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Test: 7 Sins

Von den zehn Geboten haben die Charaktere in diesem Spiel wohl noch nie was gehört - die sieben Todsünden gefallen ihnen viel besser...
 7 Sins
Ihr kippt euch gern mal einen hinter die Binde oder fresst ganze Kühlschränke leer, werft jedem auch nur halbwegs attraktiven Wesen lüsterne Blicke hinterher, lasst bei jeder kleinen Gelegenheit die Fäuste sprechen? Dann ist 7 Sins vielleicht genau das richtige Spiel für euch. Denn Völlerei, Wollust, Zorn und Co., auch bekannt als die Sieben Todsünden, stehen im Zentrum dieser Mischung aus Lebenssimulation und Minigame-Sammlung.

Die Stadt der Sünden

Alles was braven Christenmenschen strengstens untersagt ist, gehört in der Metropole Apple City zum guten Ton. Nur wer lügt, dass sich die Balken biegen, stiehlt, randaliert, betrügt und Ehebruch begeht, hat eine Chance, in die höchsten Kreise der Stadt aufzusteigen. Und genau das hat der Protagonist des Spiels vor. Ausgehend von einem schlecht bezahlten Job als Verkäufer in einer Edelboutique arbeitet (und schläft) sich der Antiheld seinen Weg in immer schickere Viertel frei. Insgesamt sieben missionsbasierte Kapitel stehen zwischen ihm und seinem großen Traum. So muss er etwa in einem Sado-Maso-Treff das Vertrauen der maskierten Besucher gewinnen, um ihre wahre Identität herauszufinden und das Wissen über all die perversen Vorlieben gegen sie einzusetzen.

Die Sims light

Zwar ist auch 7 Sins im Genre der Lebenssimulationen angesiedelt, es setzt seine Schwerpunkte aber spürbar anders als etwa die beliebte Konkurrenz aus Die Sims. Große Unterschiede machen sich schon beim ersten Anspielen im Bereich der Handhabung bemerkbar: Anstatt den Spielcharakter per Cursor zum gewünschten Zielort zu dirigieren, wird er hier direkt gesteuert.
Auch bei den Statusanzeigen gibt sich 7 Sins recht bescheiden, beschränkt es sich doch auf lediglich drei Werte, nämlich Sex, Stress und Gewalt. Füllt sich eine dieser Anzeigen durch äußere Eindrücke wie Beschimpfungen oder nervende Personen bis zum Anschlag, flippt der Hauptdarsteller völlig aus, stürzt sich etwa notgeil auf sein derzeitiges Gegenüber und verlässt schließlich fluchtartig das Gebäude. Solche Irrenhaus-reifen Anfälle kommen bei neuen Bekannten erwartungsgemäß nicht sonderlich gut an. Um derartige Unannehmlichkeiten zu vermeiden, gilt es, die Werte stets im unbedenklichen Bereich zu halten. Dies passiert durch entspannende Aktionen, welche an geeigneten Orten per Tastendruck aktiviert werden. So schaut man einer Lady rotzfrech in den Ausschnitt, reagiert seine Wut an einer Schaufensterpuppe ab, oder pennt erstmal ein bisschen.
Viele dieser Situationen sind mit einem Minigame verbunden, womit wir bei einer weiteren Besonderheit von 7 Sins angelangt wären: Ein Sortiment von ca. 20 kleinen Aufgaben stellt das Reaktionsvermögen, die Geschicklichkeit oder das Kurzzeitgedächtnis des Spielers auf die Probe.

Beispiele:

- Voyeur: Nachdem man, beispielsweise in Umkleidekabinen, ein passendes Objekt der Begierde entdeckt hat, betätigt sich der Held als Spanner. Auf einem sich bewegenden Ausschnitt vom Dekolleté bzw. Unterkörper der betreffenden Lady befindet sich ein Ziel, das es mit dem Analogstick-gesteuerten Cursor anzuvisieren und im Auge zu behalten gilt.
- Glutris: Hälften von verschiedenen Nahrungsmittel plumpsen in den Magen und müssen ordnungsgemäß zusammengesetzt werden, damit sie sich auflösen.
- Schäfchen zählen: Der Held hat anscheinend Einschlafprobleme – nun muss man die kleinen Woll-Lieferanten wohlbehalten über Kreissägen und Stromzäune hüpfen lassen. Denn sonst ereilt sie ein grausames Schicksal …
- Top Gun: Auf der Toilette herrschen nicht die besten Hygiene-Bedingungen. Fliegen, Kakerlaken und anderes Geschmeiß pinkelt man zielsicher tot.
Screen 1
Manche Einrichtungsgegenstände sind durchaus interessant
Screen 2
Börp! Die Pfeiltasten müssen im richtigen Moment gedrückt werden, sonst gibt es ein Unglück
Screen 3
Der Spruch wird ihr gefallen
Screen 4
Aha, der G-Punkt befindet sich diesmal am linken Arm. Faszinierend…

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7 Sins

Packshot
Life-Simulation
von Monte Cristo
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCAugust 2005
PS2August 2005

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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GDC: Warum Spieleentwickler Angst vor Sex haben
24.05.05
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25.04.05
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