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Test: Just Cause
Auf geht´s, Freunde der revolutionären Volksarmee ... lasst uns ein korruptes Regime stürzen!
Unter dem Titel Just Cause (deutsch: „Gerechte Sache“) veröffentlichen Publisher Eidos und die schwedischen Avalanche Studios nun ein gemeinsames Projekt, das ursprünglich bereits für 2005 vorgesehen war. Darin übernehmt ihr die Rolle des Undercover-Agenten Rico Rodriguez. Die Aufgabe dieses auf Regimewechsel spezialisierten CIA-Manns besteht darin, die korrupte Regierung von San Esperito zu stürzen, einem fiktiven südamerikanischen Inselstaat. Die Amerikaner haben den Verdacht, dass dort Massenvernichtungswaffen hergestellt werden ... Da das Tropenparadies mitten in einem Bürgerkrieg steckt, muss Rodriguez versuchen, die verschiedenen Interessengruppen des Landes gegeneinander auszuspielen, Revolten anzuzetteln und mit Rebellen oder Drogenkartellen gemeinsame Sache zu machen ...Größer als Rügen, kleiner als Hawaii: der Inselstaat San EsperitoWie GTA ist auch Just Cause ein OWG (open world game), das euch eine fast grenzenlose spielerische Handlungsfreiheit gewährt. Die tropische Inselwelt des Spiels hat mit einer Fläche von 1025 Quadratkilometern gigantische Ausmaße. Zum Vergleich: Rügen ist 926 km² groß, die Hawaii-Insel Oahu (Schauplatz von Test Drive Unlimited) 1600 km². Im Gegensatz zu GTA, Saint´s Row, Driver und wie sie alle heißen spielt Just Cause vorwiegend nicht in einer städtischen Umgebung, sondern im südamerikanischen Regenwald. Die weit über 50 Inseln der Welt sind teils winzig, teilweise aber auch enorm groß und können zu Fuß, aber auch mit diversen Fahrzeugen, Booten, Helikoptern und Flugzeugen erkundet werden. Besonders auf Berggipfeln kommt es immer wieder zu Situationen, wo wir plötzlich gebannt stehen bleiben und die paradiesische Aussicht genießen können. Bei Sonnenuntergang und sternenklarer Nacht haben wir herrliche Sicht auf entfernt gelegene Bergketten, Palmenstrände und das türkisblaue Meer ... Manchmal ziehen am Horizont allerdings plötzlich dunkle Wolken auf, worauf wenig später ein ungemütliches Blitzgewitter mit Regen und Küstennebel hereinbricht.Brücken, noch mehr Brücken und betrunkene HosenträgerbauernWährend das dichte Dschungeldickicht Erinnerungen an Far Cry weckt, zeigen sich erste Anzeichen einer Zivilisation in Form des verzweigten Verkehrsnetzes, welches aus lianenverhangenen Serpentinenmatschstraßen und vielen, vielen Brücken (auch Zugbrücken) besteht. Die über 300 Dörfer und Städte des Spiels sind teils kleine Hüttenansammlungen mit betrunkenen Hosenträgerbauern, Nonnen, die sich im Vorbeigehen bekreuzigen, Zuckerrohrfeldern und Hundegebell, teils aber auch Metropolen mit typisch südamerikanischen Kirchen, Marktplätzen und Hochhäusern.Für Gebäude gilt leider generell: Der Held muss draußen bleiben. Das ist schade, hat allerdings den positiven Nebeneffekt, dass euch lästige Ladesequenzen fast vollkommen erspart bleiben. Nur beim Starten von Missionen und Niederlagen kommt es zu Ladezeiten. Wichtige Anlaufpunkte sind die Verstecke. Der erste Unterschlupf, eine Hütte im Wald, ist eine sehr komfortable Gelegenheit, HP und Munition aufzufrischen, Waffen aufzunehmen und abzuspeichern. Gegensatz: viele Nebenmissionen, wenige StorymissionenDie insgesamt 303 Missionen des Spiels (davon 21 Storymissionen) sind GTA-ähnliche Aufträge, in denen ihr zum Beispiel Attentate und Banküberfälle verübt, Sabotageaufträge und dubiose Geschäfte erledigt, Kokslaster klaut, Rebellenanführer aus dem Knast befreit, verloren gegangene Blackboxen von CIA-Agenten sucht und so weiter ... Bei Verfolgungsjagden und Ballereien mit den Cops geht es meist actionreich zur Sache, während die 9 Kontrollpunktrennen wegen fehlender Gegner etwas langweilig geraten sind. Die Cops sind zwar dümmer, als die Polizei erlaubt, können im Rudel und bei Fahndungslevel 5 aber durchaus ungemütlich werden. Jede Mission wird mit einem deutsch synchronisierten Briefing und manchmal auch einer kurzen Zwischensequenz eingeleitet. Anschließend erscheinen auf der Minikarte rechts oben Zielort und die genaue Zielentfernung in Metern. Dank einer riesigen Pfeilsäule sollte die Wegfindung kein Problem darstellen. Die zoombare Weltkarte ist gepflastert mit haufenweise Einsatzzielen, Guerilla-Sekundärmissionen, Rioja-Sekundärmissionen, Rennen-Sekundärmissionen, Schlupfwinkeln, Siedlungen, Militärbasen, Flughäfen und auch den Fundorten besonderer Objekte. Die Missionen sind in der Regel mit mehreren Kontrollpunkten und einer abschließenden Speichergelegenheit ausgestattet, so dass man im Falle einer Niederlage nicht alles noch mal von vorne spielen muss.Mercenaries lässt grüßen: InteressengruppenWie bei Mercenaries gibt es in Just Cause mehrere Gruppen, die unterschiedliche Interessen verfolgen. Erledigt ihr für eine Gruppe Aufträge, macht ihr euch bei einer anderen unbeliebt. Die Rioja-Verbindung und das Montano-Kartell betreiben beide Drogenhandel. Die CIA (euer Auftraggeber zu Beginn) verfolgt ebenso wie die revolutionäre Volksarmee das Ziel, das korrupte Regime von San Esperito zu stürzen. Tom Sheldon (in Hawaiihemd) und Maria Kane sind als amerikanische Rucksacktouristen getarnte Agenten, die euch von ihrem Wohnmobil aus mit Aufträgen versorgen.Wer Lust hat, kann aber auch die Guerillas unterstützen. Wollt ihr einen Aufstand anzetteln, braucht ihr bloß einen Rebellenanführer anzusprechen und schon habt ihr eine actionreiche Schießerei mit den Regierungstruppen entfacht. In Begleitung mehrerer NPC-Rebellen müsst ihr dann häufig Straßensperren in die Luft jagen und Feindwellen erledigen. Am Ende noch schnell die Flagge der Rebellion hissen und schon befindet sich eine Provinz teilweise unter Kontrolle der Guerillas. Auf einer politischen Karte ist zu erkennen, welche der insgesamt 34 Provinzen des Landes unter Regierungs- oder Guerilla-Kontrolle stehen. Die Eroberungsmissionen werden mangels Abwechslung langfristig etwas langweilig, bringen euch aber mehr Ansehen bei den jeweiligen Gruppen in Form von Prestigepunkten, Beförderungen und neuen Verstecken. Diese Schlupfwinkel enthalten zusätzliche Speicherpunkte, Medipack-Stationen, moderneres Equipment und Garagen mit neuen Fahrzeugen. |
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