Was entsteht, wenn Michel Ancel, der Mann hinter Rayman, versucht seine Erfahrung und seinen Stil in ein Action-Adventure zu packen, dass irgendwie zwischen Gut und Böse angesiedelt sein soll? Ganz klar: Ein kunterbuntes Action-Adventure mit einer guten Story und viel „schweinischem Humor“. Ok, die Gleichung dürfte manchen ein bisschen konfus erscheinen, aber lest selbst, wie ich zu diesem Ergebnis kommen.
Akte J
In Beyond Good & Evil schlüpft ihr in die Rolle von Jade, einer jungen Frau, die zusammen mit ihrem Onkel Pey`j, einem humanoiden Schwein, auf dem wundervollen Planeten Hillys in einem Leuchtturm eine Art Waisenhaus leitet. Doch schnell wird diese Idylle unterbrochen. Denn die Welt ist mit einer Alien-Rasse namens DomZ im Krieg und die ständigen Angriffe aus der Luft terrorisieren die Bevölkerung. Zum Schutz der Einwohner gibt es deshalb die Alpha-Abteilung, die jedoch ihre Aufgaben trotz ständiger Beteuerungen nicht ganz erfüllen kann, was auch Jade am eigenen Leib erfahren muss. Zu allem Überfluss kommt auch noch eine mysteriöse Untergrundorganisation ins Spiel, die sich selbst IRIS nennt und der Alpha-Abteilung dunkle Machenschaften unterstellt. Schon früh im Spiel kommt ihr in eurem Beruf als Reporterin mit IRIS in Verbindung, welche euch Unglaubliches offenbart und ihr fort an in einer Reise über ganz Hillys (und darüber hinaus) langsam hinter die ganze Wahrheit kommt.
Viel Stealth und Jump ´n Run, ein bisschen Zelda und ’ne Prise Stil
Im Gepäck finden sich anfangs nur ein Akido-Stab und eine Kamera, weitere „Waffen“ gibt es nicht. Nur ein Handschuh, der kleine, diskoähnliche Scheiben verschießt, lässt sich im Verlauf der Geschichte finden. Allerdings verwendet ihr diesen fast nur zum Betätigen von entfernten Schaltern oder gegen kleine Gegner. Doch Beyond Good & Evil ist auch nicht hauptsächlich auf Kämpfe ausgelegt, sondern trumpft eher mit vielen Stealth- und Geschicklichkeitseinlagen auf. So besteht eine der Hauptaufgaben darin, möglichst alle Tierarten von Hillys mit der erwähnten Kamera zu fotografieren. Für jeweils zehn abgelichtete Spezies bekommt ihr von eurem Auftraggeber eine Perle, deren es auf der ganzen Welt verstreut 88 gibt und eine von zwei Währungen darstellt.
Weiter habt ihr euch oftmals an patrouillieren Wachen vorbeizuschleichen oder müsst in mit Laserschranken gespickten Räumlichkeiten mit Hechtsprüngen und Rollen den Weg hindurch finden. Apropos Hechtsprung: Mit der Rolle und dem Ducken war es das, an Bewegungen. Alles weitere wird Zelda typisch gesteuert; an möglichen Sprungplätzen hebt ihr automatisch ab und Feinde werden mit einem automatischen lock-on anvisiert. Danach nur noch simpel den X-Button zum Schlagen drücken und mit der Quadrat-Taste kleine Ausweichmanöver starten.