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Test: Enigma - Rising Tide
Im Jahr 1937 darf man sich als Kapitän auf diversen Kreuzern und Schlachtschiffen bewähren. Ob diese All-in-One-Marine Simulation mit der Konkurrenz mithalten kann, zeigt der Testbericht.In Enigma – Rising Tide schlüpft der Spieler in die Rolle von Kapitänen zur See auf Handelsschiffen, Korvetten, Zerstörern und U-Booten. Das ganze Szenario wird fiktiv im Jahre 1937 starten. Durch die großen Kriege der letzten Jahre haben sich drei übermächtige Kriegs- und Handelsparteien gegründet, denen sich der Spieler anschließen kann. Nimm mich mit Kapitän, auf die Reise…Das Szenario von Enigma – Rising Tide ist wie bereits gesagt völlig fiktiv. Es lehnt sich zwar in gewissem Maße an die Zeit zwischen den beiden großen Weltkriegen an, baut aber auf völlig frei erfundenem Geschichtsaufbau auf. Der Spieler hat die Möglichkeit, sich entweder den Vereinigten Staaten, dem imperialistischen Deutschland oder dem Bund freier Länder anzuschließen. Im Spiel selbst merkt man allerdings nicht viele Unterschiede, ob man nun für die eine oder andere Seite kämpft. Nicht einmal die zur Verfügung stehenden Schiffstypen ändern sich dadurch. Auch die Missionen bleiben im großen und ganzen gleich, lediglich die Briefings und Abschlußberichte der Missionen variieren etwas. Davon abgesehen muss man aber auch schon an dieser Stelle bereits deutlich sagen, dass Enigma keinen Wert auf geschichtlich einwandfreien Realismus setzt. Das fängt bei der Story an, geht über völlig frei definierte Schiffstypen hin, bis letzten Endes zum Kampfgeschehen, welches teilweise mehr oder weniger schon eine Art Arcade-Shooter abgibt, aber sicherlich keinen Simulations-Wert hat, wie man es zum Beispiel von Silent Hunter 2 oder Destroyer Command her kennt.Alles muss man selber machen!In Enigma hat man nun also die Qual der Wahl zwischen U-Booten, Handelsschiffen, Zerstören, Korvetten etc. etc. Die Missionen sind entweder eingegliedert in Einzelaufträge oder in eine Kampagne mit aufeinander abgestimmten Einsätzen. Doch egal für welchen Kutter man sich nun entscheidet, spätestens nach einer Minute wird einem klar, dass man alles hier selber machen muss. Eine Art KI besitzt maximal der Computer-Gegner, aber das eigene Schiff oder Geleitschiffe im Verbund haben scheinbar Null Mann Besatzung, außer dem Spieler selbst. Das kann in einigen Situationen ganz schön nervig werden und nährt weiter die Zweifel am vielleicht doch noch vorhandenen Realismus des Spiels. Aber nein, da fährt man zum Beispiel mit einem nicht kleinen Patrollien Boot an der Küste entlang. Das Boot ist so reichhaltig mit Flugabwehrkanonen ausgestattet, dass einem fast schwindelig wird. Ein Vierlings-Flak, zwei Zwillings-Flak und mindestens acht weitere Flak-Geschütze sind an Bord montiert. Wer als Flieger so einen Dampfer angreifen würde, müsste entweder nicht bei Sinnen sein oder die Tatsache gewollt ignorieren, dass ein Angriff komplett zum Scheitern verurteilt ist. Nicht aber hier in diesem Spiel. Denn erstens ist man ja quasi auf einem Geisterschiff unterwegs, ohne Besatzung, und hat dadurch zweitens das zweifelhafte Vergnügen, alle Kanonen selbst bedienen zu dürfen. Wie gesagt, bei so einer Flak Bewaffnung (und dann noch ein paar diese Schiffe im Geleit dazu) wäre jeder Flugangriff der totale Wahnsinn. Der Computer denkt sich aber wohl eher „Immer feste drauf!“, und so ballert man also wie wild in der Gegend rum und versucht die Flieger vom Himmel zu holen. Und das kann dauern, denn selbst wenn man einige Flugzeuge getroffen hat, schmieren die nicht etwa ab, nein – sie fliegen mit brennenden Motoren lustig weiter und attackieren uns auch noch! Auf soviel Realismus mag sich dann jeder selbst seinen Reim machen. Die Missionen mit den Zerstörern, U-Booten und Handelsschiffen sind übrigens ähnlich naturgetreu gehalten, so dass ich mir hier weitere Beispiele spare. |
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80%
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