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Filmkritik: Fluch der Karibik

Filmkritik: Fluch der Karibik
Verleih: Buena Vista Starttermin: 02.09.2003 Dauer / FSK: 143 Min/ ab 12
Regie: Gore Verbinski Darsteller: Johnny Depp, Orlando Bloom, Geoffrey Rush, Keira Knightley, Jonathan Pryce
Während in den Nachkrisgsjahren Piratenfilme boomten und z.B. Errol Flynn zum Star machten, ist es in den letzten Jahren sehr still um das Genre geworden, nicht zuletzt weil der letzte Blockbusterversuch in diesem Genre, Die Piratenbraut von Renny Harlin, an den Kinokassen Schiffbruch erlitt. Kein geringerer als Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer (Armageddon) versucht nun dem Genre neues Leben einzuhauchen.

Von Heldem, Piraten und Untoten
Elizabeth Swan ist die Tochter des Gouverneurs von Port Royal und im Besitz eines goldenen Medaillons das sie einem schiffbrüchigen Jungen abgenommen hat, in der Furcht es könne ihn als Pirat entlarven und den Kopf kosten. Jener Junge, William Turner, ist mittlerweile Schmied in Port Royal und hat sein Herz an die schöne Gourverneurstochter verloren, wagt aber nicht ihr seine Liebe zu beichten.
Zur gleichen Zeit treibt ein mystisches Piratenschiff sein Unwesen in der Karibik, die Black Pearl. Seine Besatzung rund um Captain Barbosa zieht seit Jahren plündernd von Insel zu Insel und es heisst sie seien verflucht und weder lebend noch tot. Nun ist Port Royal an der Reihe und sie kidnappen Elizabeth.
William will die Verfolgung aufnehmen doch da er keinen Rang hat will niemand ihn mitnehmen. Deshalb befreit er den verschrobenen Piraten Captain Sparrow aus dem Kerker und macht mit ihm Jagd auf die Black Pearl, nicht ahnend das Sparrow seine ganz eigenen Pläne hat.

Beauty trifft Frauen-Schwärme
Derlei Filme sind normalerweise nicht dazu angetan Frauen ins Kino zu locken, doch dank der Besetzung der beiden männlichen Hauptrollen war die Frauenquote im Kino recht hoch. Turner wird von Orlando Bloom (Legolas aus dem Herrn der Ringe) verkörpert und Johnny Depp erweist sich als Idealbesetzung für den durchgeknallten Piratenkapitän Jack Sparrow. Wie schon so oft verkörpert Depp diese skurrile Rolle mit Bravour. Mit Keira Knightley (Kick it like Beckham) wurde die Rolle der Elizabeth mit einer relativ unbekannten besetzt die aber mit hübschem Gesicht und tiefem Ausschnitt auch die Männer zufrieden stellen sollte.
Eine gute Figur als Bösewicht macht Geoffrey Rush.

Gute Unterhaltung
Eigentlich ist Fluch der Karibik ja die klassische Geschichte vom bösen Schurken der die holde Maid entführt und dem wackeren Helden, der sich aufmacht sie zu retten. Durch den zwielichtigen Sparrow gewinnt die Story aber an Spannung, denn bis zuletzt bleibt unklar, was der Piratenkapitän eigentlich vorhat und auf wessen Seite er nun steht. Das ganze wird mit viel Witz und Action garniert und wenn das wahre Aussehen der verfluchten Black Pearl-Crew ans Mondlicht kommt, zeigen auch die Computerfachleute von ILM was sie drauf haben.
Sicher ist Fluch der Karibik kein Film von dem man noch in einigen Monaten reden wird, aber er erfüllt den Anspruch den man an einen solchen Film haben kann voll und ganz: Abenteuer, Action, Witz und eine Prise Romantik lassen die knapp 140 Minuten lang keine Langeweile aufkommen. Gute Unterhaltung eben.
Die beiden Frauenschwarme
Die holde weiblichkeit
Seefahrerromantik
Der hat auch schon besser ausgesehen
Welches Spiel treibt Jack Sparrow?
von Jörg Benne

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