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Test: Metal Gear Solid 3

Als Einzelkämpfer wird Solid Snake in den Dschungel geschickt, um gegen Krokodile, den KGB und die gefährlichsten Terroristen der Welt anzutreten!
 Metal Gear Solid 3
1964. Amerikaner und Sowjets liefern sich ein nukleares Wettrüsten unvorstellbaren Ausmaßes. Zu dieser Zeit sind Nuklearwaffenexperten sehr gefragt. Die Nr.1 auf diesem Gebiet ist Sokolov, ein russischer Wissenschaftler. Der Mann will überlaufen, wird von den Sowjets aber an diesem Vorhaben gehindert. Nun soll er befreit werden – in einer geheimen Einzelkämpfermission. Kein geringerer als Solid Snake soll diesen Auftrag erledigen. Wenn seine Tarnung auffliegt, würde das einen Verstoß gegen das Völkerrecht bedeuten, vielleicht sogar einen Nuklearkrieg. Nicht auszudenken, welche Folgen das hätte.

Willkommen im Dschungel, Solid Snake!

Zu Beginn des Spiels erlebt ihr Snake in einem Flugzeug der U.S. Navy – 30000 Fuß über dem pakistanischen Urwald. Die Wildnis ist der Schauplatz des Geschehens, der Ort, wo die Zielperson Sokolov gefangen gehalten wird. Ein Kollege beschimpft Snake noch als „Schwächling“, bevor dieser ziemlich cool seine Zigarre austritt und mit einem Fallschirm aus dem Flieger springt – ab in die Wildnis.
Gut eine Viertelstunde dauert die Eingangssequenz von MGS3 mit den ganzen historischen Hintergründen, Snakes Absprung und schließlich seiner Landung mitten im Urwald. Und schon bald, nachdem er gelandet ist, klingelt - dingeling – sein Funkgerät. Da meldet sich nun ein gewisser Major Tom am Apparat und erzählt uns erst mal was von Codenamen und Frequenzen, bevor er Snake eine reizende junge Dame vorstellt: Para Medic (komischer Name, was?). Mit ihr kann man dann über Godzilla und die Welt quatschen – und was ganz wichtig ist: abspeichern. Ähnlich wie bei MGS2 spielen auch in MGS3 Dialoge eine ganz wesentliche Rolle. Meist erhält man so Informationen und Tipps, die erklären, was eigentlich Sache ist und wie man weiterkommt. Zum Beispiel besteht Snakes erste Aufgabe darin, seinen verlorenen Rucksack wiederzufinden – der ist bei der Landung in einem Baum hängen geblieben.

Todesurteil für Blutegel: Zigarren

Die Aufgabe ist einfach: Baum hochkraxeln, über einen Ast balancieren, den Rucksack einsacken und fertig! Das ist übrigens so ziemlich alles, was ihr in der ersten halben Stunde des Spiels leisten müsst. Ansonsten heißt es: zurücklehnen, zuhören und zuschauen. Mit dem gefundenen Rucksack stehen uns dann bereits eine ganze Menge Gegenstände zur Verfügung: ein Fernglas, Zigarren, eine Scheintod-Pille, eine Wiederbelebungs-Pille, ein Richtmikrofon, und noch einiges mehr.
Die Wegfindung ist trotz der Umgebung nicht sehr schwer, weil Snakes Abenteuer in viele kleine, aber abwechslungsreich gestaltete Abschnitte unterteilt ist. Die Gegend ist recht gebirgig. Geschickt wurden Felswände und Abgründe ins Spiel integriert, um Barrieren zu schaffen. Eine Karte erleichtert die Orientierung. Schon bald stößt Snake auf die ersten Gegner, die er mit seinem Bewegungsmelder oder Personenmelder erfasst. Erledigt werden sie dann aus dem Hinterhalt, zum Beispiel mit der Betäubungspistole. Hauptsache, man handelt unauffällig.

Für MGS-Veteranen kein Problem: die Steuerung

Die Steuerung von MGS3 funktioniert ganz ähnlich wie die von MGS2. Die Kamera zeigt das Geschehen meist von schräg oben aus einer vorgegebenen Perspektive. Mit dem rechten Stick kann man seine Sichtweite etwas in die Himmelsrichtungen erweitern, doch um sich ungehindert in alle Richtungen umsehen zu können, ist der Blick aus der Ego-Sicht notwendig. Der Ego-Blick ist einerseits praktisch, um einen Gegner anzuvisieren, andererseits jedoch weniger praktisch, weil man sich dabei nicht von der Stelle rühren kann. Dies ist für meine Begriffe die einzige wirkliche Schwäche des Spiels. Wer jedoch in dieser Hinsicht schon mit dem Vorgänger keine Probleme hatte, dürfte auch mit MGS3 gut zurecht kommen. Die Fortbewegung erfolgt entweder laufend, schleichend und kriechend – je nach Ernst der Lage. Mit Hilfe der Schultertasten lassen sich wieder Waffen und Objekte wählen, wovon es bereits anfangs eine ganze Menge gibt. Um sich zu verstecken, kann sich Snake ducken, hinlegen oder an einen Baum anlehnen. Dabei spielt auch die Umgebung eine wichtige Rolle. Hohes Gras oder eine Baumhöhle verbessern nämlich Snakes Tarnung.

Der Tarnindex

Ein neues Spielelement in MGS3 ist der Tarnindex. Snakes Körperhaltung, Uniform und Gesichtsbemalung haben einen direkten Einfluss darauf, wie stark er mit seiner Umgebung verschmilzt – und wie leicht er von seinen Feinden entdeckt wird. Wer zum Beispiel mit Blattmusteruniform und Waldbemalung im Gras liegt, ohne sich zu bewegen, hat einen Tarnindex von 90%. Wenn nun ein Gegner in der Nähe vorbei geht, merkt er wahrscheinlich gar nichts von unserer Anwesenheit. Übrigens kann man das Erscheinungsbild des Helden jederzeit ändern und damit den jeweiligen Erfordernissen anpassen. Schwarz ist gut für die Nacht, braun für den Sumpf, blattfarben für den Wald und so weiter.

Mmh, lecker Essen!

Um verlorene Lebensenergie wiederherzustellen, sollte sich Snake hin und wieder mal den Bauch voll schlagen. Mit der Zeit verringert sich auch seine Ausdauer, was wiederum Konsequenzen für Zielgenauigkeit, Stärke und Wundheilung nach sich zieht. Zum Glück hat Mutter Natur für den hungrigen Helden reichlich vorgesorgt. Für den kleinen Hunger eignen sich zum Beispiel Schlangen, Ratten und Frösche. Im Sumpf gibt es auch Krokodile, die sich gleich in mehrere Rationen verwandeln, wenn man sie mit dem Überlebensmesser ein paar mal zwackt. Im weiteren Spielverlauf lassen sich Tiere und Gegner auch mit Fallen fangen.
Screen 1
Einmal um die Ecke spähen ... uih, da ist jemand!
Screen 2
Schnappi hat Hunger ... jetzt bloß nicht loslassen!
Screen 3
Auch die Gegner verstehen was von Tarnung.
Screen 4
Die Lichteffekte sind fantastisch.
Screen 5
Für diese Burschen ist die Eieruhr abgelaufen ...

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Metal Gear Solid 3

Packshot
Stealth-Action
von Konami
USK-Freigabe keine Angabe
PS2März 2005

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besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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