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Test: Star Trek: Elite Force 2

Der Weltraum, unendliche Weiten! Dies sind die neuen Abenteuer von Alex Munro und dem Hazard-Team!
 Star Trek: Elite Force 2
Endlich ist es soweit: Star Trek Elite Force 2 (EF2) ist draußen, diesmal entwickelt von Ritual Entertainment und nicht mehr wie noch Teil 1 vom Hause Raven. Ob das daran liegt, dass der Vorgänger eher einem zu kurz geratenen Beben3 Mod glich sei mal dahingestellt. Jedenfalls zeichnet sich auch diesmal wieder ein Derivat der Beben3-Engine für den technischen Unterbau verantwortlich.
Wie im Vorgänger steuern wir wieder die Geschicke des Alexander Munro, der - befördert zum Teamchef - mit dem Hazard-Team besonders heikle Außenmissionen übernimmt. Wer allerdings eine weitere Episode von "Abenteuer aus dem Delta Quadranten" erwartet, wird wohl enttäuscht werden.

Von alten Bekannten und neuen Gesichtern

Zu Beginn des Spiels wird man quasi in die letzte Voyager Folge "Endgame" versetzt und muß die in einer Borgsphäre gefangene Voyager befreien. Nach Rückkehr in den Alpha Quadranten wird das Hazard-Team vom Sternenflotten Kommando aufgelöst, da angeblich kein Bedarf für eine solche Einheit bestünde. Munro wird an die Sternenflotten Akademie versetzt um dort Kadetten in Sachen Kleingruppentaktiken zu unterrichten. Zwei Jahre später, nach einer Holodeck Simulation wird das Team reaktiviert. Captain Picard höchstpersönlich zeigt sich dafür verantwortlich und von da an geht es auf der U.S.S. Enterprise NCC 1701-E weiter.
Die Enterprise empfängt prompt ein Notsignal von der Dallas, auf die zufällig zwei Jahre zuvor das ehemalige Teammitglied Telsia Murphy versetzt wurde. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf, die Enterprise und das Hazard-Team stehen plötzlich einer Bedrohung durch sogenannte Exomorphe gegenüber. Diese gentechnisch modifizierten, insektenartigen Kreaturen, die unter anderem einen körpereigenen Impulsantrieb besitzen, kommen scheinbar aus dem Nichts, greifen völlig willkürlich an und stellen im weiteren Verlauf eine echte Plage dar.
Bei den weiteren Nachforschungen trifft das Team auf zwei neue intelligente Rassen, die Attexianer und die Idryll, welche die Warp-Technologie beherrschen und deren Verstrickungen in die Exomorph-Invasion zunächst noch im Dunklen liegen. Weiterhin geht es darum das Rätsel einer untergegangenen Zivilisation zu lüften, die offenbar der Schlüssel zu den undurchsichtigen Beziehungen zwischen Attexianern und Idryll, aber auch der Herkunft der Exomorphe zu sein scheint.
Aber auch altbekannte Gesichter trifft man in Elite Force 2 wieder, da die zwölf Missionen unterteilt in bis zu sieben Level einen Grossteil des Star Trek Universums beleuchten. So kann man Planeten und Schiffe der Romulaner und Klingonen erforschen, die Sternenflottenakademie besuchen, eine Borg-Sphäre infiltrieren und natürlich die Enterprise E kennenlernen. Dabei trifft man nicht nur auf Romulaner, Klingonen, Ferengi, Borg und Andorianer sondern auch zahlreiche bekannte Charaktere der Voyager und Enterprise.
Neben denen aus Teil 1 bekannten Hazard-Teammitgliedern Cell, Austin Chang, Telsia Murphy und Juliet Jurot kommen noch drei Neue in die Gruppe. So wird das Team von der Pilotin Sydney, dem Spionagespezialisten Gonzales und dem klingonischen Fachmann für schwere Waffen, dem zwei Meter großen Kourban verstärkt.

