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Test: Buzz!: The Music Quiz
Hit oder Niete?
Man kann von Sony ja sagen was man will. Zumindest bemüht sich der Konzern, neue Käuferschichten für seine Konsole zu begeistern. Nachdem EyeToy mit seinen diversen Ablegern die Leute zum Rumhampeln animieren sollte, kommen nun bei BUZZ die eher biederen Günter Jauch-Gucker zum Zuge. Macht das Musikquiz Sony zum Millionär?You don't know Buzz!Wer erinnert sich noch an das Quizspiel You don't know Jack, das um die Jahrtausendwende auch ganz normale Leute vor den PC lockte, um (in geselliger Runde) über den teilweise kniffeligen Quizfragen zu brüten. Sony hat das Spielprinzip jetzt um ein neues Stück Hardware ergänzt: Den Buzzer. Dieser besteht aus vier Handgeräten, die über ein langes Kabel mit dem USB-Anschluss der PS2 verbunden werden. Jedes Handgerät besitzt zum einen den großen roten Knopf, der sich in den Spielepausen auch mal als Lichtorgel versucht, und zum anderen vier farbige Tasten, über die die verschiedenen Antworten ausgewählt werden.Die Navigation im Spiel ist dementsprechend auch auf den Buzzer zugeschnitten. Statt sich durch irgendwelche merkwürdigen Menüs zu hangeln führt uns eine digitale Assistentin in ein virtuelles TV-Studio und fragt uns dabei ganz beiläufig, ob wir alleine oder zu mehreren spielen wollen und wie viel Zeit wir haben. Die Antworten geben wir über die farbigen Tasten. Anschließend wählen wir unseren Avatar aus einer Vielzahl, durchweg amerikanischer, Stereotypen aus. Laut Webseite soll man auch sein eigenes Konterfei per EyeToy ins Spiel einbinden können. Diese Option habe ich aber nirgends im Spiel gefunden und sie wird auch nicht im Handbuch erwähnt. Vermutlich ist sie einfach unter den Tisch gefallen. Und Action!Der Vorhang hebt sich und Buzz betritt zusammen mit seiner Assistentin die Bühne. Nach der kurzen, aber etwas steifen, Begrüßung geht es glücklicherweise sofort los. Das Spiel wählt automatisch einen von zehn Spielmodi aus und lässt die Kandidaten dann gegeneinander antreten. Mal werden Punkte gesammelt, mal kann man diese auch wieder verlieren. Mal gewinnt nur der schnellste, mal gewinnt jeder, der die richtige Antwort wusste. Und bei den Fragen geht es immer nur um eines: die Musik der letzten 60 Jahre. Wobei man bei Spielbeginn noch einschränken kann, ob man nur ältere, nur neuere oder alle Musiktitel raten möchte. Zu den 1000 Musiktiteln existieren 5000 Fragen, die sich folglich nicht allzu schnell wiederholen. Einziges Manko: Die Titel sind nur nachgespielt; es handelt sich also nicht um Originalaufnahmen. Das macht es teilweise etwas schwer die Lieder zu erkennen.Nach jeder Runde wird der Zwischensieger ermittelt und mit einer kleinen, aber stimmigen, Animation gefeiert. Sobald die voreingestellte Zeit (wahlweise 15, 30 oder 45 Minuten) erreicht ist, steht der Gesamtsieger fest. Auch hier gibt es wieder eine passende Animation. Die Grafik des Spiels ist übrigens im Comic-Look gehalten und macht einen netten Eindruck. Einen grafischen Knaller darf man bei einem Quizspiel natürlich nicht erwarten. Im Quizmaster-Modus spielt ein Spieler den Quizmaster und bis zu vier andere dürfen seine selbst ausgedachten Fragen beantworten. Das Spiel übernimmt hier aber nur die Auswertung, indem der Quizmaster über ein normales Gamepad angibt, ob die Frage richtig oder falsch beantwortet wurde. Sony liefert zwar schon einige Fragen inkl. korrekter Antworten mit, aber trotzdem wirkt dieser Modus halbherzig, weil die Teilnehmer die Fragen nicht zusätzlich auf dem Bildschirm mitlesen können und man sich die Fragen und Antworten selbst ausdenken muss. Der KandidatentestIch habe das Spiel einmal alleine und dann noch mit zwei Spielerunden ausprobiert. Alleine spielt man nur gegen die Uhr bzw. auf maximale Punktzahl. Das wird recht schnell öde. Mit mehreren Mitspielern macht das Spiel dagegen Spaß. Gut angekommen sind dabei die Animationen der Avatare, die für allgemeine Belustigung gesorgt haben. Die Präsentation durch Buzz wurde aber als zu steif empfunden. Während die Bedienung des Spiels fast keine Probleme machte, war die Beantwortung der Fragen umso schwieriger. Es kann sich wohl niemand von uns als Musikexperte bezeichnen, was Buzz dann auch mit einigen launigen Kommentaren bedacht hat. Bemängelt wurde durchgängig die Tatsache, dass die Musikstücke nur nachgespielt wurden, was das Erkennen der Titel zusätzlich erschwerte. Für mehr als eine Runde konnte ich meine Spieler nicht begeistern, was aber vermutlich mehr am Thema als am Spiel selbst lag. Wenn Sony eine Zusatz-DVD mit Fragen zum Allgemeinwissen herausbringt, dann darf ich die Buzzer sicher wieder aus dem Schrank holen. |
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