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Filmkritik: Terminator 3

Filmkritik: Terminator 3 - Rebellion der Maschinen
Verleih: Columbia Starttermin: 31.07.2003 Dauer / FSK: 108 Min/ ab 16
Regie: Jonathan Mostow Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Nick Stahl, Claire Danes, Kristanna Loken
1984 gelang dem damals unbekannten Regisseur James Cameron mit dem gerade erst durch Conan halbwegs bekannt gewordenen Hauptdarsteller Arnold Schwarzeneeger ein Riesenhit: Terminator. Acht Jahre ließ man sich Zeit für eine Fortsetzung, dann drehte dasselbe Gespann Terminator 2, diesmal mit Arnie auf Seiten der Guten als umprogrammierter Terminator.
Die Story war in beiden Teilen ähnlich: Das Computergehirn SkyNET hat in der Zukunft die Weltherrschaft übernommen und mit einem Atomkrieg die Menschheit beinahe ausgerottet. Doch die wenigen Überlebenden gewinnen schließlich unter ihrem Anführer John Connor den Krieg gegen die Maschinen. Um das zu verhindern entsandte SkyNET in Teil 1 Arnold Schwarzenegger um Connor's Mutter zu töten und damit die Geburt des Rebellenführers zu vermeiden. In Teil 2 hatte es SkyNET dann auf den 10jährigen Connor abgesehen. Beide Missionen scheiterten.
Seitdem sind wieder einige Jahre ins Land gegangen. Connor ist mittlerweile über 20 und lebt im Untergrund. Obwohl in T2 der Atomkrieg verhindert wurde, lebt er in ständiger Angst. Nicht zu unrecht, denn SkyNET schickt wieder einen Terminator, T-X, ein noch weiter entwickeltes Modell das u.a. seine Waffen bereits eingebaut hat. Diesmal ist nicht Connor das Ziel, sondern seine zukünftigen Lieutenants. Und wiederum wird Arnold als mittlerweile veralteter Terminator hinterher geschickt um das schlimmste zu verhindern.

Gleich zur Sache
T3 - diesmal nicht von Cameron in Szene gesetzt - hält sich nicht lange mit Spirenzchen auf, die Charaktere werden schnell vorgestellt und kurz darauf taucht der weibliche T-X auf und macht sich auf die Suche nach den Lieutenants. Dabei stösst sie zufällig auf Connors Spur und jagt fortan ihn, die Tierärztin Brewster und Terminator Arnold quer durch L.A.!
Klingt altbekannt, ist altbekannt. Die Story ist der von T2 schon verdammt ähnlich. Gleichzeitig wird aber auch erzählt, wie SkyNET trotz der Geschehnisse in T2 die Macht zu ergreifen versucht und auch da wollen Connor und Arnie dem Supercomputer natürlich in die Suppe spucken.
Unterwegs geht massenweise zu Bruch, vor allem Autos werden zu Dutzenden geschrottet aber auch ansonsten merkt man, das die Produzenten richtig Geld zur Verfügung hatten. Über mangelnde Action kann man sich jedenfalls nicht beklagen, hin und wieder garniert mit netten Sprüchen von Arnold.

Die Darsteller
Alle Achtung, Herr Schwarzenegger. Nicht etwa für seine schauspielerische Leistung, die ist terminator-typisch auf minimal-Mimik und einsilbige Äußerungen beschränkt, aber der Mann ist immerhin weit über 50 und hatte zuletzt Herzprobleme, dennoch hat er nach wie vor Muskelberge die andere Actionhelden erblassen lassen.
Gute Leistungen bringen Nick Stahl (Connor) und Claire Danes (Brewster). Etwas überraschend das die sonst aus Charakterrollen bekannte Schauspielerin (Betty und ihre Schwestern, Romeo und Julia) sich für diese Rolle hergegeben hat, denn das Drehbuch gönnt ihr nur wenige Momente in denen sie ihr Können ausspielen kann, ansonsten darf sich sich auf's Action-typische Schreien und Kreischen konzentrieren.
Ziemlich blass bleibt Kristanna Loken in der Rolle der T-X, allerdings kann man ihre Dialoge auch an einer Hand abzählen. Der große Durchbruch wird ihr mit der Rolle jedenfalls kaum gelingen, Robert Patrick (dem T-1000 aus T2) erging es ja ähnlich.

Jörg's Meinung
Auch wenn die Drehbuchautoren sich vorhalten lassen müssen das ihnen nicht wirklich viel neues eingefallen ist, Terminator 3 ist gutes Actionkino mit netten Effekten, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Zeitsprung-Story hat - wie schon in den Vorgängern - ihre logischen Mängel, ist alles in allem aber ok und bietet ein paar nette Reminiszenzen an die Vorgänger. Wer die mochte, wird auch an Teil 3 Gefallen finden, auch wenn er nicht an die ersten beiden Teile heranreicht.

Rene's Meinung
Wer die großartigen Vorgänger kennt, wird nach der Logik dieses Teils fragen. So wurde doch Cyberdyne vernichtet und der Judgement Day letzten Endes scheinbar vereitelt. Doch der 3. Teil ergänzt die bisherigen Teile wunderbar und bietet eine komplexe und gut gestrickte Story.
Das der böse Terminator nun von einer Frau gespielt wird, stört mich keineswegs, Sexappeal und Gewalt waren schon immer eine gute Kombination. Am besten haben mir aber die genialen Anspielungen von Arni auf den1. und 2. Teil gefallen. Wenn ich nur an die Sonnenbrille denke, muss ich schon lachen. Und dann die extrem coolen Sprüche die der Terminator zum besten gibt, einfach klasse. Auch bei den restlichen Schauspielern finde ich die Wahl gut getroffen.
von Jörg Benne

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