Missionsdesign

Wie schon angesprochen besteht jede Mission aus mehreren Leveln die nahtlos miteinander verknüpft sind. Teilweise kehrt man auch innerhalb einer Mission in ein vorheriges Level zurück. Die einzelnen Level an sich sind nicht sonderlich groß, was aber nicht wundert, da dies bis auf wenige Ausnahmen für alle Games gilt, die auf der Beben3 Engine basieren.
Die Level sind extrem linear aufgebaut, sorgen aber durch intensives Scripting für eine gewisse Dynamik, da jederzeit etwas überraschendes passieren kann. Das ändert allerdings nichts daran, dass es in der Regel genau einen Lösungsweg gibt. Grade die Prologmission in der Borgsphäre wirkt recht eintönig, da alle Level extrem ähnlich aufgebaut sind und man immer wieder mit den gleichen Methoden gegen die kybernetischen Zombies vorgehen muß. Erst im eigentlichen Handlungsteil wird es deutlich spannender und abwechslungsreicher.
Neben fettem Geballer gegen feindlich gesinnte Alienhorden aller Art, werden kleine Rätseleinlagen, Geschicklichkeitsparts und Secrets geboten. Die Rätsel gestalten sich zum Teil genreüblich durch Schaltersuche, aber zusätzlich wurden kleine Denkspielchen eingebaut, wo man sich mit dem Tricorder in Konsolen einhacken muß, indem man Frequenzen moduliert oder Datenströme umleitet. Der Geschicklichkeitsanteil wird durch Hüpfeinlagen, oder das Ausweichen, bzw. Eliminieren von gemeinen Fallen realisiert.
Als Secrets beinhalten einige Level geheime Locations und versteckte Raumschiffe, die man einsammeln und damit Bonuslevel freischalten kann. Zudem haben die Entwickler eine gute Prise Humor einfließen lassen und witzige Eastereggs eingebaut.
Manche Missionsparts müssen unter Zeitdruck ausgeführt werden, was dem ganzen noch einen gewissen Stress- bzw. Spannungsfaktor hinzufügt. Am Ende einer Mission trifft man in der Manier von Arcade Games meistens auf Bossgegner, die man zum Teil nur mit bestimmten Strategien und/oder unter Ausnutzung der Umgebung besiegen kann.
Zwischen den Missionen hält man sich in der Regel auf der Enterprise auf, wo man sich mehr oder weniger frei auf bestimmten Decks bewegen kann. Man kann zwar jede Person die man trifft ansprechen, aber man bekommt meist nur recht kurz angebundene Antworten, die sich auch sehr schnell wiederholen. Manchmal kann man mehr oder weniger sinnigen Dialogen lauschen, wodurch der Eindruck der Lebendigkeit der Figuren erzeugt werden soll. Um die nächste Mission zu erhalten muß man verschiedene Stationen ablaufen, bzw. mit bestimmten Personen sprechen – quasi eine Mini-Mission. Hin und wieder hat man sogar die Möglichkeit verschiedene Phrasen in einem Dialog auszuwählen und damit minimal Einfluß auf die folgenden Schritte zu nehmen.

Freund und Feind

Bei den Gegnern ist positiv zu vermerken, dass die unterschiedlichen Gegnertypen ihre individuellen Verhaltensweisen haben, die zumindest bei den bekannten Rassen authentisch übernommen wurden. Jedoch merkt man recht häufig, dass sie vorrangig den Spieler attackieren und die computergesteuerten Teammitglieder gerne ignorieren. Weiterhin kleben die augenscheinlich taktisch klügeren Gegner stark an vorgegebenen Pfaden und führen geskriptete Angriffssequenzen aus. Die weniger "intelligenten" Gegner, wie z.B. die Exomorphe, bewegen sich zwar relativ frei, aber bei ihrer Zielstrebigkeit den Spieler zu überrennen bleiben sie oft an Ecken, oder hinter Hindernissen hängen.
Die Teammitglieder haben zwar spezielle Aufgabenbereiche, die sie bei bestimmten Missionen auch wahrnehmen, aber in der Regel dienen sie nur als mehr oder weniger effektive Feuerunterstützung. Sie folgen Munro normalerweise stupide und nehmen Gegner unter Beschuß, sobald sie in Reichweite kommen. Dabei fällt es ihnen auch nicht sonderlich schwer, mitten in die Schußbahn des Spielers zu laufen. Zum Glück scheinen sie relativ unkaputtbar zu sein. Ausnahmen bilden da nur Teilmissionen, in denen man Babysitter spielen und die entsprechenden Personen beschützen muß. So was wie Teambefehle gibt es nicht, wodurch man auch keinen Einfluß auf das Verhalten hat, außer die Mitglieder eben an die richtigen Stellen zu lotsen.
Screen 1
Die Sternenflotten Akademie!
Screen 2
Tricorder Rätsel
Screen 3
Exomorphe greifen an
Screen 4
Die hübche Keela von den Idryll

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Star Trek: Elite Force 2

Packshot
3D-Shooter
von Activision
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCJuni 2003

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