Multiplayer-Modus beschränkt sich auf Splitscreen für bis zu vier Spieler (nur Einzeletappen, keine Meisterschaft!). Kein Netzwerk und kein Internet. Sehr mager! Der spaßige Arcademodus des zweiten Teils ist anscheinend ebenso dem Rotstift zum Opfer gefallen, wie die Wettkampf-Rennen. Und da man im Karrieremodus Colin McRae spielt, darf man auch nur mit seinem Wagen, dem Ford Focus antreten.Gegenüber dem Karrieremodus von DTM Race Driver sieht Colin McRae Rally 3 etwas mau aus, da auf eine Story verzichtet wurde. Zwar sieht man nun eine animierte Boxencrew, aber das war's dann auch schon. A propos Boxencrew: Diese repariert alle Schäden selbständig, sofern die Zeit reicht. Man darf nicht mehr selbst entscheiden, welche Schäden zuerst behoben werden. Grafik und Sound sind ordentlich. Der Wagen sieht gut aus, die Landschaft und Wettereffekte sind abwechslungsreich und sehr stimmungsvoll. Allerdings könnten die Landschaftstexturen etwas detaillierter sein. Überragend ist die Cockpitperspektive gelungen, die bei Regen perfekte Schlieren auf der Scheibe simuliert. Simple, but goodGegenüber Colin McRae 2.0 hat Codemasters den Umfang des dritten Teils ziemlich reduziert. Möglicherweise wollte man sich auf die Rally-Simulation konzentrieren und den Arcade-Teil den Konkurrenten (z.B. Rallisport Challenge) überlassen. Beim Karrieremodus ist umdenken angesagt: Statt wie bisher immer nur die beiden nächsten Etappen zu trainieren, um dann dort eine gute Zeit hinzulegen, fährt man bei Colin McRae Rally 3 eine Rally vom Anfang bis zum Ende. Das ist nicht nur realistischer, sondern sorgt auch für mehr Abwechslung.Und so empfiehlt sich Colin McRae Rally 3 in erster Linie für Puristen und Rally-Fans, die ihren Spass an der exzellenten Fahrphysik haben werden. Gelegenheitsfahrer und Crash-Kids sollten allerdings lieber die Finger von diesem Titel lassen oder auf den preislich attraktiven und kaum schlechteren zweiten Teil zurück greifen. |
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80%
Colin McRae Rally 3

Rally-Simulation
von Codemasters
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
von Codemasters
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
| PC | Juni 2003 | |
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| Xbox | Oktober 2002 |
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