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Test: Knight Rider 2
Und wieder einmal "bereichert" Davilex den Spielemarkt um eine Spaßbremse. Kann der neue Teil wenigstens seinen angeblich erfolgreichen Vorgänger überbieten?Wenn ein Mann mit seinem getunten Hightech-Auto spricht, ist das in der heutigen Zeit wohl nicht wirklich verwunderlich. Aber wenn das Auto dann zurück spricht oder gar eine Diskussion führt, wird das ganze ein wenig suspekt. Nicht so bei Herrn Michael Knight aus der bekannten Knight Rider Serie. Nun erscheint schon das zweite Spiel darüber und möchte den Fans, trotz schon lange eingestellter Dreharbeiten, neues Material bieten…wäre da nicht die Entwicklerfirma Davilex.Kopieren geht über studierenUm es einmal vorweg zu nehmen: Wer von dieser Firma ein gutes, konkurrenzfähiges Spiel erwartet hat, kann das schon mal komplett vergessen. Mir fällt momentan nicht ein einziger positiver Aspekt dieser Fortsetzung ein, deswegen gleich eine Warnung: Ich würde es nicht einmal einem treuen Fan der Serie empfehlen, selbst der erste Teil ist um Längen besser. Aber um diese Aussage noch ein wenig zu untermauern, versuche ich mal die größten Designschnitzer aufzudröseln (wobei eine Gesamtaufzählung wohl den Rahmen sprengen würde).Da wäre als Erstes die Grafik, welche komplett vom Vorgänger übernommen wurde. Demnach ist das Spiel immer noch extrem hässlich und wartet mit permanenten Clippingfehlern und einem zeitweise verschwindenden Wagenschatten auf. Selbst die viel zu oft auftretenden Zwischensequenzen wirken keinen Tick besser. Doch das trifft nicht nur auf die Grafik zu, auch komplette Level aus dem ersten Teil wurden neu verwurstet und einfach mit neuen Gegnern voll gequetscht. Die Musikstücke entstammen ebenfalls größtenteils dem Vorgänger, wobei sie alle Abwandlungen der Knight Rider-Titelmelodie darstellen und nicht einmal Davilex schaffte es, diese zu versemmeln. Wesentlich schlimmer präsentieren sich dagegen die Soundeffekte, die nicht einmal annähernd an das Original kommen und teilweise an Büroaccessoires, wie z.B. einen Drucker erinnern. Wenigstens einige der schlechten Synchronstimmen wurden dieses Mal ausgetauscht, aber leider durch ebenso miese Sprecher, die nicht im geringsten versuchen, sich in die Charaktere hinein zu versetzten. Michael Knight hört sich z.B. an wie ein Schuljunge vor dem Stimmbruch, was leider auch eine Umstellung auf die englische Version nicht beheben kann, denn die ist teilweise noch schlimmer. Falscher Spieltitel?Als größte Neuerung wurde das Waffenarsenal, welches aus Laser, Plasma-Gewehr und Raketenwerfer besteht, angekündigt. Dies brachte viele Fans in Aufruhr, da die Gefahr bestand, dass das Knight Rider-Feeling dadurch verloren gehen könnte. Und genau dieser Fall ist auch eingetreten - das ganze Spiel hat mal abgesehen von den Charakteren und dem Auto mehr mit James Bond, als mit der auf der Verpackung angepriesenen Serie gemeinsam. Man merkt auch deutlich, dass das Auto für solche Waffen nicht konstruiert wurde, denn die beiden erstgenannten fahren bei Aktivierung völlig mysteriös aus einer Öffnung über den Reifen heraus. Wer immer es schafft, bei einem Trans-Am solch ein großes Geschütz an dieser Stelle zu montieren, möge mir bitte ein Foto schicken. Der Raketenwerfer schießt aber eindeutig den Vogel ab: dieser klappt sich aus einem Kasten im Kofferraum heraus, was sich wohl eindeutig mit dem dort schon integrierten Pursuit Antrieb beißen dürfte. Jeder Serienkenner dürfte ja wissen, dass die Raketen dort (zumindest in den späteren Folgen) aus einem Seitenkasten hervorkommen, Davilex scheint wohl nicht zu dieser Personengruppe zu gehören.Aber als ob das nicht schon genüg wäre, reicht schon ein flüchtiger Blick auf die Front des schwarzen Wunderwagens, um leichte Kopfschmerzen zu verursachen. Denn das Autodesign wurde ebenfalls aus dem ersten Teil übernommen und ist demnach genauso falsch. Der Scanner sitzt erstens viel zu hoch und ist zweitens viel zu groß geraten. Noch verwunderlicher wirken die Lichter, denn im Original klappen sich diese lediglich beim Gebrauch nach oben, hier sind sie dagegen fest an der Front montiert. Schließlich wurde auch die Farbe keinesfalls getroffen und das komplette Auto wirkt selbst in einem Tunnel als würde es permanent unter direkter Sonneneinstrahlung stehen. Übrigens variiert dessen Farbe mal von dunkelblau über grau bis schwarz in den verschiedenen Levels. |
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