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Test: Metal Gear Solid 3: Subsistence
Für Metal Gear-Fans brechen mit diesem Remake goldene Zeiten an ...
Schon einmal brachte Konami ein Remake eines Metal Gear-Titels heraus – das war 2003. Metal Gear Solid 2: Substance war die erweiterte Edition des erfolgreichen Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty. In gleicher und doch anderer Weise ist Subsistence nun die verbesserte Version von MGS 3: Snake Eater. Die Inhalte des drei Disks umfassenden Spiels sind wie folgt: Disk 1 (Subsistence) enthält die bekannte Snake Eater-Kampagne mit neuer Third-Person-Perspektive. Disk 2 (Persistence) enthält im Wesentlichen erstmals in der bald 20-jährigen Seriengeschichte einen Online-Modus und die beiden ersten, bislang nur in Japan erschienenen Serienteile Metal Gear und Metal Gear 2 Solid Snake. Disk 3 (Existence) schließlich enthält einen Zusammenschnitt der Zwischensequenzen von Snake Eater.Der langlebigste Schleichheld der Videospielgeschichte ist zurück.Nur kurz wollen wir in diesem Abschnitt die bekannte Story und Handlung von Metal Gear Solid 3: Snake Eater noch einmal anreißen, da sie im Großen und Ganzen aus dem Original übernommen wurde und von daher inhaltlich mit dieser identisch ist. Im Gegensatz zum Vorgänger MGS 2 spielt MGS 3 die meiste Zeit nicht auf einer Ölplattform, sondern inmitten einer Dschungel-Umgebung während des Kalten Krieges, in die Snake entsandt wurde, um einen zu den Sowjets übergelaufenen Wissenschaftler aufzuspüren. Die filmreife Story des Spiels lebt von ungewöhnlichen Charakteren mit unterschiedlichen Weltanschauungen und ungewöhnlichen Methoden. Einer der Boss-Charaktere ist zum Beispiel The Fear, ein flinker Kletterer und Meister der Tarnung – ein Killer a la Predator, möchte man meinen, wäre da nicht seine Schwäche für hingeworfene Leckerlis ...Eine der Besonderheiten des Spiels ist auch das Gesundheitssystem. Um fit zu bleiben, muss Snake regelmäßig essen und seine Verletzungen behandeln. Beim Essen gilt: Probieren geht über Studieren. In Mausefallen gefangene Hasen sind zum Beispiel sehr lecker, giftige Frösche und Gammelfleisch hingegen werft ihr am besten dem nächsten Wachhund zum Fraß vor ... Die Bandbreite der Verletzungen reicht von Verbrennungen durch Explosionen über Schussverletzungen bis hin zu Beinbrüchen und kann durch Anwendung von Bandagen, Salben, Pillen, Kräutern und mehr wieder ins Lot gebracht werden. Doch jetzt zu den Neuerungen. Eine neue Sicht der Dinge: Die Third-Person-PerspektiveRein inhaltlich hat sich das Snake Eater-Abenteuer eigentlich kaum verändert. Ein paar zusätzliche Gesichtsbemalungen und Tarnoutfits und verbesserte Nahkampffähigkeiten (CQC = Close Quarters Combat) sind hinzu gekommen, ansonsten hat das Remake aber offenbar dieselben Cut Scenes und Funkdialoge wie das Original. Die wichtigste Neuerung des Spiels ist neben dem Online-Modus die neue Third-Person-Perspektive. Erinnern wir uns noch mal – März 2005: „Die einzige wirkliche Schwäche des Spiels“ sei die „vorgegebene Perspektive“, so schrieb ich damals. Diese Achilles-Ferse wurde nun komplett ausgemerzt, oder besser gesagt: kuriert. Die traditionelle Vogelperspektive ist zwar nach wie vor auch verfügbar, weitaus praktischer ist allerdings die neue 3rd-Person-Sicht. Mit Hilfe des rechten Analogsticks könnt ihr nun frei in alle Richtungen schauen und die ganze Freiheit des Dschungels mit all seinem Pflanzwerk und wilden Getier frei genießen. Im Gegensatz zum Original erkennt ihr jetzt Gegner schon aus großer Entfernung und könnt entsprechend rechtzeitig reagieren. Die neue Sicht ist nicht nur enorm komfortabel, sondern ermöglicht auch eine wunderbare Spielbarkeit, ein ganz neues Spielgefühl und tolle Ausblicke. Das Original bot solche Ausblicke nur per Egoansicht. Es ist, als würde man dasselbe Spiel mit anderen Augen erleben.Neu: Online-Modus (Disk 2)Die zweite wichtigste Neuerung des Spiels ist der neue Online-Modus. Damit dürfte sich ein vielfach geäußerter Wunsch der Metal Gear-Fangemeinde erfüllen. Bis zu 8 Spieler können in fünf Missionsarten gegeneinander antreten und sich einem von drei Teams – GRU-Kampftruppe, KGB oder Ocelot-Einheit – anschließen. Den Spezialcharakter und Anführer eines Teams steuert der ranghöchste Spieler. Neben Ocelot, Major Raikov und Sokolov stehen auch einige interessante Bonus-Charaktere zur Verfügung, darunter Reiko Hinomoto aus Konamis Frauenwrestlingspiel Rumble Roses. In den Schleichmissionen muss ein Spieler in der Rolle von Snake einen geheimen Mikrofilm mopsen, der von den übrigen Spielern bewacht wird. In den Gefangennahmemissionen a la capture the flag gilt es, den Frosch Keroten zu finden und zur Basis bringen, derweilen das gegnerische Team versucht, dies zu verhindern. In den Rettungsmissionen übernimmt ein Team die Verteidigung von Gako, einer kleinen Ente, während das andere Team versucht, Gako zu stehlen. Das Spielprinzip von Team-Deathmatch und Solo-Deathmatch dürfte bekannt sein. Die Missionen sind teilweise in Szenarien der Snake Eater-Solokampagne, teilweise aber auch in neuen Arealen angesiedelt. 12 verschiedene Maps stehen euch zur Verfügung, darunter ein abgestorbener Wald für Sniper-Action, eine Geisterfabrik, eine belagerte Stadt und diverse Trainingshäuser. Freundeslisten und Online-Rankings komplettieren das Vergnügen im Netz. |
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