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Test: Tomb Raider - Angel of Darkness
Kann der neuste Teil der Serie den hohen Erwartungen der Fans und Kritiker gerecht werden? Erleben wir ein gelungenes Comeback?
Geschlagene drei Jahre mussten die Fans der langzöpfigen Archäologin auf ein (echtes) neues Abenteuer mit ihr warten. Nun bringt Eidos endlich den langersehnten sechsten Teil der weltberühmten Serie und verspricht gleichzeitig eine neue, erwachsenere und bessere Lara ins Rennen um die Action-Adventurekrone zu schicken, welche Tomb Raider doch so lange besaß.Endlich eine vernünftige Story!Eines wird jedem Spieler von Anfang an klar. Lara ist älter geworden (endlich!) und aus der in alten Ruinen herumwatschelnden jungen Frau ist eine erwachsene Dame geworden. Dieser Fakt erscheint allerdings fragwürdig, da ja bekanntermaßen Lara Croft im 4. Teil ihres Abenteuers das Zeitliche segnete. Also muss The Angel of Darkness scheinbar davor spielen. Macht aber nichts, die Entscheidung der Entwickler war gut.Die Geschichte fängt bereits dramatisch an. In Paris soll sich irgendwo ein blutrünstiges Monster herumtreiben, das scheinbar wahllos Menschen abschlachtet. Nun wurde auch Laras alter „Freund“ Werner von Croy ermordet. Die Sache hat nur einen Haken. Lara Croft war der letzte Mensch, der am Tatort gesehen wurde und somit ist sie nun Hauptverdächtige. Von der örtlichen Polizei gejagt findet Sie zunächst Unterschlupf in den dunklen Ghettos der Stadt. Sie muss nun also nicht nur beweisen, dass sie unschuldig ist, sondern auch herausfinden was es mit dem Monster auf sich hat und es gegebenenfalls zur Strecke bringen. Dabei gerät sie immer tiefer in die mysteriöse Welt eines unbekannten Feindes. Allerdings ist Lara diesmal nicht alleine unterwegs. Erstmals in der Geschichte von Tomb Raider bekommt sie im Laufe der Story einen männlichen Mitspieler zur Seite gestellt, Kurtis Trent. Wer diese Person ist, wollen wir hier aber nicht verraten. Insgesamt ist die düstere Atmosphäre des neuen Teils relativ untypisch für die „heile Welt“ in den Vorgängern. Lara muss außerdem viel mehr schleichen als vorher um ans Ziel zu kommen. Es gibt aber trotzdem noch genug zu ballern. 300 Kilo-Lara?Das größte Manko am neuen Teil ist wohl die Steuerung von Lara und Kurtis. Mal abgesehen davon, dass sie fast 1:1 von der Playstation 2 Version übernommen wurde und eine eher provisorisch wirkende Maussteuerung zwar vorhanden ist, sie diese aber nicht wirklich brauchen, ist auch das Steuern mit der Tastatur eher eine Quälerei als ein Erlebnis. Viel zu indirekt und schwammig bewegt sich die Gute. Es kommt einem so vor, als ob unsre Schönheit an starkem Übergewicht leiden würde, da sie auf jeden Befehl der ihr erteilt wird, scheinbar erst zwei Sekunden später reagiert. Wo ist die gewollt hektischere Steuerung der alten Lara geblieben? Indiana Jones hat vor kurzem vorgemacht, dass es auch anders geht, warum dann so ein Wirrwarr von so einem erfahrenen Entwicklerteam?Nach ein sehr sehr langen Eingewöhnungsphase kommt man dennoch halbwegs mit den Bewegungsabläufen klar und kann sich dann doch an den neuen und alten Aktionen der Dame erquicken. So hangelt, zieht, schiebt, kauert, schießt und rennt Lara wie eh und je. Die Gegner, die sich ihr dabei in den Weg stellen, sind erfreulich abwechslungsreich, vom Straßenköter bis hin zur SAS-Einheit ist alles dabei. Natürlich steht ihr auch ein großes Waffenarsenal zur Verfügung. Was wäre Lara z.B. ohne ihre Dual-Barettas? Davon gibts auch diesmal wieder verschiedene Ausführungen für unterschiedlich starke Gegner. Mit dabei sind außerdem noch eine Schrotflinte, eine Taserkanone und eine Betäubungspistole. |
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80%
Tomb Raider - Angel of Darkness

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