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Test: Killzone

Nur wenige Spiele erzeugen schon bei ihrer Ankündigung einen solchen Hype. Wird das neue Werk von Guerrilla Games den hohen Erwartungen gerecht?
 
Glaubst du die Welt ist sicher? Vertraust du den optimistischen Ansprachen der Politiker? Ja? Dann bist du nicht anders als der Großteil der vektanischen Bevölkerung in Sonys neuem Sci-Fi-Shooter. Doch in dieser Welt wird das den gutgläubigen Menschen zum Verhängnis, denn die orbitale Verteidigungslinie in Form von SD-Plattformen (SD = Strategic Defense) setzt plötzlich aus. Und wie es der „Zufall“ will, greifen prompt die Hellghanischen Streitkräfte an. Was nun folgt ist ein schier aussichtsloser Krieg, dessen Ausgang in den Händen von nur vier ISA-Soldaten liegt.

Die Vorgeschichte

Wer in obiger Anleitung nur Bahnhof und Vektor verstanden hat, gehört wohl wie ich zu der Sorte Mensch, die sich vorher nicht sonderlich mit dem Spiel auseinandergesetzt hat. Darum hole ich erst einmal etwas aus und erzähle wie alles begann:
Was würde passieren, wenn unsere Astrologen einen Planeten entdecken würden, der die exakten Lebensbedingungen der Erde bietet und mit der momentanen Technologie kolonisierbar ist? Genau, man würde dort einen Außenposten errichten. Aber mit der Zeit weitet sich dieser Außenposten aus und viele Menschen siedeln sich dort in der Hoffnung an, ein neues Leben frei von abgasverseuchter Luft beginnen zu können. So in etwa könnte man sich wohl auch die Kolonialisierung des Planeten Helghan erklären. Doch leider übersah man bei den Untersuchungen einige atmosphärische Anomalien, die bei den folgenden Generationen zu deutlichen Deformierungen führten. Auch wenn man diese durch neue Technologien in den Griff bekommen konnte, blieb doch eine deutliche Veränderung der Gene zurück und brachte mit der Zeit eine Welle des Hasses gegen die Erdbewohner ins Rollen. Wie bei solchen Konflikten üblich, gab es irgendwann Krieg zwischen den beiden Parteien, wobei die Erde jedoch die Oberhand gewinnen konnte.
Nun haben die Helghast wieder zu alter Stärke gefunden und der zweite Helghanische Krieg steht kurz bevor. Diesmal ist das Ziel aber eine Kolonie namens Vekta, deren Verteidigungssystem, wie bereits beschrieben, auf mysteriöse Weise deaktiviert wird.

Für jeden Geschmack etwas dabei

Die vier jeweils speziell ausgebildeten ISA-Streiter, deren Geschicke man im Laufe der Missionen leitet, werden von einem Mitglied der schnellen Eingreiftruppe namens Templar angeführt, mit dem man auch die ersten Aufträge absolviert. Dieser ist eher der Allrounder und vertraut auf sein ISA-Sturmgewehr mit integriertem Granatwerfer. Schon bald gesellt sich die schöne Luger, ihres Zeichens Mitglied der Shadow Marshals, hinzu. Sie ist auf lautloses Ausschalten unter Zuhilfenahme ihrer schallgedämpften Maschinenpistole spezialisiert, aber nimmt auch gerne mal ihr Messer, wenn es die Situation denn zulässt. Zusätzlich verfügt sie über ein Nachtsichtgerät, welches aus Mangel an Dunkelheit im gesamten Spiel aber recht überflüssig ist. Der dritte im Bunde ist der Berufssoldat Rico, der lieber direkt durch die Mitte geht und mit seiner Chaingut mit eingebautem Raketenwerfer alles wegputzt. Nummer vier ist der Undercover-Agent Hakha, der selbst ein Helghast ist und somit unbehelligt durch deren Lasersensoren laufen kann.
Aus diesen vieren wählt man sich vor Beginn einer Mission einen aus, was maßgeblich Auswirkungen auf den Missionsverlauf hat. Hakha erreicht durch seine oben beschriebene Fähigkeit z.B. spezielle Gebäude, wo er die Helghast unbemerkt von hinten ausschalten kann. Luger dagegen klettert an der gleichen Stelle an einem Seil auf einen nahestehenden Kran und kann die Gegner dank dem dort gewonnenen Überblick einen nach dem anderen per Scharfschützengewehr bearbeiten.
Neben obigen Waffen finden sich im Killzone-Arsenal noch mehrere MGs in verschiedenen Größen, Pistolen, Granatwerfer, Raketenwerfer und eine Schrotflinte, die wirklich keine Wünsche offen lassen. Als Besonderheit darf man in manchen Missionen noch stationäre Geschütze bedienen und so gegnerische Boote, Panzer oder Truppentransporter in Einzelteile zerlegen.

I’m with stupid

Da man während der Missionen leider nicht zwischen den Mitstreitern wechseln kann, übernimmt der Computer permanent deren Steuerung. Wie man schon beim indizierten Vietnamableger mit Killzone-Engine bemerkte, ist Guerrilla nicht gerade für eine schlaue KI bekannt. Und genau diese KI kommt auch hier wieder zum Einsatz, weshalb man sich eher als Solokämpfer fühlt, der gelegentlich Unterstützung erhält. Die meiste Zeit hält sich das eigene „Team“ nämlich dezent im Hintergrund und wartet bis alle Gegner ausgeschaltet sind. Selbst wenn man nicht den Anführer Templar spielt, folgen diese einem auf Schritt und Tritt und laufen nur in speziell gescripteten Situationen mal vor. Sollten die Kameraden doch einmal die Güte zeigen und mitkämpfen, rennen sie einem meist permanent vor die Nase und somit in die Schusslinie. Da sie unsterblich sind, ist das zwar nicht schlimm, aber die Helghast trifft man dadurch auch nicht besser. Besonders ärgerlich wird so etwas, wenn man einen Raketen- oder Granatwerfer in der Hand hat, da das dann schnell nach hinten losgehen kann.
Screen 1
Das Nachtsichtgerät ist nur selten nützlich
Screen 2
Solche Geschütze kann man auch selbst benutzen
Screen 3
Die Charaktermodelle sind recht detailliert geraten
Screen 4
Ob man durch diese orange gefärbte Sicht wirklich mehr erkennt, wage ich zu bezweifeln

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Killzone

Packshot
3D-Shooter
von Sony
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PS2Dezember 2004

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