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Call of Duty 2 - Big Red One
3D-Shooter
von Activision
PS2November 2005
XboxNovember 2005
  Infosheet News (6)

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GameCaptain
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Screenshots zum Test

Screen 1
Die deutschen verteidigen ihre Heimat...
Screen 2
... mit allen Mitteln.
Screen 3
Der Granatwerfer muss weg.
Screen 4
In den Häsuerruinen lauern jede Menge Scharfschützen.

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Aktuellste News zum Spiel

„Och nö, nicht schon wieder Zweiter Weltkrieg“. Das war mein erster Gedanke beim Anblick des Testmusters von Call of Duty 2: Big Red One, das da aus dem großen Briefumschlag segelte. Ich muss gestehen, dass ich inzwischen zu den Leuten gehöre, denen beim Begriff WWII-Shooter mittlerweile nur noch ein müdes Gähnen entfleucht.
Medal of Honor, Brothers in Arms, Call of Duty... Mal ganz unter uns, kennt man eins, kennt man alle. Ok, Brothers in Arms hatte zumindest dieses Taktiksystem, was etwas frischen Wind reinbrachte, aber ansonsten ist das Thema doch schon so dermaßen durchgenudelt, dass ich mich langsam frage, wie lange diese Rechnung der Hersteller ala „WWII = massig Abverkäufe“ wohl noch aufgehen wird. Anderseits: Call of Duty für den PC habe ich als sehr gutes, wenn auch etwas zu kurzes, Spiel in Erinnerung. Aber was soll's: wenn der Nachfolger wieder eine ähnlich hohe Qualität an den Tag legt, schlüpfe ich gerne nochmal in die Haut eines amerikanischen Soldaten und plätte die halbe Wehrmacht im Alleingang – mal wieder.

Es ist nicht immer gut, der erste zu sein

Zunächst einmal: CoD 2 ist nicht gleich CoD 2. Big Red One ist vielmehr ein eigenständiges Spiel, das nur oberflächlich etwas mit dem Call of Duty 2 für PC oder Xbox 360 zu tun hat. Im Spiel geht es um die namensgebende erste Infanteriedivision der amerikanischen Streitkräfte, die dadurch zu erkennen war, dass die Mitglieder dieser Gruppe eine große rote Eins auf der Schulter aufgenäht hatten. „Big Red One“ eben. Dabei war diese Truppe alles andere als zu beneiden. Im Grunde handelte es sich bei ihnen um ganz normale Soldaten, von denen jedoch Außergewöhnliches verlangt wurde. Sie waren immer die ersten, die an die Front geschickt wurden, und demnach auch immer die, die am heftigsten auf die Mütze gekriegt haben.
Der Spieler schlüpft in die Haut eines unerfahrenen Private und begleitet die Big Red One-Truppe auf ihren haarigsten Einsätzen im Zweiten Weltkrieg. Zuerst gilt es, dem Wüstenfuchs in Afrika an die Panzerkette zu pinkeln. Neben Häuserkämpfen in staubigen Wüstenstädtchen steht auch die Rückeroberung eines Flugplatzes und eine Probefahrt im Schützenpanzer durch einge Canyons auf der to-do Liste. Danach geht's am D-Day im Zuge der Operation Husky an den italienischen Stiefel, in das Land des Baguettes und schlussendlich natürlich auch ins Kraut-Territorium, um dem Führer seine verdiente Abfuhr zu erteilen. Unterwegs ist man stets mit einer Handvoll Kameraden, die sogar mitsamt Lebenslauf im Handbuch ausführlich beschrieben werden. Im Spiel selbst sind es jedoch einfach nur unsterbliche KI-Mitstreiter, zu denen man überhaupt keine Beziehung aufbaut.
Dafür schafft es CoD 2 aber, eine intensive Gefechtssatmosphäre zu erzeugen. Bei Brothers in Arms war man ja meist mit einer kleinen Truppe von Spezialisten im feindlichen Hinterland unterwegs und legte sich mit recht überschaubaren Grüppchen an, ohne das drumherum großartig was los war. Bei CoD 2 ist man jedoch mitten im dicksten Krieg, weshalb das Spielgefühl auch etwas anders ist als bei BiA. Aber letzteres hatte ja auch noch eine starke Taktikkomponente, während Call of Duty 2 einfach Action pur ist. Viele der Missionen (die erste ist hier gleich ein gutes Beispiel) erzeugen eine ähnliche stimmige Atmosphäre wie der berühmte Stalingrad-Level aus dem Call of Duty für PC. Die Landung an der italienischen Küste wiederum ist ähnlich beklemmend wie die Invasion auf Omaha Beach im Klassiker Medal of Honor: Allied Assault, mit dem Unterschied, dass man diesmal bei Dunkelheit ankommt. Aus Bunkern rattern die MGs, neben einem schlagen Granaten ein und Flaks schicken ihre tödliche Ladung gen Himmel, wo die Explosionen die Wolken wie Blitze erhellen. Schlägt neben einem eine Granate ein, wird man erstmal zu Boden geworfen, die Sicht verschwimmt und ein virtueller Tinitus verschluckt für einige Sekunden alle anderen Geräusche. Ja, das haben die Entwickler schon ziemlich intensiv hingekriegt. Da steht CoD 2 seinem Vorgänger in nichts nach.
 
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