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Test: Onimusha: Dawn of Dreams
Warum wird die Serie nun doch fortgesetzt? Warum trägt das Spiel keine Vier im Titel? Und warum ist die Banane krumm? Das und viel mehr erfahrt ihr in diesem Test.
Am Ende des dritten Onimusha-Teils konnte man als Spieler mehr als glücklich sein. Der böse Nobunaga war besiegt und die Genma schienen endgültig von der Bildfläche verschwunden zu sein. Doch was die Finanzexperten bei Capcom schon länger prophezeiten, müssen die Bewohner Japans nun am eigenen Leib spüren: Das Böse ist zurück!Fünf gewinntZu Beginn des Spiels befinden wir uns im Jahre 1596. Dem neuen Kaiser Hideyoshi Toyotomi gelang es endlich, ganz Japan unter seiner Führung zu vereinen, die Handelsbeziehungen mit den westlichen Nationen blühten und man sah einer verheißungsvollen Zukunft entgegen. Als eines schönen Tages der Himmel zu leuchten beginnt, ändert sich diese Situation aber grundlegend. Hideyoshi wird zu einem waschechten Tyrannen und unter seiner Führung feiern die bösartigen Genma ihre Rückkehr. Zu allem Übel lässt der Kaiser sämtliche Kirschbäume des Landes entwurzeln und zu sich bringen. Herauszufinden, ob dieser nun den Weltrekord für den größten Kirschkuchen gewinnen will oder gar schlimmeres vorhat, ist dabei die Aufgabe seines eigenen Sohnes Soki.Durch die fehlende Vier im Titel und die völlig neuen Namen wird schnell klar, dass der angekündigte Serienabschluss im Vorgänger zumindest teilweise wahr wurde. Denn Samanosuke und Nobunaga tauchen in Dawn of Dreams lediglich in Form von Erzählungen aus der Vergangenheit auf. Noch immer vorhanden ist allerdings der Zwist zwischen den Genma und den Oni, wobei letztere einmal mehr Verstärkung erhalten und nun mit ganzen fünf völlig unterschiedlichen Recken in den Kampf ziehen. Schon recht früh im Spiel trifft der Hauptheld, der auch den Spitznamen „Blue Demon“ trägt, auf die ebenso geschickte wie vorlaute Schwertkämpferin Jubei Yagui – wer bei diesem Namen ins Stocken gerät, gehört mit Sicherheit zu den Serienkennern, denn sie ist die Enkelin des Helden aus Onimusha 2. Der Rest der Oni-Riege besteht aus dem stabschwingenden Mönch Tenkai, dem spanischen Boxer Roberto und Sokis ehemaliger Jugendliebe Ohatsu, die vorwiegend auf dicke Schießprügel vertraut. Schwer aber fairMit so vielen spielbaren Charakteren wäre es doch langweilig, wenn man die Levels immer nur mit einem bestreitet. Das hat man sich bei Capcom ebenfalls gedacht, weshalb man die meiste Zeit über zwischen zwei Streitern hin und her wechseln kann, um die jeweiligen Spezialfähigkeiten an den richtigen Stellen auszulösen. Jubei ist z.B. geschickt darin, Gegner abzulenken oder über schmale Balken zu balancieren, während Tenkai mit Toten reden kann, um ihnen wichtige Informationen oder Gegenstände zu entlocken. Über vier verschiedene Tasten gibt man dem gerade inaktiven Seelensauger einfache Befehle wie angreifen, folgen oder zurückhalten, was meistens vollkommen ausreicht, damit dieser dem Spieler effektiv unter die Arme greift. Und sollte es den Begleiter doch einmal dahinraffen, steht er nach einiger Zeit wieder auf und kämpft dann ohne jeglichen Malus weiter. Besonders häufig passiert so etwas bei den zahlreichen Bosskämpfen, denn diese sind noch einen Tick schwerer als in den vorigen Teilen und erfordern neben genauem Studieren des Angriffsschemas oftmals eine gewaltige Prise Glück. Wer nun eine weitere Vertiefung der Bissspuren im Gamepad befürchtet, kann aber beruhigt sein, denn neben den großzügig verteilten Zauberspiegeln legt das Spiel zusätzlich vor jeder Begegnung eine Speicherung an, wodurch man sich nach dem Tod gleich wieder in das letzte Gefecht stürzen kann.Ein Oni geht einkaufenDa ein Onimusha ohne knackige Rätsel kaum noch vorstellbar ist, dient das Teamsystem hier abermals als Grundlage für einige denkintensive Stolpersteine, die nur durch die Kombination der bereits erwähnten individuellen Fähigkeiten lösbar sind. Auch die beliebten Kistenrätsel sind wieder mit an Bord, jedoch können diese das hohe Niveau der restlichen Spielmysterien nicht halten. Die meisten kann man schon nach dem ersten Versuch lösen, weshalb die darin enthaltenen Extras viel zu leicht zu ergattern sind. Darüber lässt sich nun sicherlich streiten, aber der dadurch beschleunigte Spielablauf ist durchaus zu begrüßen, immerhin soll die Action bei solch einem Spiel doch deutlich im Vordergrund stehen. |
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