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Du musst gemein sein in dieser Welt hieß es mal in einem Lied der Prinzen. Ein Lebensmotto das sich die Allgemeinheit Gott sei Dank nicht zu Eigen gemacht hat. Anders Woody. Der muss wirklich gemein sein, denn das ist sein Job als Star der Reality-Show „Böse Nachbarn“. Mit seinen Streichen muß er „den Nachbarn“ zur Raserei und die Zuschauer zum Lachen bringen, denn ohne Quote gibt’s keine weiteren Folgen. Richtig fiesDamit der Spieler gar nicht erst ein schlechtes Gewissen bekommt ist Woodys Opfer, „der Nachbar“ (einen richtigen Namen hat er nicht), ein absoluter Unysmpath. Nicht nur das er mit Schmerbauch, meterdicken Augenbrauen und schlecht sitzenden Klamotten unsympathisch aussieht, er terrorisiert seine Nachbarn auch z.B. mit einem Dieselgenerator, den er zum Betrieb seiner Töpferscheibe in der Küche laufen lässt. Kurz gesagt: Er hat es nicht besser verdient.Der Spieler steuert Woody, der in die Wohnung des Nachbarn marschiert, nach Gegenständen sucht die er für seine streiche und Fallen einsetzen kann und diese dann platziert. Mal muß ein Ei in der Mikrowelle gekocht werden, eine Bananenschale sorgt für eine Rutschpartie des Nachbarn und eine verstopfte Kloschüssel oder Reisszwecken auf dem Sessel sorgen auch für Vergnügen bei den Zuschauern. Mit jedem Streich steigt die Quote und gelingt es die Mindestquote zu erreichen ehe das Zeitlimit abläuft, geht’s in die nächste Folge. Noch verbessern lässt sich die Quote in dem man die Fallen so platziert das der Nachbar kurz hintereinander in sie hineintappt und sich so zwischen seinen Wutanfällen gar nicht mehr einkriegt. Fallenstellen leicht gemachtDas aus drei Einführungsleveln bestehende Tutorial macht den Spieler mit der kinderleichten Steuerung vertraut. Im Grunde steuert sich Böse Nachbarn wie ein Adventure a la Monkey Island. Man sieht das Haus des Opfers von der Seite, mehrere Tür verbinden Stockwerke oder Räume miteinander. Per Klick auf einen Ort bewegt Woody sich dorthin, klickt man auf einen Gegenstand oder ein besonderes Möbelstück wird es von Woody untersucht oder er durchsucht es nach Gegenständen. Diese wandern in ein Inventar und können dann für sich oder in Verbindung mit anderen Gegenständen zum Einsatz kommen. So entfaltet die Bananenschale ihre Wirkung auf dem Boden, die Anabolika bringen aber besonders viel Spaß wenn man sie ins Fischfutter mixt.Der Nachbar geht einem festen Ablauf nach. In einer kleinen Denkblase links unten kann man sehen, was er als nächstes vorhat. Das ist wichtig zu wissen, denn erwischt uns der Nachbar gibt’s Prügel und die Folge muß wiederholt werden. Deshalb gilt es die Räume rechtzeitig zu verlassen und Sackgassen nur aufzusuchen wenn der Nachbar weit weg ist. Zur Not stehen auch noch Verstecke wie der Kleiderschrank oder das Bett bereit. Fortsetzung folgtNeben den drei Tutorial Levels gibt es drei Staffeln der Serie, die erste mit sechs die nächsten beiden mit je vier Folgen.Die erste Staffel beschränkt sich auf wenige Räume und durchgehend sehr einfache Streiche. Es gehört nur wenig Gehirnschmalz dazu um dahinter zu kommen, wofür ein Gegenstand gut ist, die Auswahl an manipulierbaren Gegenständen ist halt sehr begrenzt. Dazu kommt noch, das sich gleich mehrere Streiche ständig wiederholen. In der zweiten Staffel stehen schon mehr Räume zur Verfügung und die Aufgaben werden kniffliger. Ausserdem bekommt der Nachbar Verstärkung durch Haustiere, die ihn sofort alarmieren wenn Woody in dem Zimmer herumgeistert in dem sie schlafen, es sei denn Woody schleicht, dann ist er allerdings sehr langsam. Running-Gags gibt’s auch in Staffel zwei, allerdings wiederholen sich die Streiche nicht gar so häufig. Die dritte Staffel bietet zwar keine neuen Räume, dafür wird das Fallenstellen deutlich schwieriger, denn zum Teil dienen die Streiche nicht nur dazu den Nachbarn zu ärgern, sondern auch dazu sich Zeit zu verschaffen um im Nachbarzimmer den nächsten Streich vorzubereiten, während das Opfer sich noch aufregt. Ausserdem lassen sich manche Gegenstände nur zwischen zwei Aktionen des Nachbarn manipulieren, hier ist also neben Köpfchen auch Timing gefragt. Kurzweiliger SpaßVierzehn Level mit jeweils maximal 10 Minuten Spielzeit, von denen man die meisten auf Anhieb schafft. Klingt wenig, ist wenig, insbesondere weil sich so viele Gags wiederholen und der Wiederspielwert – versuchen noch bessere Quote zu machen - nicht allzu hoch ist. Dazu noch eine zwar ganz witzige aber recht abwechslungsarme Grafik (immer dasselbe Haus, nur wenige unterschiedliche Wut-animationen beim Nachbarn...), netter aber nicht überragender Sound (Hintergrund-Dudelei, Geräusche und Zuschauerreaktionen). Klingt nach Mittelmaß.Ist es aber nicht, den Böse Nachbarn kommt als Low Budget-Spiel für nur 15 Euro in den Handel und für den Preis bietet es eine angemessene Portion Spielspaß die dank guter Steuerung einfach von der Hand geht. Wer also Lust auf ein nettes, gemeines Zwischendurch-Spielchen hat, sollte sich den Titel mal ansehen. | ||||||||||||||||||
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