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Test: The Suffering

In Deutschland zwar etwas entschärft, aber trotzdem nichts für Angsthasen...
 The Suffering
Manche Motive sind in Videospiel-Storys immer wieder höchst beliebt. Auch der gute alte Gedächtnisschwund, ob teilweise oder gar vollständig, plagt so manchen unglücklichen Helden, was den Entwicklern natürlich die Möglichkeit gibt, massenhaft fiese Überraschungen auf den Betreffenden und seinen neuen Verbündeten vor dem Fernseher loszulassen. Ziemlich übel hat es The Suffering-Star Torque erwischt. Schon von Kindesbeinen an litt er unter gelegentlichen geistigen Aussetzern und damit verbundenen grausamen Albträumen. Nun werden ihm die bestialischen Morde an seiner Ex-Frau und den beiden gemeinsamen Söhnen zur Last gelegt - doch er kann sich mal wieder an rein gar nichts erinnern. Nur Indizienbeweise führen schließlich zu seiner Verurteilung und Torque wird in den Todestrakt des berüchtigten Abbot-Gefängnisses auf Carnate Island gesteckt, um dort für die vermeintliche Bluttat zu büßen.

Die Unterwelt öffnet ihre Pforten

Kaum hat sich der schweigsame Sträfling in seiner kargen Zelle häuslich eingerichtet und die unsympathischen Nachbarn kennen gelernt, ist auf der Insel plötzlich sprichwörtlich die Hölle los. Das Licht geht aus, Putz bröckelt von der Decke und widerliche Geschöpfe brechen durch die Wände, um sich gleichermaßen auf Insassen und Wärter zu stürzen. Einzig Torque bleibt vorerst unversehrt zurück.
Wahlweise in Third Person- oder Ego-Perspektive macht man sich daraufhin im Schein der kleinen Taschenlampe auf die Suche nach einem geeigneten Weg aus dem Schlamassel. Das Wechseln zwischen den beiden verschiedenen Ansichten ist praktisch jederzeit möglich, so dass der Spieler stets die zur Situation (Erkundung, Kampf ....) passende optimale Perspektive nutzen kann.
Schon bald zieht Torque das erste Messerchen aus einer verstümmelten Leiche, im Laufe der Zeit wird das Waffenarsenal durch allerhand eingesammelte Schießprügel und die dazugehörige Munition deutlich erweitert. Per Digikreuz können die einzelnen Mordinstrumente ausgewählt werden. Dabei sollte man sich allerdings ranhalten, denn die Monsterbrut zeigt sich von solchen Aktionen sichtlich unbeeindruckt und greift währenddessen weiter fleißig an.
Die Spannbreite der Waffen reicht vom kleinen Revolver (auf Wunsch auch zwei gleichzeitig) über eine Schrotflinte, die das hässliche Gegnerpack regelrecht zerplatzen lässt, und das unermüdlich feuernde Maschinengewehr bis zum selbstgebastelten Flammenwerfer. Mancherorts stehen sogar festmontierte Geschütze herum, mit deren Hilfe man wunderbar zahllose Kugeln aus dem eigenen Munitionsvorrat sparen kann. Daneben verfügt der Hauptdarsteller über diverse nette Wurfgeschosse wie etwa TNT und Betäubungsgranaten.

Ein teuflisches Kuriositätenkabinett

Sämtliche Mutanten auf Carnate Island symbolisieren grausame Hinrichtungsmethoden und andere Boshaftigkeiten. Aus Säure- oder Blutpfützen kriechen z.B. die so genannten „Mainliner“, widerliche Wichte samt im Körper (sogar in den Augenhöhlen) steckenden Giftspritzen, mit denen sie euch alsbald belästigen. Wer hier nicht höllisch aufpasst, der hat ruckzuck mal ein solches Mistviech am Hals kleben oder wird beispielsweise von herabhängenden ekligen „Galgenmännchen“ erwürgt.
Im Kampf gegen die rattenzerfressenen Fegefeuerbewohner sind bisweilen spezielle Taktiken gefordert. Manchen muss man fein säuberlich den verfaulten Kopf von den Schultern pusten, da sie sonst nach einer Weile wieder zum „Leben“ erwachen, andere fette Monster sind komplett gegen Kugeln immun - gezielt geschmissene Molotowcocktails oder, für ganz Mutige, ein fachmännisch geführtes Hackebeil wirken da wahre Wunder. Das abstoßende Gegnerdesign an sich kann rundum überzeugen, doch ein paar zusätzliche Feindtypen hätten ruhig noch auftauchen dürfen. So weiß man nämlich recht schnell, welche Angriffsmethoden bei den einzelnen Ungetümen besonders viel Wirkung zeigen.
Carnate bringt das Böse in jedem Menschen zum Vorschein... Von dieser These könnt ihr euch binnen kurzem selbst überzeugen, denn Torque besitzt später die Möglichkeit, sich auf Knopfdruck vorübergehend in ein abscheuliches Monster zu verwandeln. Wurde die damit verbundene Leiste durch Gefechte genug aufgeladen, entfesselt ihr ein kräftiges Wesen, das mit gewaltigen Pranken so richtig unter den Widersachern aufräumt. Durch regen Gebrauch entwickelt sich die Bestie sogar noch weiter, um dann mächtigere Attacken zu verwenden. Trotz allem muss man immer die kontinuierlich fallende Anzeige im Auge behalten - ist diese leer, kann das schlimme Folgen für Torques Geistes- und Gesundheitszustand haben. Nicht nur nach solchen Massakern ist der Held übrigens oft dekorativ vom Scheitel bis zur Sohle mit rotem Lebenssaft besudelt.
Screen 1
Der rechte Herr hat schon den Kopf verloren, läuft aber noch fröhlich weiter
Screen 2
Der Typ mit den Schießprügeln auf dem Rücken ist zwar groß, aber nicht besonders helle
Screen 3
Das kann ins Auge gehen ...
Screen 4
Hulk mit falscher Farbe? Oh nein, es ist Torque in Monsterform
Screen 5
Dem Nooseman sind im Laufe der Zeit wohl ein paar Körperteile abhanden gekommen

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The Suffering

Packshot
Action-Adventure
von Konami, Midway
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PC2004
PS2September 2004
XboxSeptember 2004

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30.11.04
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