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Test: LEGO Star Wars

Hilfe, die Klötzchen sind los! Ein Star Wars-Game der etwas anderen Art ...
 
„Stirb, Plastikhirn!“ „Wen nennst du hier Plastikhirn, du glattpolierter Haufen Kunststoffmüll. Schau dich doch mal an - Du hast ja noch nichtmal Finger!“ „Selber!“ ... Weitere wüste Beschimpfungen folgen, das unverwechselbare Geräusch von durch die Luft sausenden Lichtschwertern ist zu hören, Waffen prallen aufeinander.
Ein seltsames Gespräch? Das kann man wohl sagen! Mit einem niedlichen Quietschlaut zerfällt der Besiegte in lauter bunte Einzelteile. Willkommen bei LEGO Star Wars, dem etwas anderen Krieg der Sterne.
Gleich alle drei „neuen“ Episoden wurden von Traveller´s Tales auf Basis der dänischen Traditionssteinchen nachgebaut. Schon vor dem Filmstart kann man also sogar einen ersten Blick auf interaktive Schlüsselszenen aus Die Rache der Sith erhaschen. Ein regelrechtes Fest, nicht nur für Kinder, fanatische Star Wars-Anhänger oder Sammler der dazugehörigen Modelle...

Die Rückkehr der Legoritter

Ausnahmen von der Action Adventure-Regel bilden im Spiel zum einen Anakin Skywalkers halsbrecherisches Podrennen auf Tatooine, zum anderen zwei Weltraumshooter-Einlagen in den späteren Episoden. Gerade der letzte dieser Abschnitte gaukelt dem Spieler durch 3D-Grafik eine gewisse Bewegungsfreiheit vor, lässt ihn jedoch trotzdem auf festgelegten Bahnen durchs All düsen. Zwischen den Raumstationen und Asteroiden kann man sich also kaum verirren.
Deutlich mehr zu entdecken gibt es in den restlichen vierzehn Kapiteln. Dort ist man stets mit mindestens einem, gelegentlich aber bis zu fünf verbündeten Charakteren unterwegs. Soll ein anderer Held die Führung übernehmen, wird er einfach „abgeklatscht“, das heißt man läuft in seine Nähe und drückt die passende Taste. Diese Funktion ist überall sehr wichtig, egal ob man z.B. gerade mit Qui-Gon Jinn und seinem Padawan Obi-Wan Kenobi das erste Raumschiff erforscht, inmitten aufgeregter Gungans durchs Unterholz von Naboo streift, als Amidala samt Captain Panaka den Palast verteidigt oder in der Rolle von Kampfzwerg Yoda dem ollen Count Dooku eins überzieht. Jeder Figurentyp hat nämlich wichtige Spezialfähigkeiten, ohne die seine Gruppe mancherorts nicht weiterkommt.

Wer sein duse denn?

Besonders beeindruckend sind natürlich mal wieder die guten alten Jediritter, denn abgesehen vom durch Lichtschwerter angerichteten massiven Schaden und der Möglichkeit, mit den Waffen Geschosse abzublocken, profitieren sie von den Vorzügen ihrer Macht. Ein deutliches Leuchten kennzeichnet beim Vorbeilaufen manipulierbare Objekte. Durch bloße Gedankenkraft lassen sich etwa Kampfdroiden gegen die nächstbeste Wand klatschen, Treppen reparieren, große Klötzchentürme aufschichten, störende Raumschiffwracks zum Explodieren bringen oder bunte Pflänzchen kräftig durchschütteln. Bei sämtlichen Aktionen dieser Art kommen (wie auch bei anderen Zerstörungsorgien) haufenweise Legoteile angepurzelt, deren Nutzen ich später erläutern werde.
Auch nicht zu verachten sind Blasterschützen wie zum Beispiel Padmé oder ihr treuer Leibwächter. Diese können sich nämlich an bestimmten Stellen per Enterhaken auf höhergelegene Plattformen hieven oder spezielle Zielscheiben-Schalter abknallen.
Als wahre Technikexperten entpuppen sich wie nicht anders zu erwarten die schlösserknackenden Droiden. Unser aller Lieblingsrobo R2-D2 kann außerdem ein ganzes Stück durch die Luft schweben. Nervensäge Jar Jar Binks ist diesmal erstaunlich wortkarg (was wahrscheinlich für viele Episode I-Kenner eine Erleichterung sein dürfte) und konzentriert sich dafür eher auf seine extrahohen Doppelsprünge. Eine weitere Sonderrolle übernimmt Anakin als Dreikäsehoch, welcher als einzige Figur in enge Luftschächte zu schlüpfen vermag.
Nach jedem Abschnitt werden der persönlichen Sammlung weitere Charaktere hinzugefügt. Oft handelt es sich um Varianten wie z.B. Padmé mit dem Zusatz „zerkratzt“ – blutige Striemen auf ihrem Rücken zeugen von der Begegnung mit dem Monster im Zuge der vereitelten Hinrichtung aus Episode II.
Die neuen Püppchen füllen nicht nur als Statussymbole den imaginären Spielzeugschrank, sondern dürfen auch ausgiebig angetestet werden:
Screen 1
Lebensherzen kommen überall in ausreichender Zahl vor
Screen 2
Die Macht ist vielseitig einsetzbar
Screen 3
Wie süß – von solchen Blümchen hab ich noch eine ganze Sammlung *g* (Man beachte das schöne Wasser)
Screen 4
Erste Begegnung mit Klein-Ani
Screen 5
Beim Rennen darf man sich nicht von Sebulba abhängen lassen

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LEGO Star Wars

Packshot
Action-Adventure
von Eidos
USK-Freigabe ab 6 Jahren
PCApril 2005
PS2April 2005
XboxApril 2005

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